Preview - Import Tuner Challenge : Import Tuner Challenge

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Während man hierzulande hauptsächlich mit ’Need for Speed’ seine Runden in getunten Flitzern dreht, stehen bei den japanischen Spielern seit Jahren Arcade-Racer wie ’Tokyo Xtreme Racer’ oder etwa ’Kaido Battle’ ganz hoch im Kurs. Dank der großen Auswahl an Fernost-Fahrzeugen und – für japanische Spieler – bekannten Straßenkursen ist es für die Spielehersteller recht einfach, derartige Renntitel mit viel Erfolg auf dem Markt zu platzieren. Unter dem Namen ’Import Tuner Challenge’ bringt Ubisoft nun ’Shutokou Battle X’ auf den europäischen Markt und versucht damit, auch hierzulande die Japan-Tuner vor die Xbox-360-Konsole zu locken.

Tokyo Highway

Im Gegensatz zu Rennspielen wie ’Juiced’ oder ’Need for Speed: Most Wanted’ präsentiert sich ’Import Tuner Challenge’ deutlich weniger inszeniert und kommt ohne Filmsequenzen, Hollywood-typische Action-Einlagen oder dramatisches Gameplay daher. Die Story des Spiels dreht sich um die Untergrund-Szene der japanischen Metropole Tokyo, in der zahlreiche Streetracer unterwegs sind und sich auf den Highways der Hauptstadt heiße Duelle liefern. Ihr selbst steigt als blutiger Anfänger in die Szene ein, die in zahlreiche Lager gespalten ist. Seitdem der so genannte Speed King verschwunden ist, herrscht nämlich ein Machtvakuum auf den Straßen Tokyos und rund 400 KI-Fahrer versuchen, dieses auszufüllen. Natürlich mischt ihr selbst in dem Chaos mit und duelliert euch mit den KI-Gegnern auf den japanischen Highways, die euch inmitten großer Hochhausschluchten durch die Stadt führen.

Dabei laufen die nächtlichen Duelle ziemlich simpel ab. Ihr dreht entweder abends, um Mitternacht oder kurz vor Tagesanbruch eure Runden auf der Autobahn, bis ihr einen anderen Tuner trefft, der euch als Konkurrent brauchbar erscheint. Diesen fordert ihr per Lichthupe zum Duell heraus, und schon geht es mit dem Rennen los. Dabei müsst ihr versuchen, stets vor eurem Gegner zu bleiben, bis dessen Energieleiste gen Null fällt. Dasselbe blüht euch natürlich ebenfalls, wenn ihr euch abhängen lasst und mit dem Gegner und dessen Wagen nicht mithalten könnt. Gewinnt ihr die Duelle, rasselt erst mal ein kleiner Geldsegen auf euer Konto und ihr könnt eure Tour fortsetzen. Alternativ geht es direkt wieder zur Garage, um den gewonnenen Schotter sofort ins Tuning oder einen neuen Wagen zu stecken. Leider hat man hier etwas mit den Lizenzen gegeizt, es steht nur eine kleine Auswahl bekannter Wagen, wie Toyota Supra, Nissan Skyline R32 und R34 sowie weitere Modelle von Nissan und Mazda, zur Verfügung.

Bodykits und Differentialsperren

Die Auswahl der Tuningteile ist hingegen recht groß. Dafür liegt der Schwerpunkt mehr beim Aufmotzen der Motoren, Fahrwerke und der gesamten Fahrzeugtechnik als bei billigem Optik-Tuning. Die Auswahl der Bodykits fällt daher auch nicht so umfangreich aus wie etwa bei ’Need for Speed’. Hier wird aber auch deutlich, wie stark sich die Titel voneinander unterscheiden. So bleibt ’Import Tuner Challenge’ auf dem Boden der Tatsachen und setzt eher bei der echten Rennszene im Tokyoter Untergrund an, anstatt lautstark inszenierte Hollywood-Rennen a la ’Need for Speed’ zu bieten.

Das zeigt sich besonders beim Tuning und den vielen verfügbaren Teilen. Dort lassen sich nämlich keine Sternchen-Upgrades, sondern richtige Ersatzteile erwerben. Angefangen bei den Front- sowie Heckschürzen bis hin zu Sperrdifferentialen, unterschiedlichen Fahrwerken und Getrieben samt Kupplungen mit mehreren Scheiben ist die Auswahl immens und orientiert sich, technisch gesehen, schon eher an ’Gran Turismo’. Das setzt sich auch beim Fahrzeugsetup fort, wo ihr beispielsweise das Fahrwerk in Sachen Federrate, Höhe, Zug- und Druckstufe einstellt und am 2-Wege-Differential das Anfangsdrehmoment sowie die Reaktion beim Sperren der Achse beeinflussen könnt.

Insgesamt richtet sich der Titel damit an anspruchsvollere Rennspieler und Hobbytuner, die sich mit der Thematik auseinander setzen und auch das nötige Technik-Know-how mitbringen.

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