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Test - Need for Speed: ProStreet : Portabler Rennspaß?

  • PSP
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Ein bisschen länger hat es gedauert, bis auch PSP-Spieler mit dem neuen 'Need for Speed'-Ableger loslegen dürfen. Grund dafür ist eine komplett eigene Entwicklung. Hier wurde also nicht wie üblich die PS2-Version als Grundlage verwendet und für die PSP ein wenig runtergerechnet. Wie auch bei der DS-Version sind die Entwickler einen etwas eigenwilligen Weg gegangen, haben Features hinzugenommen und einige auch weggelassen. Was euch genau erwartet, erfahrt ihr jetzt.

Auffälligstes Merkmal ist von vornherein das geänderte Spielmenü und dessen Stil. Racedays gibt es nicht mehr und auch zwei Spielmodi sind der PSP-Schere zum Opfer gefallen. Wer unbedingt Driften oder ein Drag-Rennen bestreiten möchte, guckt leider komplett in die Röhre. Zum Spielen gibt es nur noch Grip-Rennen auf Rundkursen und die sehr fixen Speed-Challenges, die nicht selten zum kapitalen Totalschaden führen. Bedenken, dass auch die Anzahl der Wettbewerbe halbiert wurde, können wir entkräften. An Herausforderungen mangelt es jedenfalls nicht.

Heizen auf der PSP

Schick präsentiert sich die Grafik von 'Need for Speed: ProStreet' auf PSP. Fahrzeugmodelle und Umgebungen gefallen und auch an ein Schadensmodell wurde gedacht. Von der Wüste Nevadas über den großen Teich auf die Autobahn bis hin in die fernöstliche Metropole Tokyo ist viel Abwechslung geboten. Nur ist auf den Strecken erheblich weniger los. Nur drei Kontrahenten stehen mit am Start und machen uns den ersten Platz streitig. Ein bisschen dürftig, wie wir finden. Zu allem Übel wurden auch noch die Tuning-Möglichkeiten stark beschnitten. Keine Bodykits und Spoiler mehr, dafür ein bisschen Motor und Fahrwerk aufmotzen, um weiter mithalten zu können. Tuning war doch in den letzten Teilen die große Stärke der Serie, warum wurde die PSP-Version in dem Bereich so stark geschnitten?

Dafür kann das Fahrverhalten auf der Strecke punkten. Fahrfehler werden sofort bestraft und die KI gibt ordentlich Kontra. Ein bisschen zu schwer sind die Speed-Challenges geraten, da die Computergegner sehr dicht neben- und hintereinander fahren und fast keinen Platz zum Überholen lassen. Nur durch exzessives Nutzen der Nitro-Taste ist es möglich vorbeizuziehen. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass ihr vorne bleibt. Jeder kleinste Fehler wird sofort bestraft. Eine echt harte Nuss im Vergleich zu den Grip-Rennen, die wir oft im ersten Anlauf gewannen.

Nur auf dem Papier ein 'ProStreet'

Insgesamt fällt die PSP-Version im Vergleich zu Next-Gen-Konsolen und PC deutlich ab. Der grafische Stil wurde geändert, die Racedays sind weggefallen und an Rennmodi stehen auch nur die beiden Standards auf dem Programm. Immerhin hat der Umfang, was die Strecken betrifft, nicht allzu sehr gelitten. Fahrzeuge und Tuning-Möglichkeiten sind uns aber dennoch zu wenig vorhanden. Negativ fällt zudem auf, dass im Laufe der Karriere immer wieder bestimmte Fahrzeuge der drei Klassen Tuning, Sport und Muscle zwingend vorgeschrieben sind und somit erst gewonnen oder gekauft werden müssen. Da die Preisgelder wieder nicht besonders üppig fließen, ist mal wieder der freien Fahrzeugwahl ein unnötiger Riegel vorgeschoben.

Eins bietet 'Need for Speed: ProStreet' für die PSP dennoch, was keine andere Version vorweisen kann: die Fahrerintuition. Ihr steigt mit jedem Sieg im Level auf, wodurch vor allem die Beschleunigung der Fahrzeuge beeinflusst werden soll. Nur bleibt ein Haken an diesem an sich innovativen Feature. Es hat keinen spürbaren Einfluss auf das Gameplay und ist damit mehr als flüssig - überflüssig.

Fazit

von Dennis Hartmann
Auf der PSP seine Runden zu drehen, macht durchaus Spaß. Wer ohnehin nicht so sehr aufs Tuning steht, der wird sich nicht über die beschnittenen Möglichkeiten ärgern. Dass Drift- und Drag-Wettbewerbe entfallen, kann ich allerdings absolut nicht verstehen. Mit den anderen Versionen von 'ProStreet' hat diese jedenfalls am wenigsten gemein.

Überblick

Pro

  • gute Grafik
  • guter Soundtrack
  • ordentliches Fahrverhalten
  • Schadensmodell

Contra

  • nur zwei Rennmodi
  • eingeschränkte Tuningmöglichkeiten
  • Fahrerintuition nicht spürbar
  • schwankender Schwierigkeitsgrad
  • weniger Fahrzeuge
  • nur drei Kontrahenten

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