Test - WipEout Fusion : WipEout Fusion

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Auch die bekannte 'WipeOut'-Reihe feiert nun ihren langersehnten PlayStation 2-Einstand. Dabei besannen sich die Entwickler auf bewährte Spielprinzipien, die etwas verfeinert wurden. Komplett neu ist dagegen die Grafikengine, die auch der Grund für einige Releaseverschiebungen war. Ob die Entwickler die Probleme in den Griff bekommen haben oder noch Restbestände zu sehen sind, und ob 'WipeOut Fusion' das Zeug zu einem Referenztitel hat, erfahrt ihr hier.

WipEout Fusion
Endlich der erwartete Einstand auf der PS2.

Formel 1 war gestern, jetzt kommt WipeOut Fusion
Bereits dreimal (wenn man den Mix der ersten Teile ausser Betracht lässt) sorgte die 'WipeOut'-Serie auf der PSone für Furore. Jetzt steht, wie bei vielen anderen Erfolgsreihen auch, endlich das mit Spannung erwartete PS2-Debüt ins Haus. Fans der Serie mussten sich lange genug mit den Verschiebungen zufrieden geben. Jetzt ist es Zeit, 'WipeOut Fusion' auf den Zahn zu fühlen.

Im vierten Teil geht es wieder einmal um Rennen der so genannten Formel 900, einer Rennliga rund um Anti-Gravitations-Fahrzeuge. Dabei handelt es sich um eine Art Raumgleiter, die in der Lage sind, über dem Boden zu schweben. Dabei produzieren die Gleiter kleine Luftkissen unter sich und sind daher in der Lage, mit atemberaubenden Geschwindigkeiten durch die Gegend zu sausen. So sind Geschwindigkeiten von über 1500 km/h überhaupt kein Problem. Allein die Durchschnittsgeschwindigkeit für jede Rennstrecke liegt bei über 900 km/h. Und das obwohl doch reichlich Hindernisse und scharfe Kurven die Fahrt behindern.

Geschwindigkeit ist aber nicht der einzige Grund für den Erfolg der Rennliga in der nahen Zukunft, speziell dem Jahre 2160. Bei solchen Rennen geht es immer um Leben und Tod. Jeder Fahrer, der sich in solch einen Gleiter setzt, muss damit rechnen, dass er nicht lebend am Ziel ankommt, da jeder Gleiter mit diversen Waffensystemen ausgestattet ist, die auf ihren Einsatz warten.

'WipeOut Fusion' folgt also den einfachen Grundregeln eines Funracers, wie es seit 'Super Mario Kart' zu SNES-Zeiten bereits der Fall war. Es gewinnt nicht der beste Fahrer oder das bessere Team, sondern einfach derjenige, der Fahrgeschick, taktischen Waffeneinsatz und etwas Glück auf seiner Seite weiss, da jedes Rennen durch den Einsatz der Waffen völlig offen ist - bis zum bitteren Ende. Selbst wenn ihr 100 Meter vor dem Ziel an erster Position seid, habt ihr noch lange nicht gewonnen. Das macht den unglaublichen Reiz aus, da in jedem Rennen irgendetwas anders verläuft und nichts vorhersehbar ist.

WipEout Fusion
Das übersichtliche Menü mit den Spielmodi.

Bewährtes Gameplay
Eben dieses Gameplay hat sich auf der PSone bereits dreimal bewährt. Warum also sollte man es ändern? 'WipeOut Fusion' kombiniert wieder einmal die Elemente eines Funracers mit einer präzisen, einfachen Steuerung und einer unglaublich schnellen Grafik, sowie fetziger Musik. Das war schon immer so und funktioniert auch dieses Mal. So werden sich Spieler der Vorgänger-Versionen sofort heimisch fühlen, sobald sie das erste Rennen starten.
Ein Rennen geht über drei Runden. Gestartet wird immer von der letzten Position aus - so etwas wie eine Qualifikation gibt es nicht. Ein Grossteil der Strecken besteht aus seitlich abgegrenzten Bereichen oder Tunneln. Neuerdings gesellen sich hier auch mal offene Streckenabschnitte dazu. Auf der Strecke befinden sich markierte Bereiche für Turbos, mit denen man die erwähnten Spitzengeschwindigkeiten erreicht, oder Waffen. Ziel es ist, möglichst viele Turbos zu erwischen und immer eine Waffe einsatzbereit zu haben, falls ein Gegner auftaucht. Dieser wird dann entweder weggeputzt oder zumindest gestoppt.

