Special - Hitman : Erklärt: Die ganze Story von Agent 47

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Entwickler Io-Interactive bezeichnet die Hitman-Reihe selbst als „Creative Stealth Action Game“, in der ihr den „ultimativen Auftragskiller“ spielt. Kreativität ist tatsächlich das große Aushängeschild aller Hitman-Spiele, die von Beginn an mit zahlreichen Möglichkeiten auftrumpften, mit denen ihr eure Ziele meucheln konntet. Das gilt auch für das neue Hitman 2. Wir blicken anlässlich des Releases zurück auf die Evolution der Reihe vom ersten bis zum letzten Hitman. Achtung: Spoiler!

Eigentlich wirkt es kontraproduktiv, wenn die Hauptfigur als „ultimativer Auftragskiller“ so unauffällig und wandelbar wie möglich aussehen muss, um jederzeit untertauchen zu können, aber gleichzeitig so markant, dass er eine ganze Spielreihe tragen kann. Io-Interactive gelang dieses Kunststück mit Agent 47 und seinem jederzeit wiedererkennbaren, aber gleichzeitig alltäglich wirkenden Glatzkopf und dem berühmten Strichcode-Tattoo.

Hitman History - Teil 1: Der ultimative Auftragskiller
Wir werfen in dieser Hitman-History einen Blick zurück auf alle Teile der Reihe. In Teil #1 beleuchten wie die Anfänge von Agent 47 und auch seinen Höhepunkt?

Hitman: Codename 47

Im Jahr 2000 konnten PC-Spieler die stoische Mörderglatze zum ersten Mal in Hitman: Codename 47 steuern. Als „Subjekt 47“ entkamt ihr aus einem Sanatorium und damit aus den Fängen des bösen Dr. Ort-Meyer. Aufgrund seiner Ausbildung schloss sich 47 daraufhin als Agent der sogenannten ICA, also der International Contract Agency, als Auftragskiller an.

Am Ende stellte sich jedoch heraus, dass im Hintergrund weiterhin Dr. Ort-Meyer die Fäden zog, der 47 aus seinen eigenen sowie den Genen seiner Mitverschwörer erschaffen hatte. Sein Traum war eine ganze Klonarmee unter seiner Kontrolle. Grund genug für 47, den fiesen Doktor schließlich vom Angesicht der Welt zu fegen.

Die verschiedenen Auftragsziele, die sich später als Dr. Ort-Meyers Mitverschwörer herausstellten, führten euch rund um die Welt. Damit legte schon der erste Teil einen der Grundsteine für die gesamte Hitman-Reihe. Das gilt gleichermaßen für die grundsätzlichen Spielmechaniken, da ihr eure Aufträge möglichst unauffällig durchführen musstet. Dabei halfen euch schon damals unter aanderem verschiedene Verkleidungsmöglichkeiten, mit denen ihr euch Zugang zu neuen Bereichen verschaffen konntet.

Der Spielablauf gestaltete sich innerhalb der Missionen nichtlinear, da es euch überlassen blieb, auf welche Weise ihr zum Beispiel jemanden erledigt. Eine Art Bezahlsystem motivierte dazu, die Kills möglichst kostengünstig auszuführen, da ihr für Waffen und Munition bezahlen musstet.

Im Gegensatz zu späteren Teilen war es in Hitman: Codename 47 nicht möglich, während der Missionen zu speichern. Was Hitman: Codename 47 von seinen Nachfolgern ebenfalls unterschied, war seine Indizierung in Deutschland. Hauptgrund dafür war die damals noch schockierend wirkende Ragdoll-Engine, mit der tote Körper animiert wurden. 2012 wurde Hitman: Codename 47 wieder vom Index genommen.

Hitman 2: Silent Assassin

Mit Indizierungsschwierigkeiten musste sich Hitman 2: Silent Assassin zum Glück nicht mehr herumschlagen. 2002 erschien Hitman 2 als erstes Spiel der Reihe nicht nur für den PC, sondern auch für die damals aktuellen Konsolen. Abermals galt es, interessante Menschen auf der ganzen Welt kennenzulernen und abzumurksen.

Im Gegensatz zum Bezahlsystem, das kurzerhand gestrichen wurde, feierten das Verkleidungssystem sowie diverse Waffen ihre Rückkehr und wurden unter anderem durch die Möglichkeit ergänzt, Personen mit Chloroform zu betäuben.

