Test - Pusher : Pusher

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Das JoWooD von Zeit zu Zeit auf familienfreundliche Spiele großen Wert legt, ist nichts Neues. Das sie eine echte Alternative zum Geschicklichkeits-Klassiker Tetris bieten wollen, jedoch schon. 'Pusher' heißt der neuste Streich der Österreicher richtet sich an alle Familienmitglieder und insbesondere an diejenigen, denen 'Tetris' schon seit langem zu langweilig ist.

Pusher
Let's get ready to push!

Schieb ne ruhige Kugel!
Die Idee, die hinter 'Pusher' steht, ist so einfach, wie genial. In zwei verschiedenen Spielmodi sollt ihr farbige Kugeln auf einem Spielfeld hin und her schieben, um ans Ziel zu kommen. Dabei müsst ihr, ähnlich wie in 'Tetris', Objekte vom Feld verschwinden lassen. Allerdings benötigt ihr bei dem Kugelgeschubse mehr Grips und strategische Übersicht.

Gegen die Uhr
Im Zeitmodus müsst ihr auf der 9x9 Felder großen Spielfläche die Kugeln mit der Maus verschieben. An jeder Seite des Spielbretts hängen Nachfüllbehälter, die sich stets mit neuen Kugeln füllen. Ihr zieht die Kugeln aus dem Gerät und platziert sie auf dem Feld. Rechts wird die Zeit in Form einer Anzeige mit grüner Flüssigkeit genommen, die mit fortschreitender Spieldauer stetig abnimmt. Im ersten der 20 Level müsst ihr 10.000 Punkte erreichen, um ins zweite aufzusteigen. Das klingt relativ einfach, ist es aber nur anfangs, da nicht nur die Zeit gegen euch arbeitet, sondern auch der steigende Schwierigkeitsgrad. Das Prinzip des Games: Die von Beginn an auf dem Brett liegenden farbigen Kugeln müssen durch Schieben mit den neuen Kugeln zu möglichst großen Ketten gleicher Farbe verbunden werden. Jede Kugel kann einmal in vier Richtungen angestoßen werden und rutscht dann so lange über das Brett, bis sie auf eine andere stößt. Kugeln aus der Box lassen sich sogar zweimal verschieben. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Ab drei gleichen Kugeln verschwindet die Reihe und ihr bekommt Punkte. Schafft ihr größere Reihen oder vorgegebene Kombinationen, macht sich das auf eurem Zeitkonto bemerkbar.

Pusher
Das war ein Dreier.

Wir puzzeln uns nen Wolf
Neben diesem, zugegeben, recht stressigen Modus gibt es noch das gute, alte 'Puzzle', bei dem es 96 verschiedene Knobelherausforderungen gibt. Hier entfallen Punkte, Zeit und Kombinationen. So müsst ihr zum Beispiel alle auf dem Spielfeld verteilten Kugeln eliminieren oder Reihen auflösen. Ein anderes Mal heißt es selber neue Kombinationsmöglichkeiten zu erstellen, um Kugeln, die scheinbar unerreichbar in den Ecken des Brettes ruhen, in Drei-Feld-Combos aufzulösen oder Kugeln einfach nur durch ein gewisses Muster neu zu ordnen und zu löschen, da das 'vorgelegte' Muster anscheinend keinen Sinn ergibt. Das Prinzip ist hierbei dasselbe, wie im Zeitmodus. Nur geht es wesentlich ruhiger und dadurch auch einsteigerfreundlicher zu. Wenn es euch gelingen sollte, alle vorgegebenen Puzzles zu lösen, könnt ihr euch bei JoWooD melden, so die Entwickler, weil ihr dann im Gegensatz zu den Producern die ersten seid, denen es gelungen ist. Und für welchen Gamesfreak stellt so etwas nicht eine große Herausforderung dar? Einmal besser sein als die Macher eines Games.

Pusher
Chaos mit System.

So sieht's aus und klingt es
Die Grafik von 'Pusher' ist schlicht aber akzeptabel. Es gibt keine besonderen Effekte oder großartige 3D-Animationen, was für ein klassisches Puzzle auch nicht sonderlich wichtig ist. Die Kugeln sind praktisch gemacht und glänzen auch etwas, werden aber ohne jegliche überflüssige Animation dargestellt. Wenn sie aufeinander prallen, explodieren sie und die erspielten Punkte hinter den Kugelformationen leuchten auf. Auch die Musik ist kein Überflieger. Sie hält sich angenehm dezent im Hintergrund und ist jederzeit abschaltbar, falls ihr Stille braucht, um euch zu konzentrieren.

 

Fazit

Gameswelt Redaktion - Portraitvon Gameswelt Redaktion
Mit 'Pusher' erwartet uns eines der interessantesten Puzzles der vergangenen Jahre. Wer gerne mal seine grauen Zellen trainieren möchte und keine Lust mehr auf 'Tetris' hat, sollte die 14 Euro ruhig investieren. Die beiden Modi machen wirklich süchtig und versprechen stundenlangen Spielspaß, auch wenn die Präsentation jenseits von Gut und Böse ist.  

Wertung

  • PC
    63
    %

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