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Test - Logitech G332 / G432 / G935 : Auf die Ohren im Dreierpack

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Logitech G935

Für das neue Wireless-Headset G935 machen wir einen ordentlichen Hüpfer auf der Preisskala. 189 Euro müsst ihr derzeit für den Boliden abdrücken, der für den PC-Betrieb als kabelloses Surroundheadset gedacht ist, dank Analogkabel aber auch an anderen Geräten, dort natürlich nur im Stereobetrieb, verwendet werden kann.

Das G935 ist der Nachfolger des G933 und ähnelt diesem vom Design her. Basis ist auch hier ein robuster Metallbügel mit Kunststoffschale, weichem Kopfpolster und drehbaren Ohrmuscheln. Die wirken recht wuchtig, sind dank weicher Polsterung und geräumigem Innenleben aber trotz des höheren Gewichts angenehm zu tragen. Auch beim G935 kommt ein Klappmikrofon zum Einsatz, das aber von höherer Qualität ist als das der beiden anderen Modelle. An- und ausgeschaltet wird es durch Flip-to-mute-Funktion, zusätzlich gibt es aber auch eine Taste an der linken Ohrmuschel. Hinzu kommt ein Signalton.

Die rechte Ohrmuschel erfreut uns mit einer magnetisch befestigten Klappe, unter der sich ein austauschbarer Akku für den kabellosen Betrieb verbirgt. Ohne Beleuchtung soll dieser bis zu 12 Stunden stemmen, bevor er wieder per USB-MicroUSB-Kabel gefüttert werden muss. Das kommt in etwa hin. Mit Beleuchtung geht dem Akku nach etwa 8 Stunden die Puste aus. Im Notfall kann das Headset per Ladekabel betrieben werden, sogar ohne störendes Brummen. Mit rund zwei Metern ist das mit Textil ummantelte Kabel auch lang genug dafür.

Die linke Ohrmuschel verfügt über ein ebenso verschlossenes Fach, in dem ihr den USB-Dongle für den kabellosen Anschluss verstaut. Sehr fein. Hinzu kommt eine ganze Reihe an Bedienelementen. An-/Ausschalter, Mic-Mute sowie drei G-Tasten, die ihr unter anderem mit Presets belegen könnt. In der Standardbelegung werden damit EQ-Modus, Surround-Sound und Beleuchtung aktiviert. Weiterhin dabei ist ein Lautstärkedrehregler. An die Anordnung muss man sich zunächst etwas gewöhnen. Da die Tasten aber unterschiedlich geformt sind, geht das nach einer Weile ganz gut.

Natürlich darf beim Premiummodell die Beleuchtung nicht fehlen. Hierfür gibt es an beiden Ohrmuscheln einen LED-Strip, zudem ist das Logo an den Seitenblenden beleuchtet. Farbgebung, Beleuchtungsmodi und Helligkeit können über die Logitech-G-Hub-Software geregelt werden. Die Beleuchtung lässt sich natürlich über die Software auch mit anderen Logitech-Geräten wie Maus oder Tastatur synchronisieren.

Dank der Software unterstützt das G935 DTS Headphone:X 2.0 und erweckt damit die neuen, 50 mm großen Pro-G-Treiber so richtig zum Leben. Wie schon beim G432 könnt ihr mittels Software zudem verschiedene Presets auswählen, Einstellungen vornehmen und dank 10-Band-Equalizer auch eigene Presets erstellen und speichern. Das geht gut und simpel von der Hand, auch hier können wir den Schritt weg von der überladenen Logitech Gaming Software hin zum schlankeren G Hub nur nochmals lobend erwähnen.

Im reinen Stereobetrieb über das Analogkabel liefert das G935 einen soliden Klang, leicht basslastig und nicht so ganz brillant in den Höhen. Das ist allerdings auch nicht der wahre Nutzungsbereich des Headsets, aber gut für Notfälle. Schließlich handelt es sich um ein Headset, das auf die kabellose Nutzung via USB-Dongle am PC ausgelegt ist. Der kabellose Gebrauch im 2,4-GHz-Bereich zeigte übrigens keine Probleme oder Unterbrechungen, auch die Reichweite geht mit etwa zehn Metern voll und ganz in Ordnung.

Mit aktiviertem Surround-Sound und bei Verwendung der Presets und des Equalizers blüht das G935 aber spürbar auf. Dann nämlich offenbart sich ein wunderbar breites Klangbild mit sehr guter Richtungswahrnehmung. Der Klang ist schon in den Standardeinstellungen sehr ausgewogen, mit kräftigem, aber nicht übertriebenem Bass, durchsetzungsfähigen Mitten und klaren Höhen. Mit entsprechend angepassten Einstellungen leistet sich das G935 keine Schwächen, weder beim Zocken mit wuchtigen Explosionen noch bei Musik oder Filmen. Gerade wer bereit ist, ein wenig Zeit und Mühe in optimierte Presets zu stecken, kann ohne allzu große Mühe ungemein viel aus den Treibern herausholen.

Alles in allem ist das G935 damit eine sehr gute Wahl für Spieler, die ein kabelloses Headset für ihren PC suchen, das so ziemlich allen Anforderungen problemlos gewachsen ist. Der Preis von 189 Euro ist dafür mehr als angemessen, dürfte aber ohnehin im freien Handel recht bald etwas abrutschen. Konkurrenten wie Razer Nari, Corsair Void oder LucidSound LX40 bewegen sich auf einem ähnlichen Preisniveau, wobei uns das G935 als Gesamtpaket richtig gut gefällt.

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