Test - Risen 2: Dark Waters : Warum ist der Rum dauernd alle?

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Nach dem allseits bekannten Drama rund um Gothic 3 konnte sich Piranha Bytes dank Risen wieder recht gut rehabilitieren, wenn auch mit Abzügen in der B-Note bei den technisch schwachen Konsolenversionen. Nun gehen die Entwickler das Wagnis ein, die eigentliche Spielwelt beizubehalten, dem zweiten Teil aber ein gänzlich neues Szenario zu verpassen. Das stieß im Vorfeld auf viel Skepsis und Missfallen bei den Fans. Nun ist Risen 2: Dark Waters endlich da und es stellt sich die Frage: Kielholen oder hochleben lassen?

Risen 2: Dark Waters setzt einige Zeit nach seinem Vorgänger auf. Der altbekannte namenlose Held dümpelt in Caldera herum und ruht sich auf seinen Lorbeeren aus. Oder besser gesagt: Er gießt sie fleißig mit Rum. Die in Caldera herrschende Inquisition hingegen hat ganz andere Sorgen. Durch die Übergriffe der Titanenlords liegen weite Teile der Welt in Schutt und Asche. Die noch verbliebenen Seewege hingegen werden durch Titanenlord Mara und ihre Haustiere, speziell einen riesigen Kraken, blockiert.

Als wieder einmal ein Schiff vorm Hafen versenkt wird, spülen die Wellen eine alte Bekannte an Land: Patty, die Tochter des Piraten Stahlbart, kommt allerdings mit froher Botschaft. Denn augenscheinlich hat ihr Herr Papa eine Waffe entdeckt, mit der man Mara besiegen und damit zumindest die Seewege wieder sichern kann. Die Inquisition geht den Weg des geringsten Risikos und beauftragt unseren Namenlosen damit, der Sache auf den Grund zu gehen. Schnell kommt er dahinter, dass die Waffe tatsächlich existiert und aus vier Artefakten besteht, die in der Inselwelt vor der Küste Calderas verborgen sind.

Blöd nur, dass die Einzelteile gar nicht so leicht zu beschaffen sind. Der Namenlose begibt sich also inkognito unter die Piraten und stößt auf allerlei Viehzeug, auf Eingeborene und auf rivalisierende Piratenkapitäne. Auftakt für eine rund 20 bis 25 Stunden lange Hauptgeschichte, die mit zahlreichen Nebenaufgaben garniert wird und euch nach einem eher linearen Auftakt in eine mehr oder minder offene Inselwelt schickt. Piranha Bytes gelingt es dabei erfreulich gut, das Piratenszenario in die Risen-Spielwelt zu integrieren.

Risen 2: Dark Waters - Video Interview mit Björn und Jennifer Pankratz
Andi sprach mit Björn und Jennifer Pankratz von Piranha Bytes ausführlich über Risen 2 und die Entwicklung des Spiels.

Etwas dünner Neubeginn

Das liegt unter anderem daran, dass ihr nicht direkt ins kalte Wasser der Piraterie geworfen, sondern in den ersten Umgebungen behutsam herangeführt werdet. Die Handlung umfasst eine ganze Masse an gut und witzig umgesetzten Piratenklischees. Leider handelt es sich unterm Strich dann doch nur um eine recht oberflächliche Abenteuergeschichte rund um die Jagd nach den Artefakten. Echte Höhepunkte, epische Momente oder emotional berührende Aspekte fehlen nahezu völlig.

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