Test - Wario World : Wario World

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Anti-Held Wario ist zurück - erstmals in einem eigenen Jump’n Run auf dem GameCube. Es war schließlich nur eine Frage der Zeit, bis der unverschämte Cousin Marios sein Comeback feiern würde. Was den alten geldgierigen Haudegen diesmal vom Knoblauchessen abhält und was euch alles in 'Wario World' bevorsteht, erfahrt ihr im Review.

Wario World
Wario - voll und ganz in seinem Element.

Warios Rückkehr
In 'Super Mario Land 2' für den GameBoy feierte der geldgierige Wario noch als Gegenspieler von Held Mario seinen Einstand. Seitdem arbeitete sich der liebenswert-griesgrämige Wiederling hoch und durfte auf dem GameBoy und GameBoy Advance schon einige Abenteuer erleben. Wario, Liebhaber von Knoblauch und exzessivem Nasenbohren, hat es sich in seinem mit Schätzen vollbepackten Schloss gemütlich gemacht und erfreut sich mit hämischem Gelächter seines Reichtums. Alles könnte besser nicht sein - doch plötzlich bringt irgendetwas Gewaltiges das ganze Schloss zum Beben und all die schönen Schmuckstücke sind auf einmal verschwunden. Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei einem der Diamanten in Warios Besitz um den finsteren Juwel handelt, der einst mit einem Fluch belegt worden war und durch den roten Mondaufgang erweckt wurde. Der violette Juwel hat sich tatsächlich selbstständig gemacht und verwendet Warios Schmuckstücke, um zu wachsen und sein eigenes, höchst groteskes Königreich zu errichten. Außer sich vor Wut beschließt Wario, sich seinen Besitz zurückzuerobern und dem hinterhältigen Klunker einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Wario World
Auf dem Hintern geht's den Hügel hinab.

'Have a rotten day!'
Ohne eine größere Einführungsaktion wird euch nach dem recht kurzen Intro gleich die Kontrolle übergeben und ihr findet euch in einer Art Portal wieder. Von hier aus gelangt ihr in die vier Spielbereiche, von denen jeder Bereich zwei Levels plus einen Bosslevel enthält. Folglich seht ihr also gerade einmal acht Levels entgegen, die jedoch, was das Spielangebot betrifft, nicht gerade knapp ausgefallen sind.
Anstatt wie bei Kollege Mario Sterne als Türöffner zu benutzen, gilt es bei 'Wario World' lediglich den Bossgegner des ersten Levels zu beseitigen, womit ihr nämlich Zugang zum zweiten Level erhaltet und bei Neutralisieren dessen Bossgegners zum endgültigen Hauptbossgegner des Bereichs gelassen werdet.

Die Grundaufgaben sehen in allen der, meist ganz im klassischen Jump’n Run-Stil von links nach rechts scrollenden, Levels gleich aus: Erledigt den Bossgegner, findet alle acht Kristalle und acht Schätze. Zudem gibt es noch Nebenaufgaben wie das Komplettieren aller Wichtlinge und goldenen Statueteilen, welche eure Energieleiste erweitern. Die Kristalle und Schmuckstücke sowie vereinzelt auch Statuenteile und Wichtlinge sind dabei in bestimmten Stages verborgen. Diese Stages erreicht ihr immer durch spezielle Bodenluken, die über die Levels verteilt sind und euch in dreidimensionale Räume oder Bereiche geleiten. Dort gilt es dann individuelle Geschicklichkeitsspiele zu erfüllen, um an das Objekt der Begierde zu gelangen. In den Stages müsst ihr geschickt über sich drehende Plattformen, kleine Würfel oder ganze Parcours balancieren.

Wario World
Eine der 3D-Stages, Springen ist angesagt.

Insgesamt ist der Schwierigkeitsgrad aber sehr moderat ausgefallen. Bereits nach der ersten Spielstunde wird deutlich, dass man definitiv zu schnell voranschreitet und es bis zum Ende nicht mehr allzu lange dauern kann. Für geübte Spieler stellt es kein Problem dar, den Titel innert wenigen Stunden durchzuspielen. Auch nach dem Durchspielen ist 'Wario World' nicht genügend attraktiv, um den Spieler für eine weitere Runde zu motivieren. Der einzige Beweggrund, das Spiel nach dem Ende noch weiter zu durchforsten, sind die versteckten 'Wario Ware'-Minispiele, die aber leider nur auf den GBA transferiert und dort gespielt werden können, weshalb das Feature für Nicht-GBA-Besitzer wiederum nutzlos ist.

 

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