Den Namen trägt das Spiel aufgrund der Missionsbewertungen nach Abschluss der einzelnen Aufträge. Das ideale Ziel war, durch möglichst unauffälliges Vorgehen die Auszeichnung als "Silent Assassin" zu erhalten. Zu eurer Unterstützung führte Hitman 2 eine Anzeige ein, die euch jederzeit klarmachte, wie viel Verdacht ihr gerade erregt.

Die kaum erwähnenswerte Story in Hitman 2 drehte sich um eine Entführung. Deutlich bemerkenswerter als die Handlung war der meisterhafte Soundtrack von Jesper Kyd, der vom Budapester Symphonieorchester eingespielt wurde.

Hitman 2: Silent Assassin - GC Trailer
Neben dem neuen 'Republic' Trailer konnte Eidos auf der Games Convention in Leipzig auch noch mit einem brandneuen Trailer zu 'Hitman 2: Silent Assassin' aufwar

Hitman: Contracts

2004 führte Io-Interactive die Meucheltour mit einem ungewöhnlichen Teil fort: Hitman: Contracts spielte primär in der Vergangenheit, anstatt mit der Geschichte konsequent vorwärtszugehen. Die Missionen in Hitman: Contracts bestanden größtenteils aus Erinnerungen von Agent 47 an alte Missionen, wovon einige sogar direkte Remakes von Aufträgen aus dem ersten Hitman-Spiel darstellten.

Contracts ist der wohl düsterste Hitman-Teil überhaupt. Das gilt vor allem fürs Visuelle: Viele Missionen spielten nachts oder bei sichteinschränkendem Wetter. Bei einem Auftrag namens "The Meat King's Party" wurdet ihr obendrein mit menschlichen Körperteilen konfrontiert.

Hitman: Contracts bot insgesamt nur wenige Detailänderungen gegenüber dem Vorgänger. Außerdem war es leichter als jemals zuvor, sich komplett durchzuballern. Positiv zu vermerken ist ein stärkerer Fokus auf von 47 arrangierte Unfälle. Einen deutlich größeren Sprung in der Evolution der Hitman-Reihe vollzog aber erst der nächste Teil.

Hitman Contracts - Trailer
Eidos und IO Interactive haben einen ersten Trailer von 'Hitman Contracts' veröffentlicht. Das Movie zeigt zwar noch keine In-Game-Szenen, stimmt aber in rund z

Hitman: Blood Money

Hitman: Blood Money trumpfte 2006 mit zahlreichen Verbesserungen und Neuerungen auf. Die Art und Weise, wie ihr eine Mission abgeschlossen habt, beeinflusste beispielsweise den Schwierigkeitsgrad der folgenden Missionen. Innerhalb des Spiels wurde das durch den Bekanntheitsgrad von 47 deutlich gemacht: Fiel er zu sehr auf, tauchte er vermehrt in Zeitungsberichten auf, was es erschwerte, im nächsten Auftrag unerkannt zu bleiben.

Zudem konnten euch Videokameras aufzeichnen, was bedeutete, dass ihr die Kassette mit eurer Aufnahme darauf suchen und entfernen musstet, wenn ihr anonym bleiben wolltet. Die Aktionsmöglichkeiten von Agent 47 wurden erweitert, sodass ihr nicht nur besser durch die einzelnen Level navigieren, sondern zum Beispiel auch NPCs als Schutzschild nutzen konntet. Außerdem kehrte unter anderem das Bezahlsystems aus dem ersten Teil, jedoch mit neuen Features, zurück, mit dem ihr in Blood Money nicht nur Waffen, sondern auch Waffen-Upgrades und Missions-Informationen kaufen konntet.

Hitman: Blood Money - Trailer
Zu 'Hitman: Blood Money' gibt es einen neuen Trailer. Ganze zwei Minuten an spektakulären Zwischensequenzen erwarten euch.

Die Geschichte in Hitman: Blood Money war wie der Rest des Spiels deutlich aufwendiger gestaltet als in den Vorgängern, bot zwei mögliche Enden und drehte sich um eine konkurrierende Assassinen-Organisation, die fast die komplette ICA inklusive Agent 47 auslöschte.

Mit Hitman: Blood Money lieferte Io-Interactive 2006 das bis dahin rundeste Spiel der Reihe und damit einen der absoluten Lieblingsteile der Fans ab. Das Leveldesign erreichte neue Höhen und die Kreativität, mit der ihr eure Aufträge ausführen konntet, motivierte dank der spielerischen Abwechslung und dem Wiederspielwert ungemein.

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