Test - WWE SmackDown! vs. Raw 2006 : WWE SmackDown! vs. Raw 2006

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Wir schreiten zum Main-Event des Abends: Kann der Wrestling-König ’WWE SmackDown’ auf der PS2 seine Herausforderer aus eigenem Hause klar besiegen oder muss er erstmals seit Jahren eine Niederlage einstecken? Alle Einzelheiten erfahrt ihr im folgenden ausführlichen Kampfbericht.

Selber hauen

TV-Sender werden gewechselt, von einem Tag auf den anderen werden prominente Mitarbeiter entlassen, langjährige Kommentatoren in den Ruhestand geschickt, eine Midget Division ins Leben gerufen, anscheinend willkürlich neue Athleten eingestellt und über allem thront die McMahon-Familie, die sich vor den Kameras äußerst seltsam verhält – wem das alles zu chaotisch ist und wer mit den aktuellen TV-Shows der World Wrestling Entertainment zurzeit wenig anfangen kann, der darf in der neuesten Ausgabe der höchst erfolgreichen ’WWE SmackDown!’-Reihe einmal mehr selber in den Ring steigen – wenn auch nur virtueller Natur, was aber ohnehin gesünder ist. Auch ’WWE SmackDown! vs. RAW 2006' spielt sich wie ein typischer Vertreter der Serie und bietet auch größtenteils die zu erwartenden Features. Anders als es der wenig originelle Name vermuten lässt, kann das Spiel aber durchaus mit der einen oder anderen kleinen, aber feinen Neuerung aufwarten. Doch dazu später mehr.

Wie es sich für ein richtiges WWE-Wrestling-Spiel gehört, verfügt ’WWE SmackDown! vs. RAW 2006' über ein breit gefächertes Angebot an WWE-Stars. Neben den altbekannten Charakteren wie Triple H, John Cena, Batista, Undertaker, Kurt Angle, Chris Benoit, JBL, Kane, Edge, Shawn Michaels und Ric Flair finden sich auch einige Jungspunde wie Snitsky, Chris Masters, Heidenreich, die Bashams, Rob Conway, Paul London oder Eugene im Aufgebot. Ebenfalls mit dabei sind die Legenden – so stolzieren der Million Dollar Man, Bret Hart, Hulk Hogan, Andre the Giant, Mankind und Jake ’the Snake’ Roberts wie zu ihren besten Zeiten in den Ring. Ebenfalls wieder mit dabei sind die allseits beliebten WWE-Diven, wobei Christy Hemme, Michelle McCool und Joy Jiovanni ihr Videospiel-Debüt abgeben. Allerdings beschleicht einen ein wenig das Gefühl, dass der Kader nicht mehr ganz up to date ist – so finden sich in der Kämpferriege längst entlassene Wrestler wie Muhammad Hassan, Chris Jericho, Charlie Haas und Spike Dudley wieder. Ebenfalls nicht ganz aktuell sind das Auftreten und die Gimmicks einiger Catcher sowie die Zuordnung zu RAW und SmackDown!.

Battle of the Brands

Damit kommen wir auch schon zur Story, die euch im Season-Modus präsentiert wird. Ihr könnt wahlweise mit einem WWE-Star oder einem selbst gebastelten Wrestler antreten und müsst ein Jahr in der WWE bestehen. Zwischen den Kämpfen führen Zwischensequenzen die Handlung fort und erklären ein wenig, wieso es nun gerade zur nächsten Kampfpaarung kommt. Wie in dem tatsächlichen WWE-Geschehen dreht sich die Story um den Kampf zwischen den beiden Shows RAW und SmackDown!. JBL und John Cena von SmackDown! wollen die RAW-Sendung unterwandern, wodurch natürlich schnell die Gerüchte um einen möglichen Verräter die Runde machen. Außerdem müsst ihr euch mit den General Managers der jeweiligen Show herumschlagen, fiese Animositäten von anderen Catchern ertragen, widerwillig an einer Legenden-Tour teilnehmen und vieles mehr. Im Gegensatz zum Vorgänger überzeugen die Zwischensequenzen mit gelungenen Handlungsfäden, tollen Animationen der Wrestler sowie endlich einer passablen Sprachausgabe der Stars. Leider habt ihr aber wenig Kontrolle darüber, wie die Story verlaufen wird, da es kaum Entscheidungsmöglichkeiten gibt. Immerhin kann das Booking überzeugen – wenn beispielsweise Mick Foley als Mankind in seiner unnachahmlichen Weise über das legendäre Hell-in-a-Cell-Match gegen den Undertaker philosophiert oder Bret Hart in Montreal eine alte Rechnung begleichen will, läuft es eingefleischten Wrestlingfans eiskalt den Rücken herunter.

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