Test - Oninaki : Leben, Tod und Wiedergeburt: JRPG voller Melancholie

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Greift zu, wenn...

…euch eine nachdenklich stimmende, düstere Geschichte motivieren kann über Gameplay-Mängel hinwegzusehen.

Spart es euch, wenn...

…euch eine behäbige Kampfsteuerung stört, Abwechslung wichtig ist und eine gute Geschichte als Ausgleich nicht reicht.

Fazit

Alexander Geisler - Portraitvon Alexander Geisler
Nachdenkliche stimmendes Action-Rollenspiel, das unter Gameplay-Mängeln leidet

I Am Setsuna und Lost Sphear waren gute Japan-Rollenspiele, haben mich aber nicht vollkommen überzeugt. Oninaki leistet sich ebenfalls Schnitzer beim Gameplay, hat mir aber trotzdem gefallen. Vor allem die nachdenklich stimmende Geschichte über Leben, Tod und Wiedergeburt fesselte vom ersten Moment an und ließ mich bis zum Ende nicht mehr los. Angesichts der beklemmenden Themen, die angesprochen werden, störten mich auch manch blasse Nebencharaktere und vorhersehbare Wendungen nicht. Dafür wollte ich zu sehr wissen, worauf Kagachis Geschichte hinausläuft. Um so bedauerlicher ist es, dass Oninaki spielerisch nicht gleichermaßen überzeugend ist.

Der repetitive, lineare Spielablauf fällt dabei noch gar nicht mal so sehr ins Gewicht. Auch nach zahlreichen Stunden hatte ich noch Spaß daran, mit meinen Daemonen in die Schlacht zu ziehen. Trotzdem hat sich das Spiel mit der Zeit gezogen wie Kaugummi, und die Vorteile hochgezüchteter Daemonen im Vergleich zu neuen wurden zu groß, um noch wechseln zu wollen. Dadurch bleibt leider ein Kernelement des Spiels weitgehend ungenutzt. Auch die träge Steuerung trägt ihren Teil zu diesem Gesamteindruck bei. Schade. Für einen möglichen Nachfolger wünsche ich mir, dass Tokyo RPG Factory das vorhandene Potenzial nutzt, dann könnte uns eine kleine Genre-Perle erwarten. Oninaki ist das leider noch nicht gelungen, hat jedoch zweifellos das Zeug dazu.

Was bisher geschah:

Überblick

Pro

  • motivierende, nachdenklich stimmende Geschichte
  • ernste, bedrückende und respektvoll umgesetzte Themen wie Tod oder Suizid
  • tragische Hintergrundgeschichten der Daemonen
  • bizarres Monsterdesign
  • spaßiges Kampfsystem mit hochgestuften Daemonen
  • gelungene, zahlreiche Bosskämpfe
  • mehrere, gut strukturierte Talentbäume
  • wunderschöne Musik
  • einfache, aber schicke Optik
  • drei wechselbare Schwierigkeitsgrade

Contra

  • manch blasser Nebencharakter
  • Diesseits-Jenseits-Wechsel-Mechanik zu wenig genutzt
  • Kämpfe mit schwachen Daemonen anstrengend
  • langwieriges Daemonen hochleveln
  • träge Steuerung
  • sich wiederholende Level
  • Spielzeit wirkt gestreckt

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