Test - WET : Max Payne meets Kill Bill

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Kaum, dass Vivendi am Mittwoch mit 'WET' einen neuen beinharten Third-Person-Shooter ankündigte, hatten wir auch schon Gelegenheit, in Leipzig hinter verschlossenen Türen einen ersten Blick auf das Spiel zu werfen. Mehr dazu in unserem First Look.

Kaum, dass Vivendi am Mittwoch mit 'WET' einen neuen Actiontitel ankündigte, hatten wir auch schon Gelegenheit, in Leipzig hinter verschlossenen Türen einen ersten Blick auf das Spiel zu werfen. In dem beinharten Third-Person-Shooter von A2M dreht sich alles um die kurvenreiche und lecker tätowierte Heldin Ruby. Im Gegensatz zur eher blitzsauberen Lara Croft ist Ruby ein echtes Miststück – eine rabiate Problemlöserin, der kein Mittel zu schade ist, um sich ihrer Gegner zu erwehren.

Bei der Story, in der sehr ausgeprägte Charaktere eine Rolle spielen, handelt es sich um eine eher typische Rachegeschichte, die aber immerhin aus der Feder eines der '24'-Autoren stammt und von daher nicht zu unterschätzen ist. Überhaupt fiel bei der Präsentation schon auf, dass in 'WET‘ viele Aspekte zum Tragen kommen, die einen nicht wenig an Rache-Epen á la 'Kill Bill' von Tarantino erinnern oder ähnlich düster wirken wie in 'Max Payne'. Der Stil, mit dem die Geschichte umgesetzt wird, konnte uns jedenfalls von Beginn an durchaus fesseln.

Spielerisch passt ‚WET‘ recht gut zwischen Titel wie 'Max Payne' oder 'Stranglehold', was witzigerweise auf der GC gar nicht so selten zu sehen war bei diesem Genre. Gespielt wird aus der Third-Person-Perspektive mit eher klassischer Steuerung. Ruby bietet schnelle und rasante Action mit tollen Special Moves sowie sehr cinematischer Kameraführung und Präsentation. Madame ist mit zwei Pistolen unterwegs, wobei ihr mit jeder Pistole ein anderes Ziel erfassen könnt dank Trigger und rechten Stick. Damit könnt ihr also ohne großen Aufwand auch mal zwei Gegner auf einmal über den Haufen ballern.

Zudem dürft ihr auch Objekte in der Umgebung nutzen, um Gegner auszuschalten. Hängt zum Beispiel zufällig über einem Gegner ein Objekt, ballert ihr die Aufhängung weg und der Gegner wird vom fallenden Objekt niedergestreckt. Akrobatische Special Moves, Sprünge und Zeitlupenaktionen sind ebenfalls keine Seltenheit und trotz des sehr frühem Stadiums des Spiels schon sehr sehenswert umgesetzt. Eine Besonderheit ist die Tatsache, dass Ruby auch noch mit einem Katana-Schwert unterwegs ist. Mit entsprechendem Timing könnt ihr damit ausgesprochen fiese Kills hinlegen, an denen die USK wohl eher weniger Freude haben wird.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Natürlich ist es noch viel zu früh, sich ein Urteil über das Spiel zu erlauben, immerhin ist noch über ein Jahr bis zum Release zu überwinden. Potential zu einem stylischen und sehr soliden Actiontitel ist jedenfalls vorhanden. Zu hoffen bleibt in Anbetracht der derzeit starken Genre-Konkurrenz, dass 'WET' auch noch in einem Jahr die Möglichkeit hat, Akzente zu setzen. Genug Potential ist jedenfalls vorhanden – wir werden den Titel, der zudem auch technisch sehr solide aussieht, auf jeden Fall im Auge behalten.

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