Test - WWF SmackDown! 2 : WWF SmackDown! 2

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Die böse dreinblickenden Muskelprotze in den ulkigen Kostümen machen wieder die PSone unsicher. Dank der WWF-Lizenz können die echten Matches aus dem TV originalgetreu nachgespielt werden, inklusive der bekannten Superstars und Matchvarianten. Nur wenige Monate nach dem Release des Vorgängers versucht THQ mit 'WWF Smackdown!2 - Know your Role!' an dessen Erfolg anzuknüpfen. Ist dieses in der kurzen Zeit entstandene Spiel also nur ein lahmes Update oder bietet es dem Wrestling-Fan genügend Neues?

Im Gegensatz zu den USA, wo die Sendungen der WWF (World Wrestling Federation) und WCW (World Championship Wrestling) unglaublich erfolgreich sind und deren Akteure überall bekannt sind, ist das 'Professional Wrestling' in Europa nur gerade eine Nischensportart. Trotzdem gibt es auch hier einige Fans, welche sich die Wrestling-Sendungen auf den jeweiligen Sendern wie tm3, Premiere World und DSF regelmässig anschauen. Klar, dass Videospieler aus diesem Fankreis eigentlich jedes neue Wrestling-Spiel als Pflichtkauf betrachten. Dank stetiger Zunahme an Qualität, rasantem Gameplay und unterhaltsamen Mehrspieler-Modi können aber viele der aktuellen Wrestling-Titel auch 'Unkundigen' Spass machen.

WWF SmackDown! 2
Jeder Wrestler besitzt seine eigene Eingangssequenz.

THQs 'WWF Smackdown!' zählt zur absoluten Spitze der Wrestling-Videospiele. Beim Nachfolger wird ein weiteres mal die stark verbesserte Engine verwendet, die ursprünglich auf der japanischen Wrestling-Spielserie 'Tokun Retsuden' für PSone beruht. Zum Glück haben die Entwickler aber das Spiel nochmals überarbeitet. Auf den ersten Blick fällt einem hingegen nicht viel grundlegend Neues auf. Einige der Wrestler, von denen es mittlerweile über 50 ins Spiel geschafft haben, sehen sogar genau gleich aus wie im Original. Andere hingegen, darunter der Godfather, Undertaker und Al Snow, treten in ihren neuen, aktuellen Kleidern auf. Neu dabei sind beispielsweise 'Right to Censor', Rikishi, Chris Benoit, Dean Malenko, Saturn, Eddy Guerrero, 'Too Cool', Tazz und Albert. Aber auch das weibliche Geschlecht ist mit Lita, Trish Stratus, Stephanie McMahon, Tori und Chyna vertreten. Alle Figuren wirken nun etwas grösser und schwerer, ohne aber langsamer geworden zu sein. Deutlich zugenommen hat dagegen das Move-Repertoire. Euch stehen also noch mehr Würfe, Schläge, Tritte und Griffe zur Verfügung, um den Gegner zu schwächen. Bei Tag-Team-Matches gibt es jetzt sogar spektakuläre 'Double Team'-Moves. Allgemein wurde noch mehr darauf Wert gelegt, dass die Superstars alle ihre typischen Manöver durchführen können.

Bei den Matchvarianten sind zu den alten noch einige neue hinzugekommen. Wie schon im Vorgänger gibt es normale 'Single-' und 'Tag Team'-Matches, 'Thriple Thread', 'Fatal Fourway', 'Battle Royal', 'King of the Ring', 'Special Referee' (neu mit bis zu zwei Schiedsrichtern gleichzeitig), 'Cagematch', 'Royal Rumble', 'Hardcore', 'I Quit' und 'Anywhere Fall'.

WWF SmackDown! 2
Sarg-Matches sind die Domäne des Undertakers.

Neu dabei sind 'Hell in a Cell', 'Laddermatch', 'Tablesmatch', 'Casket', 'Iron Man', 'Slobberknocker' und 'TLC' (Tables, Ladders, Chairs), was allerdings erst freigespielt werden muss. Ihr merkt also, für reichlich Abwechslung ist gesorgt.

Bei 'Hell in a Cell' sind zwei Wrestler in einem grossen Stahlwürfel, der rund um den Ring aufgebaut wurde, eingesperrt. Wer zuerst den Kontrahenten pinnt, ihn also für drei Sekunden auf den Boden presst, gewinnt das Match. Da die Seitenwände des Käfigs aber nicht sonderlich stabil sind, kann es bei einem harten Manöver dagegen schon mal passieren, dass ein Gitterteil herausbricht und die Kämpfer den Ring verlassen können. So steht sogar einer Prügelei auf dem Stahlwürfel nichts mehr im Wege. Fiese Spieler werfen den Gegner in die Tiefe und springen dann auf ihn drauf.

WWF SmackDown! 2
Zwischensequenzen führen die Fehden voran.

Im 'Laddermatch' hängt der zu gewinnende Titel hoch über dem Ring. Nun muss der Gegner solange geschwächt werden, bis ihr schnell die herumliegende Leiter an der richtigen Stelle platzieren, heraufklettern und euch den Titel krallen könnt. Aber Achtung, ein beherzter Tritt vom anderen Kämpfer an die Leiter bringt euch schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Natürlich lässt sich die Metallleiter wunderbar als Absprungsplattform oder als Schlagwerkzeug missbrauchen. Eine noch etwas härtere Variante dieser Matchart ist das 'TLC'. Hier liegen neben der Leiter noch zwei Tische und ein Stuhl herum, die natürlich gegen den Kontrahenten eingesetzt werden dürfen. Phantasievolle Spieler bauen beispielsweise ausserhalb des Rings einen Tisch auf, legen den geschwächten Gegner darauf, klettern auf die im Ring stehende Leiter und springen schlussendlich auf den anderen Wrestler, der dabei krachend durch den Tisch fällt. Ebenfalls um Tische geht es im 'Tablesmatch', wo es das Ziel ist, den Gegner so auf einen Tisch zu werfen, damit das Möbelstück auseinanderbricht. Konter-Moves auf dem wackeligen Tisch machen das Match besonders spannend.

 

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