Special - Urban Empire und Project Highrise : Kalypsos neue Zeitfresser

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Hoch hinaus: Project Highrise

Kümmert ihr euch in Urban Empire um die Belange einer ganzen Stadt, dreht sich in Project Highrise alles um den Aufbau eines rentablen Hochhausbetriebs. Was nicht zuletzt aufgrund der Pixeloptik ein wenig bieder und unscheinbar aussieht, entpuppt sich beim Anspielen als fantastischer Zeitfresser, der einem mit jedem gebauten Stockwerk immer mehr abverlangt.

Der Beginn des Spiels ist noch simpel: Im Keller befinden sich der Bautrupp und der zentrale Stromanschluss, im Erdgeschoss entstehen die ersten kleinen Büros. Die dort ansässigen Versicherungen benötigen lediglich ein bisschen Strom zum Glücklichsein. Doch spätestens wenn ihr Designer oder gar größere Firmen in euer Hochhaus locken möchtet, steigen auch die Anforderungen: Die einen hätten gerne Telefon, die anderen möchten verschiedene Restaurants oder Dienstleistungen wie einen Kopier- oder einen Kurier-Service.

Wollt ihr mehr Geld verdienen, müsst ihr den Pixelmenschen eben etwas bieten. Zugleich müsst ihr euren wachsenden Wolkenkratzer aber auch in Schuss halten. Im Test rauchte beispielsweise erst der Aufzug ab, dann beschwerten sich Mieter über den Gestank aus den Mülltonnen und zu guter Letzt zogen einige sogar aus.

Je größer das Gebäude wird, desto wichtiger ist das Optimieren der Abläufe. Ab einem gewissen Zeitpunkt entwickeln sich Knotenpunkte. Ein Aufzug genügt dann längst nicht mehr. Ähnlich wie in Sim City zeigen farbige Filter die Problemzonen in eurem Gebäude an. Doch bei allem Mikromanagement dürft ihr natürlich eure Finanzen nicht aus den Augen verlieren. Baut ihr zu schnell, geht ihr womöglich an den Instandhaltungskosten zugrunde. Allein Strom-, Telefon- und Gasleitungen verschlingen bei einem zehnstöckigen Gebäude Unsummen und wollen entsprechend gut geplant sein.

Erscheint: September 2016

Eindruck: Project Highrise war das hässliche Entlein des Kalypso-Line-ups – zumindest bis wir es zum ersten Mal ausgiebig gespielt hatten. Seht ihr nämlich über die biedere Pixelgrafik hinweg, zeigt die Aufbausimulation ihr wahres Gesicht und überzeugt mit Tiefe und gut ausbalanciertem Mikromanagement. Mit jedem Stockwerk wachsen die Bedürfnisse der Bewohner und damit auch die Anforderungen. Ständig seid ihr mit dem Ausbessern und Optimieren der Etagen beschäftigt und sackt so immer mehr Geld ein. Project Highrise mag zwar unscheinbar aussehen, besitzt aber ein großes Suchtpotenzial für echte Baumeister.

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