Preview - Dungeons & Dragons Online: Stormreach : Dungeons & Dragons Online: Stormreach

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Totgesagte leben länger – nach dem MMORPG-Urgestein 'Asheron's Call' und dem Flop des Sequels meldet sich Turbine mit einem neuen MMORPG zurück. 'Dungeons & Dragons Online' hält sich dicht an die Pen&Paper-Vorlage und versucht, das Genre mit frischen Ideen aufzupeppen. Wir konnten uns eine Weile mit der aktuellen Beta-Version des Spieles beschäftigen, die auf dem Regelwerk 3.5 der 'D&D'-Vorlage basiert und euch im PvE in zahllose Dungeons verfrachtet.

Das ganze Geschehen ist in der noch recht neuen Spielwelt Eberron angesiedelt, Turbine verschont uns mit einem weiteren Ausflug zu den hinlänglich bekannten Forgotten Realms. Vor dem Spiel steht wie üblich die Charaktererstellung, bei der euch fünf Rassen und neun Klassen zur Verfügung stehen. Hierbei erwarten euch wenig Überraschungen; Halblinge, Zwerge und Elfen sind ebenso vertreten wie Krieger, Barden, Kleriker oder Schurken. Dafür habt ihr einiges an Möglichkeiten, das Aussehen eures Recken nach eigenem Geschmack zu gestalten. Nach ein paar Einstiegsaufgaben, die als Tutorial dienen, könnt ihr euch dann auch gleich frisch ins Geschehen stürzen.

Treff- und Sammelpunkt für die Abenteurer sind die Tavernen. Dort könnt ihr euch unter anderem von euren Abenteuern erholen und zwischen den Ausflügen eure Gesundheit regenerieren. Quests gibt es in den Straßen der Stadt, wobei die Questgeber zumeist nah an den Eingängen zu den Dungeons platziert sind. Ebenfalls in den Straßen findet man die Trainer für die verschiedenen Klassen. Das Charaktersystem bietet derzeit zehn (geplante) Charakterlevel mit jeweils vier Unterstufen und hält sich sehr eng an die 'D&D'-Regeln. Dadurch wird nicht nur reine Spezialisierung geboten, sondern ab einem bestimmten Zeitpunkt auch Mischklassen.

Dungeons, Dungeons, Dungeons

Von der Struktur her bietet 'DDO' Quests in instanzierten Dungeons, deren Schwierigkeitsgrad ihr beim Betreten selbst in drei Stufen bestimmen könnt. Anders als in den meisten Genrevertretern hat das Lösen von Quests absoluten Vorrang, um besseres Equipment oder Erfahrungspunkte zu erhalten. Die Gegner lassen keine Beute zurück und das Erlegen von Feinden verschafft euch auch keine Erfahrungspunkte. Letztere erhaltet ihr grundsätzlich erst nach dem Lösen einer Quest. Erreicht ihr erfolgreich das Ende eines Dungeons, wartet dort auf die Teilnehmer eine Schatzkiste, in der auf jedes Mitglied der Gruppe ein spezifischer Gegenstand wartet. Im Prinzip eine gute Idee, die den Ausflug in einen Dungeon lohnenswerter macht als das übliche Zufallsprinzip.

Ein Nachteil der Dungeons ist natürlich, dass die beliebten zufälligen Begegnungen von Spielern in den offenen Welten anderer Spiele auf Eis gelegt sind bzw. sich auf die Städte beschränken. Oder um es mit Vergleichen zu sagen: Die Städte wirken wie die Chats im Battle.Net, wo man sich für eine gemeinsame Session trifft. Da sich das ganze Geschehen auf diese beiden Aspekte reduziert, wirkt die Spielwelt nicht wirklich wie eine lebendige und frei begehbare Welt. Dieser Eindruck wird durch die Ladezeiten beim Betreten von Instanzen und Gebäuden noch verstärkt.

Nur etwas für Gruppenspieler

Die Dungeons haben es allerdings in sich und zumeist werdet ihr euch ohne Gruppe an den Aufgaben die Zähne ausbeißen – förderlich für das Zusammenspiel, aber auch demotivierend für Spieler, die gern mal eine Runde solo unterwegs sind. Ein Aspekt, den man noch beobachten muss: Die Gefahr ist groß, dass hierdurch die Möglichkeiten der Spieler, sich in der Spielwelt zu beschäftigen, stark eingeschränkt werden. Das Spiel in den Dungeons erfordert zudem ein gewisses Maß an Taktik, da die Skills der Charaktere nicht unbegrenzt einsetzbar sind. Da ist es schon wichtig, die richtige Fähigkeit zur richtigen Zeit einzusetzen, um zum Ende hin nicht mit leeren Taschen dazustehen.

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