Preview - 24: The Game : 24: The Game

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Jack Bauer – ein Name, dessen bloßer Klang die meisten TV-Terroristen bereits dazu veranlasst, die Stadt, das Land oder besser gleich den eingeschlagenen Berufsweg zu verlassen. In den mittlerweile vier Staffeln (Nummer fünf ist gerade in Arbeit) des Fernsehthrillers ’24’ bewahrte der ebenso pflichtbewusste wie skrupellose Anti-Terror-Ermittler die Vereinigten Staaten bereits vor diversen Worst-Case-Szenarien.

Ein Mann für alle Fälle

Ob Präsidentenattentat, Atombomben-Bedrohung, Virenanschlag oder nuklearer Holocaust: Mehr als 24 Stunden benötigt der von Kiefer Sutherland verkörperte CTU-Agent (’Counter Terrorist Unit’) nie, um selbst brenzligste Ausnahmezustände zu entschärfen. Zweifellos hervorragender Stoff für eine Videospielumsetzung – sofern die richtigen Leute am Werk sind. Die Vorzeichen stehen dabei gar nicht schlecht, denn Sonys Cambridge Studios haben sich dazu entschlossen, das neue Medium dazu zu nutzen, einige noch offene Fragen zu klären. Weniger enthusiastische Entwickler hätten sich sicherlich damit begnügt, die zahlreichen Fans der Serie mit der Adaption einer bereits ausgestrahlten Staffel zur Kasse zu bitten. Stattdessen bemüht sich ’24: The Game’ aber darum, die Schatten um Bauers Treiben zwischen der zweiten und dritten Spielzeit der TV-Serie zu lichten.

Verstärkung fürs Entwicklerteam

Damit dies auch glaubwürdig gelingt, entspringt die Handlung des Spiels aus der Feder des Autorenteams, das schon die TV-Vorlage zum Quoten-Knüller machte. Überhaupt erfährt die ’Verspielung’ des innovativen Thriller-Formats eine beachtliche Unterstützung vonseiten des TV-Mutterkonzerns FOX: Sämtliche Hauptcharaktere leihen den Spielfiguren Aussehen und Stimme. Freut euch also schon jetzt auf ein Wiedersehen mit Tony, Michelle und Kim! Viele der Serien-Markenzeichen, wie der Adrenalin fördernde Soundtrack und die beliebten Splitscreen-Einstellungen, haben in gewohnter Qualität den Weg in die ambitionierte Versoftung gefunden und bürgen ebenfalls für größtmögliche Authentizität.

Alles für die Fans

Ebenso originalgetreu auch der Aufbau des eigentlichen Spiels. Zu Beginn jeder Stunde klärt euch eine Einblendung über die Uhrzeit auf – das Spiel ist also in 24 Hauptmissionen unterteilt. Selbstverständlich wird auch eine Nettospielzeit von ungefähr einem Tag angepeilt. Insgesamt soll der Spieler ungefähr 100 Aufgaben in diesem festen Zeitrahmen zu lösen haben. Meist steuert ihr den digitalisierten Terroristenschreck Bauer aus der Third-Person-Perspektive und eröffnet mit vielfältigen Schusswaffen das Feuer auf die Staatsfeinde. In der uns vorliegenden Vorabfassung wartete mit Chase Edmunds ein zweiter spielbarer Agent auf eure tatkräftige Unterstützung. Im finalen Produkt sollen laut Hersteller je nach Spielsituation auch weitere bekannte Charaktere steuerbar sein.

Third-Person-Hausmannskost

Auf eurem Weg durch verfallene Militärbasen und versteckte Terror-Hauptquartiere lehnt sich der jeweilige Protagonist auf Knopfdruck gegen Wände oder das vielfältige Mobiliar, um seine Feinde aus der Deckung heraus aufs Korn zu nehmen. Während der langen und ausgiebigen Schusswechsel ist es möglich, beträchtlichen Sachschaden am wenig beneidenswerten Interieur anzurichten. Die ansprechende Physik-Engine lässt hierbei Scheiben ansehnlich zersplittern und Gasflaschen wie Bürostühle realitätsnah durch die Räumlichkeiten purzeln. Für ein ansprechendes Maß an Dynamik ist also gesorgt.

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