Special - Xbox - Wochen Special Tag 2: Xbox - Die Konsole : Special

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Der Countdown tickt - schon bald dürfen endlich auch die europäischen Videospiele-Fans Microsofts Xbox erstehen. Doch was erwartet sie beim Kauf der westlichen Konsole? Wir haben die Hardware genaustens unter die Lupe genommen und mit PlayStation 2 und GameCube verglichen. Ausserdem verraten wir euch, was für Vorzüge und Nachteile die Xbox und das Joypad mit sich bringen, berichten über das erhältliche Zubehör und informieren über das Dashboard - das Xbox-Systemmenü.

Doch was für eine Technik schlummert in der Xbox und was für Features warten auf den Kunden? Als erstes fällt wohl die Grösse der schwarzen Kiste mit dem grünen Logo in der Mitte auf. Denn die Xbox misst noch mehr als eine PlayStation 2 und braucht etwa doppelt so viel Stellfläche wie ein GameCube. Dass so ein wuchtiges Teil auch ganz schön schwer ist, überrascht nicht. Immerhin ist der Lüfter nicht ganz so laut wie zunächst befürchtet - Sonys Konsole ist da auch nicht leiser. Während die Form eher an eine klassische Konsole erinnert, verfügt die Xbox wie auch die PS2 über eine DVD-Schublade, die per Knopfdruck aus der Vorderseite herausfährt. Neben dem auffällig grossen Knopf auf der Vorderseite, der für das Öffnen und Schliessen der DVD-Schublade zuständig ist, findet sich noch ein kleinerer Knopf, mit dem sich die Konsole ein- und ausschalten lässt - auf einen Resetbutton verzichtete Microsoft hingegen.

In diesem grossen dunklen Gehäuse schlummert eine beachtliche Hardware: Über satte 64 MB Memory und 733 MHz CPU-Speed verfügt die Xbox - mehr als alle bisherigen Konsolen inklusive GameCube und PlayStation 2, wobei man beachten muss, dass ein Technikvergleich keineswegs zeigen muss, welche Konsole dann schlussendlich am TV-Screen die beste Optik hat. Für die Grafik wurde ein modifizierter nVidia nForce2a-Prozessor (250 MHz) integriert, wohingegen ein kraftvoller Soundchip mit 256 Audio-Kanälen für hervorragenden Sound sorgen soll. Dieser Chip kann die Daten direkt in Dolby Digital 5.1 umwandeln, ohne damit den Hauptprozessor zu belasten. Auch im Bereich Texturen lässt die Xbox ihre Muskeln spielen: Innerhalb eines Renderschritts lassen sich vier Textur-Schichten berechnen. Somit lassen sich beeindruckende Effekte wie Bumpmapping oder Umgebungsreflektionen realisieren, ohne dass die sonstige Leistung geschwächt wird. Erstmals in der Konsolengeschichte ist in die Konsole eine Festplatte eingebaut, die acht Gigabyte umfasst. Dieses Feature bringt den Vorteil, dass man Spielstände nicht zwingend auf Memory Cards speichern muss und dass umfangreiche Dateien eines Spiels temporär ausgelagert werden können - installieren müsst ihr die Xbox-Games aber vor dem Spielen natürlich nicht. Ebenfalls praktisch: Ihr könnt eure Lieblings-MusikCD-Tracks auf der Festplatte speichern und dann in einige Spiele als Hintergrundmusik integrieren. Weiter ist die integrierte Breitband-Karte bisher einzigartig, mit der zukünftig Online-Gaming möglich sein soll - vor 2003 wird daraus in Europa aber wohl noch nichts.

Der Vorteil einer integrierten Festplatte und eines Breitband-Anschlusses im Gegensatz zum möglichen nachträglichen Aufrüsten wie bei der PlayStation 2 liegt auf der Hand - die Entwickler können bei jeder Xbox voll auf diese Features setzen und müssen keine diesbezüglichen Kompromisse eingehen. Neben diesen eigentlich PC-typischen Komponenten sprechen auch die auf DirectX-basierenden Entwicklerkits auf eine Nähe zum PC. Microsoft will allerdings mit der Xbox nicht einen 'PC für den TV', sondern eine reine Spielmaschine wie sonstige Konsolen anbieten. Daher wird man mit der Xbox wohl nie durchs Internet surfen und E-Mails schreiben können und die PC-nahe Entwicklung soll mehr den Programmieren helfen, statt bloss einfache Umsetzungen von PC-Spielen zu ermöglichen.

In punkto Anschlüsse bietet die Xbox allerdings wenig Spektakuläres. Immerhin sorgen die vier Joypad-Ports an der Frontseite dafür, dass gesellige Spieler keinen solchen Mehrspieler-Adapter kaufen müssen. Auf der Rückseite finden sich wie auch bei anderen Konsolen ein Eingang für das TV-Anschlusskabel und eine Buchse für das Stromkabel. Ausserdem ist hier auch der Eingang für die Breitband-Verbindung vorhanden. Standardmässig werden der Xbox die üblichen Cinch-Kabel und ein Euro-AV-Adapter beiliegen - ein besseres Bild erreicht man allerdings über separat erhältliche S-Video- und RGB-Kabel, bei denen auch ein optischer Eingang für den Anschluss an eine Dolby Digital-Anlage zu finden ist. Eine Anschlussmöglichkeit an einen PC-Monitor wie zum Beispiel bei Segas Dreamcast ist hingegen nicht möglich.

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