Special - Grafikkarten-Vergleich 02/10 : Diese GPUs lohnen sich

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Willkommen im Dschungel-Camp. Hier seht ihr den Wald vor lauter Grafikkarten nicht, da ATI und Nvidia lieber ein Modell zu viel als zu wenig in den Handel bringen. Das Positive: eine hohe Vielfalt für jedes Einsatzgebiet. Über 20 aktuelle Beschleuniger fristen ihr Dasein, unterteilt in Versionen mit unterschiedlichen Taktraten, Grafikspeichern und Kühlern - relevante Vorgänger noch nicht mit eingerechnet. Ein paar Monate nach unserer letzten Kaufempfehlung kramen wir wieder unseren PC und den Taschenrechner heraus und verraten euch, welche Karten sich lohnen - und welche nicht.

Dieser Grafikkarten-Vergleich wurde durch einen aktuellen ersetzt. Ihr findet den neuesten Vergleich auf dieser Website.

 

Angespanntes Warten

Noch steckt ATI seinen grünen Konkurrenten Nvidia leistungstechnisch in die Tasche. Das zeigte zuletzt unser Round-up, in dem wir die Performance gängiger Grafikkarten verglichen. Das ATI-U-Boot hört die Wasserbomben jedoch schon ticken. Nvidias Fermi-Generation könnte sich im nächsten Monat zum Radeon-Zerstörer entwickeln, wenn, ja, wenn die Grafikschmiede alles richtig macht. Immerhin gilt es, eine starke Radeon HD 5870 zu schlagen, deren Leistung das aktuelle Geforce-Alphamännchen GTX 285 im Handumdrehen versenkt.

Was passiert, wenn Produkte keine Konkurrenz fürchten und knapp sind? Richtig, der Handel lässt sie sich gut bezahlen. Eine HD 5870 springt erst ab 345 Euro über die Ladentheke, teurer als noch zur Markteinführung. Auch die etwas schwächere Schwester HD 5850 bleibt konstant bei 250 Euro. Wenigstens verbessert sich langsam die Verfügbarkeit der beiden Karten, sodass ihr mittlerweile wesentlich einfacher an einen schnellen DirectX-11-Boliden kommt. Geforce-Engpässe existieren zwar nur in Einzelfällen, dafür kostet eine Geforce GTX 285 mehr als die flinkere HD 5850.

Aktuelle Grafikkarten im Benchmark-Vergleich

Die Wahl zwischen ATI und Nvidia hängt nicht nur von der absoluten Performance ab. Neuere Nvidia-Beschleuniger unterstützen zum Beispiel PhysX und das für Spieler eher uninteressantere CUDA, was ATI nicht bieten kann. Dafür liegen Radeons bei achtfacher Kantenglättung vor den Nvidia-Kollegen, außerdem bietet die jüngste Generation DirectX 11 und Eyefinity (HD-5000-Serie), mit dem ihr bis zu drei Bildschirme gleichzeitig betreiben könnt. In der Bildqualität nehmen sich die beiden Lager wenig.

Grafikkarten bis 100 Euro

In dieser Kategorie seid ihr richtig, wenn ihr mit moderaten Auflösungen, wie 1.280 x 1.024 Pixeln, zockt und dabei Wert auf mittlere bis hohe Grafikeinstellungen legt. Eine großartige Kantenglättung dürft ihr zwar nicht erwarten, dafür aber flüssige Frame-Zahlen in aktuellen Spielen. ATI und Nvidia sind in dem Bereich mit zahlreichen Vertretern aufgestellt, wobei die schnelleren Karten erst ab 80 Euro im Einkaufswagen landen.

Leistungsempfehlung: Radeon HD 5750

Selbst für unter 100 Euro liefert ATI den Einstieg ins moderne Zeitalter. Die HD 5750 bringt eine solide Leistung auf dem Level einer Geforce GTS 250 und kostet leicht über 95 Euro - für die GTS 250 werden 85 Euro fällig. Bei Dingen wie DirectX 11, einem effizienten Stromsparmodus im Idle-Betrieb sowie GDDR5-Speicher kann die Geforce kaum mithalten, dafür reicht PhysX als einziges Gegenargument nicht aus. Außerdem können Erfahrene eine 5750 übertakten, um gut 15 Prozent mehr Leistung herauszuholen, ohne dabei nennenswerte Nachteile hinnehmen zu müssen. Genau deswegen eignet sich eine HD 4770 oder 4870 nicht als Alternative, da beide lauter sind und mehr Strom fressen - ganz zu schweigen vom fehlenden DirectX 11 und Eyefinity.

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