Preview - World War Z : Die ultimative Zombieorgie für Left-4-Dead-Fans

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Zombies allüberall. Nicht erst seit The Walking Dead und Left 4 Dead sind die Hirnliebhaber das Trendthema Nummer eins der Popkultur. Doch jeder Entwickler geht dieses Genre anders an: The Last of Us Part Two wird wieder Infizierte sowie neue Klassen haben und den Adrenalinfaktor oben halten, will sich aber vor allem realistisch anfühlen. Es ist extrem atmosphärisch, es gibt Kämpfe auf Leben und Tod. Ellie kämpft jedoch nur gegen wenige Untote. Ganz anders World War Z: Im offiziellen Spiel zu Brad Pitts Zombieapokalypse reisen wir an die Schauplätze des Megablockbusters, der über 500 Mio. US-Dollar eingespielt hat, und schlagen uns jeweils mit bis zu 500 Hirnliebhabern herum.

In World War Z geht es nach Israel, wo die Schutzmauer fällt, nach Moskau, wo die russische Armee überrannt wird und nur einige Überlebende versuchen den Kreml zu verteidigen, und nach New York, wo die Nationalgarde zombifiziert wird und wir plötzlich gegen mit Kevlarwesten, ballistischen Helmen und SWAT-Uniformen bekleidete Zombies antreten müssen. Spannend daran: In jedem Szenario warten vier andere Protagonisten und völlig andere Voraussetzungen.

Schleichen ist für Anfänger: Hier wird geballert!

Was uns prinzipiell schon mal gefällt: Jedes Level hat eine andere Architektur-DNA, die in etwa dem Film entspricht. In Israel krabbeln Tausende Zombies über die Mauer, die eigentlich Jerusalem schützen sollte. Hier gibt es Wachtürme mit MG-Stellungen, perfekt, um ordentlich abzuräumen. Fällt diese erste große Barrikade, ist es ein Wettrennen durch sehr verwinkelte Gassen, die wenig Schutz bieten.

New York hingegen hat den Vorzug der Vertikalität: In einer Mall etwa nutzen wir die zahlreichen Stockwerke, Fahrstühle und Rolltreppen, um uns weiter oben zu positionieren, unten legen wir Claymore-Minen. Das hindert die Untoten daran, zu schnell einzudringen. Zudem sind amerikanische Einkaufszentren mit Gittern geschützt, die heruntergelassen wurden. Auch das verschafft uns Zeit. Das Ziel ist es, eine Art Todeszone für die Zombies zu errichten: Stürmen Hunderte von ihnen in das Foyer des Einkaufszentrums, können wir sie mit Molotowcocktails abfackeln, durch Granaten auseinandertreiben, mit Sturmgewehren und MGs zerfetzen.

„Wir haben eine eigene Physik-Engine entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse von World War Z zugeschnitten ist und Swarm Engine heißt“, erklärt Oliver Hollis, Game Designer von Saber Interactive. „Die Zombies kraxeln übereinander, um höhere Ebenen zu erreichen, weil sie Menschen riechen. Schießt du mit einem MG rein, fallen die Leichen übereinander, es bilden sich regelrechte Türme - du erinnerst dich sicherlich an jene legendäre Szene, wo so ein Zombieturm einen Helikopter im Film zum Absturz bringt.“ Mit Granaten lassen sich diese “Türme“ sprengen, wodurch die Untoten in alle Richtungen verteilt werden, was etwas Zeit bringt.

Ein etwas anderes Zombie-Game

„Das hier ist eine andere Zombie-Erfahrung, als man sie kennt“, erklärt Hollis. „In den meisten Spielen dieses Genres hast du wenig Munition, kaum Waffen, musst ständig den Baseballschläger rausholen. Wir wollten das anders machen: Es geht darum, Horden von Zombies über den Haufen zu ballern und Spaß dabei zu haben.“

Der Level in den USA beginnt in einem Wolkenkratzer, was die Angriffsorte berechenbarer macht. Die Zombies strömen aus den Fahrstühlen, darauf kann man sich einstellen. Um Munition müssen wir uns keine Sorgen machen, überall stehen Kisten mit Patronen für 25 unterschiedliche Waffen, was laut Spieldesigner Hollis gar nicht so weit hergeholt ist: „Würden die USA einer Invasion ausgesetzt, die US-Armee und die Polizeistreitkräfte würden überall Munitionsdepots einrichten.“

Interessant: Die bislang enthüllten drei Szenarien spielen jeweils zu einer anderen Zeit. Das US-Level etwa vier Monate nach Ausbruch des Virus. Die US-Streitkräfte sind geschlagen, Hunderte Abrams-Kampfpanzer säumen die Straßen von New York. Ob wir diese auch einsetzen dürfen? Hollis schmunzelt, möchte das aber nicht kommentieren. Wir können uns das gut vorstellen. Wäre spaßig, mit dem Panzerrohr aufzuräumen.

Diese Panzerkolonnen sorgen für eine Art Zickzackkurs für die Untoten, die sich massenhaft durch die Straßen drücken. Die Level sind recht groß ausgelegt. Wir können uns frei bewegen und treffen immer wieder auf andere Überlebende: Elitesoldaten der Special Forces, die uns zu einem geheimen Waffendepot mit Granat-und Raketenwerfern geleiten, einen General, der Black Hawks anfordern kann, Feuerwehrleute, die Wasser als Waffe einsetzen können, und andere KI-Spezialisten.

Nur Eis kann Mütterchen Russland noch schützen

Was uns besonders gut gefällt, sind die Abwechslung und die Inszenierung. Schon der Film war ja sehr wuchtig und auch das Spiel zeigt sich so: Massen an Zombies rennen durch die Straßen, was insbesondere aus dem dritten Stock eines Einkaufszentrums heraus richtig beängstigend aussieht. Sie springen auch von Häuserdächern und aus Fenstern, bilden eine Horde, krachen mit dem Kopf voran gegen das Sicherheitsglas unserer Mall - Körper werden zerschmettert, die Scheiben werden immer blutiger - irgendwann zerbrechen sie und die Meute stürmt rein.

World War Z - Stories in Moscow Trailer
Der Trailer zur Zombie-Hatz zeigt euch einige Spielszenen aus Moskau.

Wie genau das Questsystem funktioniert, will Saber noch nicht verraten. Es geht aber recht stark Richtung Hordemodus von Gears of War 3: Sprich, nach jeder Welle gibt’s Equipment in Form von Stacheldraht, MG-Türmen oder elektrisch geladenen Zäunen, die Zombies grillen, wobei sich das je nach Szenario stark ändert: Während New York uns lehren soll, wie die verschiedenen Mechaniken des Koop-Shooters funktionieren, wird Moskau dann die ultimative Prüfung für Profis: Die Moskwa, der Fluss, der Moskau in zwei Hälften trennt, ist gefroren und dient als einzige Verteidigungslinie für den Kreml.

Das Level ist sehr offen, Untote kommen von allen Seiten angerannt, es gibt nur wenige Verteidigungsstellungen: ein U-Boot etwa mit MG-Türmen oder einen Helikopter, dessen Rotoren sich nutzen lassen, um kletternde Zombies zu zerschnetzeln. Wir kämpfen auch in Chemielaboren, wo Zombies verseucht werden, und in der Moskauer U-Bahn, wo ein bisschen Metro-2033-Stimmung aufkommt. Nur eben als Splatter-Zombie-Action, weniger als Stealth-Horror wie in Metro: Exodus.

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