Das Ganze mag in der Theorie recht einfach klingen, ist es aber nicht. Die Gegenspieler sind freilich auch in der Lage, Waffen zu benutzen. Bei 15 Computer-Gegnern ist da ständig Action angesagt. Wenn ihr nicht aufpasst, so rast ihr in Minen hinein oder werdet abgeschossen. Jeder Treffer oder auch Crash mit den Streckenbegrenzungen kostet Energieabzüge. Kurz vor dem Ende einer Runde kann in einem gesonderten Bereich wieder Energie für den Gleiter aufgetankt werden, was einem Pitstop ähnelt. Hier wird wesentlich langsamer geflogen, als auf normalen Abschnitten. Ein weiteres Problem sind die Strecken selbst. Sie verlaufen nicht einfach geradeaus, sondern sind vollgespickt mit Berg- und Talfahrten, Loopings, scharfen Kurven und Hindernissen.

Die Spielmodi - oder spiel alles, sonst verpasst du was
Viele Rennspiele bieten zusammenhangslose Spielmodi, die sich untereinander nicht beeinflussen. In der 'WipeOut'-Reihe war das schon immer etwas anders, das sie miteinander verflochten waren. Wer also alle Strecken, Teams und weitere Boni freischalten wollte, der musste alle Spielmodi abwechselnd bestreiten. Im Falle von 'WipeOut Fusion' ist es wieder ähnlich. Es gibt die Spielmodi 'Arcade', 'Liga', 'Herausforderung', 'Zone', 'Zeitrennen', sowie 'Mehrspieler'. Zunächst habt ihr nur Zugriff auf die 'Liga', den 'Arcade'-Modus und die 'Herausforderungen'. Die restlichen Spielmodi für Single-Spieler stehen erst nach etlichen Siegen zur Verfügung. Ihr müsst alle drei Modi bestreiten, um möglichst viele Boni freizuschalten.

WipEout Fusion
Jeder Gleiter besitzt unterschiedliche Eigenschaften.

Im Falle von 'Arcade' habt ihr eine grosse Übersichtskarte mit einigen Bereichen. Dort gibt es drei verschiedenen Strecken im Normal-Modus und als gespiegelte Strecke. Ihr müsst nun eine Strecke gewinnen, damit die nächste Strecke auswählbar ist. Jedes Rennen dauert drei Runden, in denen ihr gegen 15 Computergegner antretet. Abschüsse sind hier nicht wichtig. Das Einzige was zählt, ist wer als Erstes nach den drei Runden über die Ziellinie rauscht. Die insgesamt sechs Strecken pro Sektion ähneln sich stark. Meistens gibt es irgendwo Verzweigungen für andere Bereiche, so dass ein Grossteil der Strecken gleich bleibt. Ihr dürft in diesem Modus mit einem beliebigen Team spielen, von denen jedes unterschiedliche Gleiter hat. So könnt ihr für die jeweilige Strecke den optimalen Gleiter auswählen.

Aber hiervon stehen euch anfangs auch nur drei Typen zur Verfügung. Um neue Teams freizuschalten gibt es die 'Herausforderung'. Ihr bekommt vor jedem Rennen eine bestimmte Aufgabe gestellt, für die es eine Medaille gibt. Mal sollt ihr einen bestimmten Platz belegen, manchmal eine bestimmte Anzahl von Gegnern bezwingen oder eine Runde in einer bestimmten Zeitvorgabe bewältigen. Schafft ihr mindestens Bronze, dann gibt es neue Herausforderungen. Manchmal tretet ihr dann auch gegen einen anderen Fahrer an, den ihr in einer Runde schlagen sollt. Schafft ihr das, dann steht euch sein Team ab sofort in jedem anderen Spielmodus zur Verfügung.

 

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