Preview - World of WarCraft: The Burning Crusade : Neue Inhalte für Veteranen

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Erwähnenswert ist noch das neue Gruppensuchesystem. Nach einigen vergeblichen und eher ungeschickten Versuchen, ein entsprechendes System ins Spiel zu integrieren, landete Blizzard nach Versammlungssteinen und anderen Mätzchen schlussendlich bei einem gemeinsamen Gruppensuche-Channel im Chat-System, der allerdings stark unter Spam zu leiden hat. Das neue System bietet euch zum einen die Möglichkeit, Spieler oder Gruppen für bestimmte Dungeons oder Quests zu suchen und auf Wunsch sogar automatisch einzuladen. Zum anderen könnt ihr (zumindest derzeit) die Reisezeit verkürzen, denn dank der Versammlungssteine vor den Dungeons können zwei Spieler den Rest der Truppe zum Stein teleportieren. Ob sich das System durchsetzen wird, bleibt natürlich abzuwarten, in der Beta ist uns aufgefallen, dass viele Spieler das System noch gar nicht wahrgenommen haben.

Etwas schade ist allerdings, dass viele angekündigte und geforderte Elemente nicht ihren Weg ins Add-on finden werden. Keine Spur von Heldenklassen oder Player-Housing und die so oft gewünschte Individualität der Charaktere (vornehmlich in Hinblick auf das Aussehen) bleibt ebenfalls wieder auf der Strecke. Im Gegenteil: Dadurch, dass nun beiden Fraktionen alle Klassen zur Verfügung stehen, wird selbst dieser kleine Unterschied ad absurdum geführt und man fragt sich berechtigterweise, wozu es überhaupt noch zwei Fraktionen gibt, wenn sich ohnehin beide Seiten nun mehr oder minder gleich spielen und ab Level 35/40 auch noch den gleichen Inhalt bieten.

Technisch nichts Neues

Rein technisch hat sich wenig verändert, echte Neuerungen in Hinblick auf die Grafik sind nicht zu entdecken. Dafür bleibt sich Blizzard treu und die neuen Gebiete haben durch die Bank wieder ihren ganz eigenen und sehr atmosphärischen Look – vorausgesetzt dem Spieler gefällt der grundsätzliche Grafikstil, der sich nicht an einer realistischen Darstellung im Stile von 'EverQuest 2' orientiert, sondern weiterhin auf den leicht cartoon-artigen Look des Hauptspiels setzt. Die Mindestsystemanforderungen von 'The Burning Crusade' sind allerdings wieder einmal bei Weitem zu niedrig angesetzt, mit 512 MB RAM wird man nicht wirklich viel Freude am Spiel haben.

Einen grausigen Aspekt bringt das Add-on allerdings auch mit sich. Zum einen positiv: Das Add-on wird komplett eingedeutscht werden und die Lokalisierung hinterlässt bisher einen recht guten Eindruck. Zum anderen negativ: Auch bereits lang bekannte Namen und Bezeichnungen fielen dem Übersetzungswahn zum Opfer und Veteranen dürfen irritiert zur Kenntnis nehmen, dass beispielsweise die Stadt Ironforge nach nunmehr zwei Jahren zu Eisenschmiede geworden ist – autsch!

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
'The Burning Crusade' kann sich sehen lassen. Zwar wird nichts bahnbrechend Neues geboten, aber die zahlreichen Veränderungen wirken im Großen und Ganzen sinnvoll und die neuen Gebiete und Quests können überzeugen. Auch merkt man das Bemühen, auf die breite Gemeinde der Gelegenheitsspieler zuzugehen, ohne die Hardcore-Gamer zu sehr zu enttäuschen. Ob die Mischung aufgeht, wird man natürlich erst nach dem Release sehen, derzeit wird noch viel an der Beta herumgeschraubt, um Bugs zu beseitigen und Balancing und Finetuning durchzuführen. Bei derzeit 7.5 Millionen zahlenden Kunden und kaum nennenswerter Konkurrenz muss sich Blizzard aber wohl keine Sorgen machen, dass 'The Burning Crusade' zu einem Flop wird. Wichtig bleibt aber, dass Blizzard bis zum nächsten Add-on nicht wieder so viel Zeit verstreichen lässt, denn eins ist klar: Nicht wenige Spieler werden mit dem Add-on trotz aller Neuerungen schon nach wenigen Wochen durch sein.

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