Test - Warcraft 3 : Warcraft 3

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Es ist endlich geschafft! Viele 'Warcraft III'-Fans haben schon lange auf ihr lang ersehntes Add-on gewartet. Nun ist es soweit - am 4. Juli kommt 'Warcraft III: The Frozen Throne' auch in die deutschen Läden.
Nach einer langen Beta-Test-Phase, an der schon 30.000 Amerikaner teilnehmen durften, nach vielen Änderungen an der Stärke, Panzerung und anderen Attributen der Einheiten ist nun endlich die Final-Version da. In diesem Review erfahrt ihr natürlich, ob 'Warcraft III: The Frozen Throne' sein Geld wert ist.

Warcraft 3
Um diesen netten Thron geht es in der Kampagne

Die Saga geht weiter
Die Kampagne von ’Warcraft III: The Frozen Throne’ knüpft nahtlos dort an, wo das Hauptspiel zu Ende gegangen ist. Wenn ihr die Kampagne von ’Warcraft III: Reign of Chaos’ nicht ganz abgeschlossen habt, so wird euch die Story zu Beginn etwas befremdlich vorkommen, da sie einiges an Basiswissen voraussetzt.

Den Anfang der neuen Abenteuer macht erst einmal eine sehr gut gelungene Videosequenz, die Illidan Stormrage, den Anführer der Naga, zeigt.
Die Naga sind eine neue Rasse, welche nur in der Kampagne, jedoch nicht im Multiplayermodus vorkommt. Die Naga sind Wesen, die die meiste Zeit im Wasser verbringen und von Zeit zu Zeit an die Oberfläche kommen, um sich dort ihren Gegnern zu widmen. Damit verbunden ist auch eine der größten Neuerungen der Erweiterung: Endlich darf nicht nur zu Lande und in der Luft, sondern auch auf dem Wasser gekämpft werden.
Nach der Einführung ins neue Geschehen geht es auch schon gleich mit der ersten Mission los. In dieser werdet ihr die neue Heldin der Nachtelfen zu Gesicht bekommen. Die Wächterin trägt in der Kampagne den Namen Maiev, sie wird euch die erste Zeit in den verschiedenen Missionen begleiten.

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Illidan hat endlich das Grab von Sargeras gefunden.

Als Erstes ist es euer Ziel, Illidan zu verfolgen, der mit seinen Naga ein mächtiges Artefakt finden will. Es heißt das Auge von Sargeras. Mit ihm lassen sich übermenschliche, magische Kräfte entfesseln. Das wollt ihr natürlich mit eurer Heldin verhindern. Ihr verfolgt eurem Gegner auf kleine Inseln, die von einem Zauberer vom Grund des Meeres heraufbeschworen wurden. Hier tauchen dann auch erstmals besagte Schiffe auf, welche eine gelungene Ergänzung zu den bisherigen Einheiten darstellen und 'Warcraft III' noch ein wenig mehr taktische Tiefe und Abwechslung verleihen. Zum einen gibt es Transportschiffe, mit denen eure Landeinheiten auf andere Inseln gelangen können, zum anderen Kampfschiffe, die die Transporter, zum Beispiel gegen Flugeinheiten, verteidigen können.

Wie die Story weiter geht, solltet ihr am besten selbst herausfinden. Die spannenden Geschichten und die teilweise unverhofften Wendungen der Story sind eines der absoluten Highlights der neuen Kampagnen, die erneut mit unterschiedlichsten Missionszielen glänzen und insbesondere aufgrund der Helden-Persönlichkeiten ihre Konkurrenz alt aussehen lassen.

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Der Naga-Anführer will sich dieses Artefakt holen.

Neben der Haupt-Kampagne gibt es noch eine Bonus-Kampagne, die den Titel 'Die Gründung von Durotar' trägt. Die Story hängt auch mit den Ereignissen in den anderen Missionen zusammen, als Spieler beginnt ihr aber in dieser Kampagne mit den Orcs. Das Besondere dabei: Blizzard hat die vielen Optionen seines WorldEditors vollständig ausgeschöpft und einmal mehr gezeigt, dass man auch nicht vor wagemutigen Versuchen zurückschreckt. Die Orc-Kampagne erinnert nämlich eher an ein Rollenspiel als an die üblichen Strategie-Kampagnen. Anstelle von Aufbau-Missionen erwarten eure zwei Helden dort typische Quests, welche nach erfolgreicher Vollendung mit besonderen Waffen oder Items belohnt werden. So oder ähnlich hätte sogar das komplette 'Warcraft III' gestaltet sein können, hätte Blizzard nicht nach den Protesten von Spielern und Presse die Innovationen zu Beginn seiner Entwicklung eingedämmt.

Der Umfang des Add-ons ist ebenfalls herausragend. Bevor man die Endsequenz sieht, vergeht mindestens so viel Spielzeit wie bei bei dem Original und auch Profi-Spieler kommen voll und ganz auf ihre Kosten: Der Schwierigkeitsgrad einiger Missionen ist äußerst happig, allerdings niemals unfair oder frustrierend. In der Regel ist euch schnell klar, welchen Fehler ihr begangen habt und wie es beim nächsten Mal besser werden kann.

 

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