Test - WWE SmackDown! vs. Raw 2006 : WWE SmackDown! vs. Raw 2006

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Ansonsten wird euch mehrheitlich das übliche Modi-Einerlei angeboten. Im Exhibition-Modus dürft ihr ein Match eurer Wahl zusammenstellen, wobei unter anderem Tag Team, Cage, Ladder, TLC, Hell in a Cell, Streetfight, Four Way Dance und Royal Rumble zur Verfügung stehen. Als neue Match-Typen haben es das ’Buried Alive’- und das ’Fulfill your Fantasy’-Match ins Spiel geschafft. In Ersterem müsst ihr euren Gegner in einen Sarg stopfen und die Kiste zuschlagen, in der anderen neuen Matchart dürft ihr den Diven bestimmte Outfits zuteilen und sie in eine Kissenschlacht schicken. Wie schon im Vorgänger könnt ihr durch das Meistern bestimmter Match-Konstellationen dutzende Bonus-Items freischalten bzw. im Shop erwerben. Ebenfalls wieder vorhanden ist der Online-Modus, der nun glücklicherweise deutlich umfangreicher ausfällt als im Vorgänger. Neu dürft ihr des Weiteren die Champion-Titel direkt in Einzelkämpfen aufs Spiel setzen, einen PPV nach euren Wünschen erstellen und im GM-Modus eure eigene Show zusammenbasteln. Dies macht richtig Spaß und erinnert etwas an Coaching-Spielmodi in diversen Sportspielen. Ebenfalls wieder mit dabei ist der hervorragende Create-Modus, in dem ihr einen eigenen Wrestler aus tausenden Parametern und Kleidungsstücken erstellt. Ihr könnt sogar dessen Einmarsch in die Arena bestimmen.

Liebe zum Detail

Spielerisch hat sich im Grunde wenig getan, aber sehr gutes muss ja auch nicht im großen Stil zwangsverbessert werden. Die Tastenbelegung wurde etwas verändert und auch das Move-Timing ist nicht mehr ganz dasselbe – nach einigen Matches fühlt man sich als ’SmackDown’-Veteran aber rasch wieder heimisch. Das Konter-System wurde etwas vereinfacht, zumal nun eingeblendet wird, in welchem Moment ihr welche Tasten für einen Gegenangriff drücken müsst. Gemeinerweise kontern nun aber auch die CPU-Recken deutlich mehr als früher. Davon abgesehen zählt die KI aber nicht gerade zum Besten, was sich vor allem in Team-Matches negativ bemerkbar macht – hier könnten die Entwickler noch nachbessern. Ein großes Lob muss man hingegen für die vielen kleinen Details aussprechen, die es neuerdings in dem Kämpfen zu beobachten gibt. Das fängt damit an, dass der erste Wrestler beim Einmarsch des zweiten in die Halle außerhalb des Ringes steht, geht über typische Situationen wie Doppel-K.O., dem Armfall-Test oder ’Playing Possum’ weiter und manifestiert sich in hübschen neuen Möglichkeiten wie dem Fliehen aus einer Tür im Cage-Match. Viele dieser Features werden in Form von Mini-Spielen ausgetragen. Ebenfalls eine sinnvolle Neuerung ist die Stamina-Anzeige – durch verschiedene Aktionen verliert euer Wrestler an Ausdauer, sodass ihr auf Knopfdruck immer mal wieder eine Verschnaufpause einlegen müsst. Außerdem könnt ihr entscheiden, ob ihr einen Finisher sofort einsetzen oder mit weniger Kraft für später aufsparen wollt. Diese beiden neuen Features bringen etwas mehr Taktik ins Spielgeschehen, was dem Gameplay sehr gut tut.

Die liebe zum Detail findet sich auch in der technischen Gestaltung wieder. Nie zuvor sahen die Wrestler dermaßen realistisch aus – ’WWE SmackDown vs. RAW 2006’ übertrifft diesbezüglich sogar noch mal locker seinen Vorgänger. Umso erfreulicher, dass auch die Animationen deutlich zugelegt haben, und vor allem in den Zwischensequenzen die WWE-Stars durch sehr typische Bewegungsabläufe begeistern. Da verzeiht man schon mal die eine oder andere unsaubere Kollisionsabfrage und die recht langen Ladezeiten. Nicht ganz so gut gefallen kann der Sound. Am besten klingen noch die Sprachausgabe der Wrestler und die typischen Einmarsch-Melodien der Kämpfer. Die 08/15-Rockmusik während der Matches, die seltsamen Kampfgeräusche und der fürchterlich gelangweilte Live-Kommentar der RAW- und SmackDown!-Sprecher fallen dagegen massiv ab. Ebenfalls etwas schade ist, dass die Story-Dialogsequenzen nicht über deutsche Untertitel verfügen. Ein wenig Englischkenntnisse sollten also vorhanden sein.

Fazit

von David Stöckli
THQ hat mit ’WWE SmackDown! vs. RAW 2006’ das Rad nicht gerade neu erfunden, die kleinen, aber feinen Verbesserungen sowie Neuerungen sind aber allesamt sehr gut gelungen und machen den Titel noch etwas besser als den eh schon überzeugenden Vorgänger. Dazu punktet das Game mit einer tollen Grafik, spaßigen neuen Spielmodi und einer unterhaltsamen Story im Season-Modus inklusive der Original-Sprachausgabe der Stars. Wrestling-Anhänger greifen eh zu, aber auch Fans von zünftigen Videospiel-Prügeleien kommen auf ihre Kosten.

Überblick

Pro

  • gewohnt überzeugende Wrestling-Action
  • beeindruckende Grafik
  • toller neuer GM-Modus

Contra

  • zuweilen schwächelnde KI
  • kleinere Kollisionsmängel
  • mieser Live-Kommentar

Wertung

  • PS2
    87
    %

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