Special - Daedalic: Eine neue Ära bricht an : Herr der Ringe, A Year of Rain, Lord of the Dead und 3 weitere Spiele

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Felix the Reaper

Das Spiel muss man einfach liebhaben! Allein schon für seinen herzallerliebsten Hauptcharakter und den Untertitel „Eine Romantic Comedy über das Leben nach dem Tod“. Es geht um Felix, der seinen neuen Job als frischgebackener Sensenmann beim Ministerium des Todes antritt. Doch statt in seiner neuen morbiden Berufung aufzugehen, Menschen über den Jordan zu geleiten, schlägt das Herz des pummeligen Felix für ungelenken Ausdruckstanz und eine Frau, die tragischerweise auf der anderen Seite von Himmel und Hölle, beim Ministeriums des Lebens, arbeitet. Felix the Reaper wirkt dergestalt wie ein Knobelspiel in der Tradition von Sokoban oder Gobliiins mit einem Setting, das an Tim Schafers Klassiker Grim Fandango erinnert. Und Saturday Night Fever.

Felix the Reaper - Teaser Trailer
In Felix the Reaper spielt ihr den frischgebackenen Sensenmann Felix und müsst unbemerkt Leute um die Ecke bringen.

Worum geht es? Felix the Reaper ist ein Puzzle-Game, das wie die eben genannten Titel auf einer sehr simplen Spielmechanik beruht, die sich zu immer komplexeren und kniffligeren Rätseln aufschaukelt. Als Sensenmann müsst ihr in jedem Level für das Ableben eines vom Schicksal zum Tode verurteilten Geschöpfes sorgen: Beispielsweise wirft ein Jäger seinen Speer nach einem Hirsch, verfehlt diesen jedoch. Also müsst ihr etwas nachhelfen, damit sich die tödliche Bestimmung doch noch erfüllt.

Als Kreatur der Finsternis darf sich Felix jedoch nicht dem Sonnenlicht aussetzen. Folglich dürft ihr ihn nur im Schatten von Bäumen und Gebäuden bewegen. Felder auf dem Spielfeld, die von der Sonne beschienen werden, stellen unüberwindliche Hindernisse für ihn dar. Der „Dreh- und Angelpunkt“ des Spielmechanik ist in diesem Fall ein ganz wörtlicher: Denn ihr verfügt über die Fähigkeit, den Stand der Sonne um 90 Grad zu drehen und damit den Schattenwurf von der einen Seite des Spielfeldes auf die andere zu verschieben. Auf diese Weise lotst ihr Felix von Schatten zu Schatten, um die verschiedenen, meist von sehr schwarzem Humor durchdrungenen Aufgaben zu erledigen.

Das Spiel führt nach und nach neue Elemente ein und wird dadurch schnell ziemlich knifflig: Mit verrückbaren Baumstämmen etwa schafft ihr Schatten an Orten, an denen sonst keiner fällt, Teleporter bringen euch in Regionen der Level, die auf direktem Wege nicht erreichbar sind, und je nachdem ob eine Flagge gehisst ist oder auf Halbmast steht, wirft sie ihren Schatten auf unterschiedliche Wege.

Felix the Reaper besticht aber nicht nur durch seine intelligente Rätselmechanik. Wie nur die besten Puzzlespiele à la Portal rahmt es diese in eine herzergreifende Geschichte und ein kreatives Art-Design, das ähnlich wie der Film Nightmare Before Christmas zwischen makaberem Surrealismus und sympathischer Drolligkeit pendelt.

Iratus: Lord of the Dead

Wie Darkest Dungeon, nur umgekehrt. Als untoter Nekromant Iratus erwacht ihr in den tiefsten Tiefen eines Dungeons und kämpft euch den Weg an die Oberfläche frei. Im Gegensatz zu den meisten Genrevertretern spielt ihr in Iratus: Lord of the Dead einen durch und durch bösen Charakter, der buchstäblich über Leichen geht. Denn eure Party aus Minions und Monstern baut ihr wie Frankenstein aus den Einzelteilen eurer zerstückelten Gegner zusammen – die vorwiegend aus strahlenden Helden bestehen, die im Dungeon nach Ruhm und Reichtum suchen.

Iratus: Lord of the Dead - Announcement Teaser Trailer
Mit Iratus: Lord of the Dead hat Daedalic Entertainment ein neues Taktik-RPG für Sommer 2019 auf dem PC vorgestellt.

Iratus: Lord of the Dead ist damit in gewisser Weise das Dungeon-Keeper-Pendant zu Darkest Dungeon, ein Spiel mit umgekehrten Vorzeichen, jedoch ungleich düsterer und brutaler als das Vorbild, aber dank Permadeath nicht minder hardcore. Mit seinen unzähligen Möglichkeiten, Kreaturen zu schaffen, diese mit Ausrüstung und Fähigkeiten auszustatten und dem komplexen Rundenkampfsystem fühlt man sich als Spieler im ersten Moment etwas erschlagen, doch erstaunlich schnell kommt man rein – und dann nicht mehr davon los.

Das vom russischen Entwickler Unfrozen entwickelte Taktik-RPG geht im Sommer in den Early Access. Dann könnt ihr euch selbst ein Bild davon machen.

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