Preview - War Front: Turning Point : War Front: Turning Point

  • PC
Von Kommentieren

Über mangelnden Nachschub an neuen Titeln konnten sich Strategie-Fans in den letzten Monaten sicherlich nicht beklagen. Das Echtzeit-Strategiespiel 'War Front: Turning Point' sollte ursprünglich ebenfalls noch in diesem Jahr erscheinen, wurde aber kurzfristig auf 2007 verschoben. Wir haben die Zeit genutzt und uns eine weit fortgeschrittene Version angeschaut.

Deutsche Panzer rollen mit infernalischem Gedröhne auf eine Basis der Alliierten zu. Die Abwehrgeschütze eröffnen sofort das Feuer, doch gegen die Masse an feindlichen Einheiten verpufft dieses wie ein Teelicht im Orkan. Wenige Minuten später liegt die Basis in Schutt und Asche, der deutsche Kommandant hisst die Reichsflagge. Moment mal, schon wieder ein Strategiespiel im Zweiten Weltkrieg? Würg. Doch stopp! Erst mal kurz durchatmen, denn nicht alles ist so, wie es den Anschein hat. In 'War Front: Turning Point' treten zwar Alliierte, Deutsche und Russen auf dem Schlachtfeld gegeneinander an, doch das Szenario bietet einige interessante Aspekte. Stellt euch Folgendes vor: Deutsche Truppen sind in England einmarschiert und halten unter anderem die Hauptstadt London im Würgegriff ihrer Besatzungsmacht. Briten und Amerikaner kämpfen aus der Defensive heraus, wollen dem Wahnsinn ein Ende bereiten. Legendäre Superwaffen, die in der Realität meistens nie über den Status eines Prototyps hinausgekommen sind, gehören in den Schlachten von 'War Front: Turning Point' zum Alltag – inklusive V2-Raketen und Jetpack-Soldaten. Ja, eine Brise Science-Fiction mischt sich ebenfalls unter die Zutaten. Klingt interessant? Ist es auch.

Kampf um jeden Meter

Okay, alternative Szenarien zur realen Zeitgeschichte sind nicht wirklich neu, dennoch sind sie bei weitem nicht so ausgelutscht wie der Zweite Weltkrieg als solcher. Das zeigen unter anderem die ersten Missionen der Solokampagne, die ihr entweder aufseiten der Alliierten oder der Deutschen in Angriff nehmt. Briten und Amerikaner kämpfen sich beispielsweise durch das von deutschen Truppen besetzte London und befreien einen Stadtteil nach dem anderen. Die Wehrmacht hingegen setzt bei ihren Einsätzen alles daran, den Widerstand der Tommys endgültig zu brechen. Die bisher verfügbaren Missionen machen einen guten Eindruck und bieten zudem mehrere Sekundärziele an. So habt ihr unter anderem die Möglichkeit, einen beschädigten Panzerverband zu übernehmen und zu reparieren – dessen Feuerkraft könnt ihr bei den folgenden Angriffen gut gebrauchen. Allerdings ist diese Aktion optional. Überhaupt sind die Einsätze recht dynamisch gestaltet und schicken euch auf derselben Karte von einem Ziel zum nächsten. Andererseits bieten die Aufträge lediglich die bekannte Standardkost des Genres – innovative Ideen haben wir bisher vergeblich gesucht.

Das gilt auch für die drei spielbaren Fraktionen: Jede Partei verfügt über exklusive Einheiten und hat individuelle Stärken und Schwächen. Die Alliierten setzen beispielsweise verstärkt auf eine durchschlagskräftige Luftwaffe. Zudem versorgen sich ihre Gebäude eigenständig mit Strom, was den Bau von Generatoren ausschließt. Ihre Bodeneinheiten sind allerdings nicht ganz so stark und ziehen gegen die deutschen Panzerverbände klar den Kürzeren. Die Wehrmacht verfügt über V2-Raketen und Jetpack-Soldaten. Als dritte Partei im Bunde gesellen sich die Russen auf das Schlachtfeld. Prinzipiell sind sie, um einen 'Starcraft'-Vergleich zu bemühen, als eine Art Zerg-Fraktion anzusehen, die innerhalb weniger Minuten zahlreiche Molotov-Soldaten in den Kampf schickt und deren Ingenieure gleichzeitig Gebäude errichten können – das macht die Russen zu gefürchteten Rushern. In unseren Testpartien spielten sich die drei Armeen spürbar unterschiedlich, doch das Balancing scheint noch nicht zu stimmen. Mit zunehmender Spieldauer wird beispielsweise die Luftwaffe der Alliierten fast schon übermächtig.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel