Test - Samsung Q60R : Soundbar und Fernseher im Doppeltest

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Unter der Bezeichnung Q60R finden sich gleich zwei Geräte im Samsung-Portfolio. Das eine ist ein 4K-Fernseher mit HDR, der in verschiedenen Größen zwischen 43 und 82 Zoll erhältlich ist. Das andere ist eine Soundbar mit Subwoofer, die Filmen und Spielen ordentlich Beine machen soll. Wir haben für unseren Test eine Kombi aus dem 49-Zöller nebst Soundbar bekommen und diese auf ihre Zocktauglichkeit überprüft.

Der Fernseher Samsung Q60R in der relativ kleinen 49-Zoll-Variante ist zum UVP von 899 Euro zu haben, wobei er bei einzelnen Händlern bereits zu einem Preis knapp über 700 Euro auftaucht. Alternativ ist der Q60R auch noch in den Größen 43, 55, 65, 75 und 82 Zoll zu bekommen. Dabei ist zu beachten, dass die Größen 43 und 49 Zoll lediglich 50 Hz Bildwiederholrate unterstützen, erst ab 55 Zoll sind 100 Hz zu haben. Für Konsolenzocker ist das kein Todesstoß, da Xbox One und PS4 ohnehin nur maximal 60 Bilder pro Sekunde auf das Panel bringen. Wer aber in die Zukunft investieren will, sollte von den beiden kleineren Modellen eher die Finger lassen, zumal auch die FreeSync-Anpassung erst ab 55 Zoll zu haben ist.

Das ist im Grunde aber auch der einzige Unterschied zwischen den Bildschirmgrößen. Bei allen Modellen handelt es sich um 4K-UHD-Fernseher mit HDR10+ Unterstützung. Der Q60R setzt auf ein VA-Panel mit Quantum-Dot-Technologie, was sich in schnellen Reaktionszeiten, niedrigem Input Lag, dafür aber Schwächen bei den Blickwinkeln bemerkbar macht. Durch seine Schnelligkeit ist der Fernseher aber derzeit eins der interessantesten Modelle für Videospieler, zumal sich auch die Handhabung von Bewegungsunschärfe in der Praxis keine Schwächen erlaubt.

Damit haben wir bereits einige Stärken und Schwächen genannt, widmen wir uns nun den Details. Der Q60R ist ein formschöner, flacher Fernseher, der bei Wandmontage gerade mal knapp 7 cm dick ist. Auch aufgestellt macht er eine gute Figur, etwas Platz in der Breite sollte allerdings vorhanden sein, da sich die Füße, die erst angeschraubt werden müssen, recht weit außen am Gerät befinden. Schön ist auch, dass der Displayrahmen des Kunststoffchassis recht schmal geraten ist. Durch besagten Kunststoff wirkt die Wertigkeit allerdings eher so mittelgut.

Bei den Anschlüssen hat Samsung nicht gespart. 4x HDMI (1x ARC), 2x USB, 1X LAN, 3x Antenne, WLAN, Bluetooth und ein optischer Audioanschluss sind vorhanden und gut erreichbar seitlich an der Rückseite angebracht. Ebenfalls praktisch sind die Kabelführungen, die ins Chassis integriert wurden. Wandmontage ist, wie erwähnt, möglich mittels VESA-200-Befestigung, das nötige Zubehör liegt allerdings nicht bei, aber das ist normal. Zum Lieferumfang gehört ansonsten eine kleine und handliche Fernbedienung, die zudem für die Bixby-Sprachsteuerung ausgelegt ist.

Der Q60R setzt auf ein VA-Panel mit Quantum-Dot-Technologie mit 4K-UHD-Auflösung nebst 8-bit HDR + 2-bit FRC. Ein kleiner Rückschritt zum Panel des Q6FN, der noch volle 10-bit unterstützte. Die gängigen HDR-Modi bis hin zu HDR10+ werden aber unterstützt. Die HDR-Darstellung leidet allerdings ein wenig unter der vergleichsweise schwachen Helligkeit von etwa 380 Nits, sodass ihr nicht unbedingt mit echten Highlights rechnen solltet. Auch hier war der Q6FN mit seinen 800 Nits deutlich stärker. Dafür punktet das Panel mit einer guten Farbraumdarstellung und schönem Kontrast.

Ansonsten gibt es an der reinen Bildqualität recht wenig zu meckern. Videos oder Spiele huschen gestochen scharf und farbenfroh und ohne nennenswerte Auffälligkeiten über das Display. Bei einfarbigem Hintergrund nimmt man ein wenig wahr, dass die Homogenität der Ausleuchtung etwas besser sein könnte. Samsung hat auf das Local Dimming verzichtet und setzt auf Frame Dimming. Und, typisch für ein VA-Panel, sind die Blickwinkel nicht ganz so prickelnd und das Schwarz könnte noch einen Tick satter sein.

Trotz einiger Rückschritte gegenüber dem Q6FN ist der Q60R vor allem für Spieler interessant, denn die Reaktionszeit ist schnell und im Game-Mode schafft der Fernseher einen sehr niedrigen Input Lag von nur 15,4 ms. Hinzu kommt, dass das Handling von Bewegungsunschärfen sehr gelungen ist, sodass ihr auch bei schnellen Action-Titeln keine Probleme haben solltet. Hier aber nochmals der Hinweis, dass 100 Hz und FreeSync zur Vermeidung von Tearing und Rucklern erst ab der 55-Zoll-Variante zu haben ist. Die Größen 43 und 49 Zoll verzichten auf FreeSync und bieten lediglich 50 Hz. Das reicht zwar für die meisten Konsolenspieler, ist für die Nutzung am PC und im Hinblick auf die kommende Konsolengeneration nicht wirklich zukunftssicher.

Dafür punktet der Q60R mit reichlich Annehmlichkeiten. So erkennt das OS mit dem schnellen Quantum-Prozessor den Anschluss einer Konsole ebenso wie den Start eines Spiels und wechselt direkt in den Game Mode Pro, der neben dem reduzierten Input Lag auch Game Motion Plus, Dynamic Black EQ und Game Enhancer bietet. Das funktioniert in der Praxis wirklich hervorragend. Dank gutem Kontrast und schöner Farbdarstellung sehen Videospiele richtig prima auf dem Gerät aus. Wie erwähnt, dürft ihr bei aktiviertem HDR allerdings keine Wunder erwarten.

Der schnelle Prozessor kümmert sich nebenher noch um weitere Aspekte der Bilddarstellung, unter anderem eine automatische Anpassung an Raumbedingungen und Inhalte, sowohl was Klang als auch Bilddarstellung angeht. Auch das Upscaling profitiert davon und die funktioniert so richtig prima. Niedriger aufgelöste Inhalte werden dank des guten Upscaling sehenswert und ohne Makel dargestellt. Der Klang des Q60R ist allerdings weitaus weniger makellos und eher dünn, weswegen wir die Nutzung einer Soundbar oder ähnlichem dringend empfehlen. Was nutzt das schönste Bild, wenn Battlefield klingt wie aus einem Transistorradio.

An der Bedienung hingegen gibt es nichts auszusetzen. Das Interface ist schnell, übersichtlich und leicht zu bedienen. Die Bixby-Sprachsteuerung funktioniert im Großen und Ganzen gut. Zudem ist der Q60R kompatibel mit Amazon Alexa, Google Assistant und AirPlay 2 und kann auch im Rahmen von SmartThings-Konfigurationen genutzt werden.

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