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Test - Pro Evolution Soccer 2010 : PES oder FIFA? Das Duell. Das Ergebnis.

  • PS3
  • X360
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Ein Dialog des Entwicklerteams von PES 2010, irgendwo in einem Bürokomplex in Tokio: „So. Jetzt mal ran, Jungs! Wie können wir PES im Jahr 2009 noch besser machen?" „Weiß nicht, das Spiel ist doch schon exzellent." „Ja, stimmt. Aber diese komischen Typen von EA bauen auch jedes Jahr irgendwelche Sachen in ihr seltsames FIFA ein." „Ich hab's! Wir holen uns die Ideen aus der Community!" Gesagt, getan. Als Ergebnis soll PES 2010 mehr denn je ein PES der Spieler sein.

Anscheinend hat das gemeine PES-Volk am lautesten nach einer 360°-Steuerung geschrien, denn diese Neuerung stellt Konami dieses Jahr in den Fokus. Mit der überarbeiteten Steuerung soll eine verbesserte, weil feinere Kontrolle über die Kicker gewährleistet werden. Um ehrlich zu sein, wirkt sich dieses neue Feature auf dem Platz dann doch nicht entscheidend aus.

Die Kontrollmöglichkeiten der Spieler waren bereits in den letzten Jahren auf einem sehr hohen Niveau, daher registrierten wir nur dezente Verbesserungen in bestimmten Spielsituationen, wie beispielsweise bei Dribblings. Hier reagiert der Controller nun noch einen Tick feiner, die Veränderungen bewegen sich aber im marginalen Bereich. Da haben die Konami-Entwickler in den letzten Versionen schon zu gute Arbeit geleistet, um aus der 360°-Kontrolle jetzt ein entscheidendes Kaufargument machen zu können. Absurd, aber wahr.

„Ich verwarne Ihnen!"

Andere Überarbeitungen der Kategorie Feinschliff machen sich da schon eher bemerkbar. Man nehme die Ballphysik. Diese, schon immer eines der herausragenden Merkmale der PES-Serie, wurde nochmals verbessert. Wo bei FIFA 10 der Ball wie ein Luftballon durch den Sechzehner flattert, hat man in PES 2010 wirklich das Gefühl, mit einer entsprechend schweren Lederkulle zu kicken.

Pro Evolution Soccer 2010 - Intro Video
Heute hat Konami das Intro-Video zu Pro Evolution Soccer 2010 veröffentlicht.

Das Spielgerät prallt realistisch und immer physikalisch korrekt an Beinen, Kopf, Oberkörper oder Pfosten ab. Gerade bei Zweikämpfen ist das positiv. Das Spielgerät klebt nach Tacklings nicht wie bisher oft magisch am Fuß des Angreifers (oder Verteidigers), sondern verspringt absolut authentisch. Dies erhöht die Dynamik der Matchs.

Dynamik ist zweifellos drin in den Partien. Trotz verlangsamten Spieltempos. Dieses Drosseln der Geschwindigkeit ist auf den ersten Blick vielleicht nicht für jeden nachvollziehbar, unterstreicht aber zusätzlich den Simulationsaspekt von PES 2010. Ihr habt nun mehr Zeit, das Spiel von hinten aufzubauen und die Lücke in der gegnerischen Abwehr zu suchen. Statt eines hektischen Arcade-Kicks entwickeln sich so packende Spiele, bei denen es zwar keine Tororgien, aber trotzdem viel Spannung gibt. Dank der neuen Schieberegler gehen taktische Ein- und Umstellungen nun leichter vonstatten. So weist ihr das Team an, über die Flügel zu spielen, rührt in der Abwehr Beton an oder stürmt mit Mann und Maus nach vorne. Eine gelungene Neuerung für alle, die sich nicht in endlosen Untermenüs verlieren, aber trotzdem Einfluss auf die Taktik nehmen wollen.

Die ebenfalls neu integrierte Möglichkeit, den Torwart manuell zu steuern, ist zwar nett, fällt aber in einem typischen Match auch nicht sonderlich stark auf. Man kann der KI getrost das Torehüten überlassen. Bis auf den einen oder anderen Patzer, wie er auch an jedem normalen Bundesligaspieltag stattfindet, halten die Torwarte den Kasten nämlich sehr sauber. Löblich ist, dass man das Spiel durch einen schnelleren Abwurf des Torstehers nun beschleunigen kann und es nicht mehr ewig dauert, bis der Mann im Kasten das Leder wieder ins Spiel bringt.

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