News - Epic Games : Fortnite-Entwickler will Steam Konkurrenz machen

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    Epic Games hat mit Fortnite einen unerwartet riesigen Erfolg gefeiert und hat dadurch finanziell nun ganz neue Möglichkeiten. Künftig will man es daher mit dem PC-Branchenprimus Steam aufnehmen und eine eigene Distributionsplattform etablieren.

    Epic Games will die riesige Verbreitung des Blockbusters Fortnite nun anderweitig nutzen und künftig Steam von Valve den Kampf ansagen. Demnach plant das Entwicklerstudio nun einen eigenen Online-Store für PC-Spiele, der nicht nur die Fortnite-Spieler anlocken soll, sondern auch allerhand externe Entwickler.

    Wenn ein Entwicklerstudio bei Steam ein Spiel einstellt, dann nimmt sich Valve pro Verkauf satte 30 Prozent als Umsatzbeteiligung in Form entsprechender Gebühren. Hier möchte Epic Games im eigenen Store ebenfalls ansetzen und Studios eine deutlich günstigere Option an die Hand geben. Epic selbst will im Epic Games Store nämlich nur eine Umsatzbeteiligung von 12 Prozent erheben - satte 18 Prozent weniger als Valve.

    Der Zugang zum Epic Games Store erfolgt in Verbindung mit einem neuen Launcher, den Epic gegenwärtig fertigstellt; über diesen Launcher erhalten PC-Spieler auch Zugang zum Blockbuster Fortnite.

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    "Während wir Fortnite betrieben haben, haben wir viel über die Kosten des Betriebs eines digitalen Stores auf dem PC gelernt", so Epic-Gründer und CEO Tim Sweeney. Demnach werden die Fixkosten laut Sweeney recht schnell vernachlässigbar, je größer der Umfang des Stores wird. Laut den eigenen Analysen würden Anbieter mit einer Umsatzbeteiligung von 30 Prozent an Verkäufen - also wie Valve - die eigenen Kosten zwischen 300 und 400 Prozent übertreffen und entsprechende Gewinne einfahren.

    Die Rechnung für Epic Games ist daher einfach: Selbst wenn man 88 Prozent des Umsatzes bei den Entwicklerstudios belässt, dann würde sich der Epic Games Store immer noch lohnen. Gleichzeitig hätten Entwickler aber mehr von ihren Titeln.

    Außerdem plant Epic Games in diesem Zusammenhang, Entwicklern die 5-prozentige Beteiligung an Spielumsätzen beim Einsatz der hauseigenen Unreal Engine zu erlassen, wenn die Spiele über den Epic Games Store veröffentlicht werden. Den Vertriebsweg werden aber auch Spiele mit anderen Engines nutzen können.

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    Laut Sweeney hätten sich die Zeiten der digitalen Veröffentlichung längst geändert. Früher sei eine Aufteilung mit dem Schlüssel 70/30 sehr effizient gewesen, aber 12 Jahre nach der Revolution mit digitalen Vertriebswegen hätte sich dieser Schlüssel immer mehr für die Anbieter wie Steam, App Store und Google Play gelohnt. Ein digitaler Store könne aber auch mit dem Schlüssel 88/12 sehr profitabel arbeiten - und das will man nun beweisen.

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