Test - Outlaw Golf : Outlaw Golf

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Golf, ein Sport der High Society. Wichtige Persönlichkeiten wie Geschäftsleute, Rechtsanwälte oder Ärzte treffen sich regelmäßig während den Bürozeiten auf dem gepflegten Grün zu einem ausgelassenen Geschäftsgespräch.
So viel zum Klischee. Glaubt man den Entwicklern von 'Outlaw Golf', Hypnotix, steht uns ein actionreiches Golfzeitalter, mit abstrusen Charakteren und einer interessanten Auslegung des Regelwerkes ins Haus. Eingefleischte Golfspieler, für die die Fairways und Greens die Bretter dieser Welt bedeuten und die noch keinen 'LINKS'-Titel versäumt haben, sollten sich auf jeden Fall gut festhalten, bevor sie sich diesen Testbericht näher durchlesen. Noch haben sie Zeit, schnell auf eine andere Seite zu wechseln oder sie erleben hier bei gamesweb.com die ganze, beinharte Wahrheit über den Golfsport der Zukunft.

Outlaw Golf
Wähle deinen Charakter.

Drei Golfplätze, zehn Charaktere, ein kleiner weißer Ball
Hält man 'Outlaw Golf' erstmals in Händen, stellt man sich die Frage, ob es denn Sinn macht, einer Randsportart einen derartigen Actiontitel zur Seite zu stellen. Simulationsfans greifen zu den Titeln von EA und Actionfans spielen selten Golf. Trotzdem kann diese Frage im Fall von Hypnotix' Golfspektakel durchaus mit 'Ja' beantwortet werden.

Outlaw Golf
Ein kometenhafter Aufstieg.

Zehn völlig abgefahrene Charaktere, die wohl in keinem elitären Golfclub am Butler vorbeikommen würden, sorgen für mächtig Aufregung auf den drei außerordentlich ansprechend gestalteten, amerikanischen Golfplätzen in New Jersey, Virginia oder Nevada. Erscheint die Anzahl an Golfplätzen doch etwas knapp bemessen, erfreut sich der engagierte Golfer dafür an acht verschiedenen Schaukampf-Events, wie zum Beispiel den hoch motivierenden 'Casino'-Modus, in dem zwei bis vier Spieler vor jeden Loch einen Dollar setzen, um am Ende, mit etwas Glück, den Jackpot abzuräumen oder dem Spiel auf Zeit, in dem es nur darum geht, den Platz so schnell wie möglich durchzuspielen. Aber auch klassische Tourniermodi sind enthalten, in denen das Hauptaugenmerk auf eine möglichst saubere Runde unter Par (erreichen der genauen Anzahl an vorgegebenen Schläge) gerichtet ist. In 30 verschiedenen Tournieren kämpft ihr um Anerkennung, neues Golfequipment und zusätzliche Spielfiguren, von denen zu Beginn nur vier anwählbar sind. Gegen euch treten bis zu vier KI-Charaktere an, die sich auch den einen oder anderen Fehler leisten und so zeitweise recht menschlich agieren. Die 'Outlaw Range' steht für Trainingsaufgaben zu Verfügung, in denen ihr die Eigenschaften eures Charakters in Bezug auf Schlagkraft, Zielgenauigkeit, Ballkontrolle und Gelassenheit trainieren dürft.

Outlaw Golf
Sag das noch mal, wenn du dich traust.

Golf, ein brutaler Kampfsport
Apropos Gelassenheit, als innovatives Highlight stellt sich eine Eigenschaft heraus, die in dieser Form noch keine Verwendung in Golfsportspielen finden konnte. Geht ein Schlag so richtig schön daneben, sinkt eure Motivationskurve ins Bodenlose. Je mehr euer Gelassenheitsbalken in den roten Bereich gerät, umso schwieriger wird es, den Ball genau zu treffen. Dies äußert sich zusätzlich in einem heftig vibrierenden Controller. Hier bekommt jetzt der Titel 'Outlaw' seine tiefere Bedeutung. Seid ihr es endgültig leid, den kleinen unschuldigen Ball unkontrolliert über die Fairways zu dreschen, empfiehlt es sich, sich kurzerhand am eigenen Caddy zu vergreifen. Hierbei ist nach einem Druck auf die Y-Taste, die A-Taste in einem vorgegebenen Rhythmus zu betätigen. Was dann folgt, wollen wir hier aus Jugendschutzgründen nicht näher erörtern. Jedenfalls geht es euch nachher doch um einiges besser und der Gelassenheitsbalken wandert wieder gegen Grün. Natürlich dürft ihr diesen Effekt auch durch eine tadellose Schlagleistung herbeiführen, doch wer will das schon?

 

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