Test - RIDE 3 : Beim ersten Mal tat's noch weh …

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Greift zu, wenn...

... ihr als Motorradliebhaber über einige spielerische und grafische Schwächen hinwegsehen könnt.

Spart es euch, wenn...

… ihr ein Rennspiel mit angenehmer Lernkurve sucht.

Fazit

Denis  Brown - Portraitvon Denis Brown
Noch immer kein Heilsbringer für Biker

RIDE 3 hat Stärken, die ich keinesfalls unter den Tisch kehren möchte. Sobald ihr die Fahrhilfen abschaltet und euch dadurch auf den mitunter schweißtreibenden Balanceakt zwischen Höchstgeschwindigkeit, sanfter Fahrzeugkontrolle und dem Ausstechen der Konkurrenz auf der Rennstrecke einlasst, tritt ein richtig fesselndes Fahrgefühl zutage. Wer die Fahrhilfen aktiviert lässt, kann auch gleich ein Autorennspiel einlegen. Erst bei voll simulierter Physik rollen einem Schweißperlen über die Stirn – und das macht richtig Spaß!

Schade nur, dass der Rest des Spiels im Mittelmaß versinkt. RIDE 3 sieht zwar besser aus als seine Vorgänger, ist aber trotz Unreal Engine 4 auf dem grafischen Niveau von 2015. Dabei noch immer nur 30 Bilder pro Sekunde auf die Mattscheibe zu bringen, ist ein Armutszeugnis. Da fällt es sogar schwer, die 60-fps-Option für PS4 Pro und Xbox One X lobend hervorzuheben. Die dröge Karriere mit ihrem schlecht ausbalancierten Schwierigkeitsgrad tut ihr Übriges, um die Begeisterung mit jeder weiteren Spielstunde zu schmälern.

Wenn ihr mich fragt, dann solltet ihr als begeisterte Motorradfans immer nur kurze Spielsitzungen einlegen. Wenn ihr eine Stunde am Tag spielt, kommt ihr zwar nur langsam in der langen Karriere voran, aber erhaltet dafür die Motivation länger aufrecht. Allein die langen Ladezeiten zerren sonst zu sehr am Geduldsfaden. Schade, denn wenn man die Einzelteile des Spiels für sich betrachtet, hat RIDE 3 einiges auf dem Kasten. Allein was Milestone an Informationen über die Rennmaschinen vermittelt, grenzt an den Lehrwert eines kleinen Museums. Vielleicht wird ja mit dem nächsten Ableger alles besser.

>> Lieber Traktor statt Motorrad? Unser Test zum Landwirtschafts-Simulator 19

Überblick

Pro

  • gute Fahrphysik
  • feinfühlige Steuerung
  • 30 Strecken
  • Wetter und Tageszeiten
  • 200 wunderschön modellierte Motorräder
  • diverse Motorradklassen
  • dynamische Helmkamera
  • Rückspulfunktion
  • Tuning- und Lackieroptionen
  • umfangreicher Charaktereditor
  • ordentliche Soundkulisse (Motoren)
  • umfangreiche Hauptkampagne
  • Onlinerennen mit optionalen KI-Fahrern
  • 60-fps-Option (nur PS4 Pro / Xbox One X)

Contra

  • stark schwankender Schwierigkeitsgrad
  • in der Regel zu zahme KI …
  • … die gelegentlich jedoch sehr aggressiv und unfair handelt
  • Erfolg stark von der Fahrzeugwahl abhängig
  • mäßige technische Umsetzung
  • 30 fps als Standard
  • Präsentation ohne Esprit
  • Musikaussetzer während der Ladezeiten
  • sehr lange Ladezeiten
  • zum Teil einschläfernde Musikuntermalung

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