Test - Wakeboarding Unleashed : Wakeboarding Unleashed

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Activision begibt sich mit 'Wakeboarding Unleashed' auf ungewohnt nasses Terrain. Auf Seen und Meeren müssen hier typische Aufgaben à la 'Tony Hawk’s' gemeistert und spektakuläre Stunts gezeigt werden. Ob die feucht-fröhliche Action an die aktuellen Trendsport-Könige heranreicht, erfahrt ihr in diesem Review.

Wakeboarding Unleashed
Shaun Murray bei der Arbeit. (Xbox)

Skateboarding auf dem Wasser?
Nachdem Activision mit der 'Tony Hawk’s Pro Skater'-Reihe quasi das Trendsport-Genre gründete, riesige Erfolge feierte und mit 'Mat Hoffman’s Pro BMX' eine zweite ordentliche Trendsport-Serie auf die Beine stellte, erwartet uns nun mit 'Wakeboarding Unleashed' ein neues, viel versprechendes Label in diesem Genre. 'Wakeboarding Unleashed featuring Shaun Murray', so der vollständige Titel, wurde für PS2 und Xbox von Shaba Games entwickelt, die keineswegs Neulinge im Trendsport-Genre sind - sie entwickelten bereits 'Grind Session' und Umsetzungen von 'Mat Hoffman’s Pro BMX' und 'Tony Hawk’s Pro Skater 3'. Der dem Spiel seinen Namen leihende Shaun Murray ist zweifacher Wakeboarding-Weltmeister und kommt wie viele andere Vertreter dieser Sportart ursprünglich aus dem Ski-Sport. Durch seine perfekte Form hat sich der seit acht Jahren im Profi-Geschäft tätige Murray den Spitznamen 'House of the Style' verdient.

Der eine oder andere User wird sich nun vielleicht fragen, um was es sich bei Wakeboarding eigentlich handelt. In dieser zurzeit an heißen Stränden und Seegebieten voll angesagten Trendsportart schnallt ihr euch ein an ein Snowboard erinnerndes Brett an die Füße und begebt euch auf das Wasser. Anstatt aber bloß zu surfen und auf die Wellen angewiesen zu sein, habt ihr eine Leine in der Hand, mit der ihr wie bei Wasserski von einem Motorboot gezogen werdet. Mit der so vermittelten ordentlichen Geschwindigkeit lassen sich zahlreiche Tricks und Stunts ausführen, wobei durchaus auch Schanzen und Objekte in Ufernähe für spektakuläre Moves missbraucht werden können. Trotz der Wassersituation orientiert sich 'Wakeboarding Unleashed' somit wenig überraschend mehr an Skateboard-Trendsportgames als an Snowboard- oder Surfing-Titeln.

Wakeboarding Unleashed
Springfield bei Hochwasser. (PS2)

Tricksen ganz wie Tony
Bei der Steuerung ging man folgerichtig kaum Experimente ein, sondern setzte ganz auf das altbewährte Trendsport-Schema à la 'Tony Hawk’s'. Ihr könnt durch Druck auf die Actiontasten springen und in der Luft sowohl Grab-Tricks als auch Invert- bzw. Flip-Tricks ausführen. Kombiniert ihr diese mit dem Betätigen der Richtungstaste, führt ihr ganz unterschiedliche Stunts aus. Selbst sepzielle Super-Tricks sind möglich, die allerdings auch nicht wirklich spektakulärer aussehen als die sonstigen Tricks. Das Move-Repertoire ist durchaus ordentlich, kommt aber in puncto Umfang und Abwechslung nicht ganz an die derzeitigen Genre-Könige heran.

Da ihr von einem Boot durch die Levels gezogen werdet, ist eure Bewegungsfreiheit logischerweise etwas eingeschränkt. Das Motorboot folgt einer vorgegebenen Bahn, wenn ihr aber bestimmte Symbole trefft, macht eure Zugkraft einen entsprechenden Umweg oder wählt eine alternative Route. Ihr könnt natürlich soweit nach links und rechts pendeln, als es das leicht dehnbare Seil zulässt, und so etwas Schwung nehmen. Durch den Antrieb des Boots entsteht eine gleichmäßige Wellenbank, die ihr bestens für Sprünge und eure Moves ausnutzen könnt. Mit etwas Schwung springt euer Wakeboard-Profi meterhoch in die Lüfte, so dass sich verschiedene Tricks kombinieren lassen, was wiederum mehr Punkte gibt. Um noch längere solcher Combos zu bewerkstelligen, könnt ihr ganz wie in 'Tony Hawk’s Pro Skater' Manuals ausführen, wobei ihr auf der Kante eures Boards balanciert.

Wakeboarding Unleashed
Grind-Möglichkeiten dürfen nicht fehlen. (Xbox)

Außerdem lassen Shaun Murray & Co. beim Druck auf die Schultertaste das Seil los und können zumindest so lange frei herumsurfen, bis sie keine Geschwindigkeit mehr haben - bevor ihr so ungewollt Baden geht, solltet ihr zurück in die Nähe des Bootes schippern und das Seil wieder auffangen. Das Seil lasst ihr ebenfalls los, wenn irgendein größeres Hindernis zwischen Boot und Wakeboard gerät. Mit der richtigen Technik könnt ihr mittels Leine-Loslassen übrigens unglaubliche Sprünge vollführen, wobei ihr locker zehn Meter und mehr hoch kommt. Ein Trendsport-Spiel wäre nur halb so spaßig, wenn es keine Grind-Funktion gäbe - zum Glück findet sich diese auch bei 'Wakeboarding Unleashed'. Zwar gibt es auf dem Wasser nicht gerade viele Kanten zum darauf entlang Schlittern, doch findet ihr diverse Objekte in den Levels, an denen es sich vortrefflich grinden lässt. Egal, ob das nun Metallstangen, Sprungschanzen-Kanten, Schiffsrelinge, Fischerhütten, treibende Baumstämme, Boots-Anlegestellen oder was auch immer sind - gegrindet wird an (fast) allem und auch hier führen diverse Spielereien mit dem Seil-Packen und -Loslassen zu ungeahnten Höhen und Grindmarathons.

 

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