Test - Life is Strange 2 : Noch einmal mit Gefühl

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Fazit

Matthias Grimm - Portraitvon Matthias Grimm
Ein viel versprechender Auftakt zur zweiten Staffel

Life is Strange 2 setzt zwar nicht die Geschichte des ersten Teils, wohl aber dessen Tradition fort. In der Geschichte über zwei Brüder, die sich auf der Flucht vor der Polizei auf einen Road-Trip durch die USA begeben und von denen der eine über übernatürliche Kräfte verfügt, ist einmal mehr das Phantastische zwar Auslöser für dramatische Entwicklungen, aber nie Mittelpunkt einer Handlung, die sich in erster Linie um die Beziehung zweier Menschen dreht.

Diese bildet auch das emotionale Zentrum der Entscheidungen, die ihr treffen müsst und deren Konsequenzen natürlich in der ersten Episode noch nicht abschätzbar sind, aber schon jetzt die Fragen aufwerfen, denen ihr euch stellen werden müsst: Wachsen die beiden Brüder enger zusammen oder entfremden sie sich voneinander? Heiligt der Zweck die Mittel, wenn man die ganze Welt gegen sich hat? Und welche Rolle werden Daniels Kräfte im Geflecht all dieser Fragen spielen?

Im ersten Teil von Life is Strange gelang es Dontnod auf meisterliche Weise, Emotionen quasi auf Knopfdruck zu erzeugen. Da verzieh man auch gelegentlich sträflich eindimensionale Charaktere und gelegentliche Ausrutscher beim Balancieren auf dem schmalen Grat zwischen Kitsch und Gefühl. Die weiteren Episoden werden mit der Frage stehen und fallen, ob ihnen das erneut gelingt. Die Voraussetzungen für beide Möglichkeiten sind jedenfalls vorhanden.

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