Länderauswahl:
Du wurdest von unserer Mobile-Seite hierher weitergeleitet.

Preview - Sanity: Aiken's Artifact : Sanity: Aiken's Artifact

  • PC
Von  |  | Kommentieren

Übermenschliche Kräfte können sowohl zum Guten, als auch zum Bösen eingesetzt werden. Diese Erfahrung werdet ihr als Psioniker Cain in Monoliths neuem Action-Adventure 'Sanity: Aiken's Artifact' schnell teilen, wenn ihr euch in der näheren Zukunft auf verschiedensten Schauplätzen tummelt.

Im Jahr 2028 taucht im Mittleren Osten ein seltsames Artefakt auf. Die Gen-Wissenschaftlerin Joan D. Aiken, die das Objekt erforscht, stellt schnell fest, dass damit die bisher ungenutzten Bereiche des menschlichen Gehirns aktiviert werden können. Ein Serum, dass auf Basis des Artefaktes produziert wird, ermöglicht die Freisetzung ungeheurer psionischer Kräfte, dummerweise auf Kosten des Verstandes der Geimpften, da der menschliche Geist nicht in der Lage ist, diese Energien zu verkraften.

Aiken probiert das Serum nun direkt am Fötus aus, während das Gehirn noch in der Entwicklung ist. Erstes Ergebnis sind zwei psionische Menschen, genannt Cain und Abel. Weitere Versuche folgen, doch in den Menschen wächst die Furcht vor diesen mächtigen Wesen. So wird eine Kommission ins Leben gerufen, welche die Psioniker kontrollieren soll. Cain und Abel arbeiten für diese Organisation, doch letzterer und auch andere stellen schnell fest, dass diese Energien auch für kriminelle Zwecke genutzt werden können. Ihr übernehmt die Rolle von Cain in seinem Kampf gegen die kriminellen Psioniker.

Sanity: Aiken's Artifact
Lange Ladezeiten werden mit schmucklosen Bildern überbrückt.

'Sanity: Aiken's Artifact' kommt als waschechtes 3D-Action-Adventure daher. Gespielt wird dabei mit Maus und Tastatur aus der Third-Person-Perspektive. Bei der Erfüllung der Aufgaben der abwechslungsreichen Missionen habt ihr nicht nur einige Rätsel zu bestehen, sondern auch eine Menge Gegner unterschiedlicher Härte. Zu deren Bekämpfung stehen euch neben normalen Waffen natürlich auch Cains psionische Kräfte zur Verfügung. Diese erlangt ihr nach und nach in Form von Talentkarten. Davon gibt es im Originalspiel 80 Stück, aufgeteilt in acht Klassen, mit sowohl Angriffs- als auch Verteidigungstalenten. Die Talente erinnern im wesentlichen an das, was ihr von Rollenspielen an Zaubersprüchen kennt. Feuer, Sturm und Illusionen gehören unter anderem dazu. Der Vergleich von 'Sanity' mit Rollenspielen wie 'Nox' in Kombination mit Trading-Card-Spielen wie 'Magic The Gathering' liegt daher gar nicht so fern. Die Verschiedenheit der Talente bringt dabei einen gutes strategisches Element in die Kämpfe.

Der Kampf gegen die nicht sonderlich intelligenten und linear agierenden Gegner kostet nicht nur Nerven, sondern auch Trefferpunkte und Verstand. Letzterer reduziert sich bei der Benutzung der Talente. Beides wird wie in bekannten Rollenspielen als rote und blaue Kugel dargestellt, die mit Hilfe von Tränken, die getötete Gegner fallen lassen, wieder aufgefrischt werden. Gestorben wird dennoch recht schnell, und die langen Ladezeiten lassen zum Teil etwas Frust aufkommen. Mehrere Schwierigkeitsgrade sorgen dafür, dass sowohl Anfänger als auch Profis ihren Spass am Spiel haben. Die Grade unterscheiden sich durch die vom Gegner ausgeteilten Treffer und der Häufigkeit der Tränke.

Sanity: Aiken's Artifact
Zwischensequenzen werden mit der Ingame-Engine dargestellt.

Neben den Gegnern stosst ihr natürlich auch auf nicht so feindlich gesonnene Nichtspieler-Charaktere, denen in Gesprächen Hinweise entlockt werden sollen. Auch hier ist der Einsatz der Talente mitunter erforderlich, zum Beispiel um mit Gedankenlesen an Zugangs-Codes zu kommen. Aber auch diplomatisches Geschick bei den Gesprächen wird mitunter belohnt.

Hinter all dem tuckert selbstverständlich die LithTech 1.5 Engine. Diese gehört bekanntlich zu den besseren 3D-Engines, so dass die Effekte der psionischen Talente einiges hermachen, die Level recht realistisch wirken und gut ausgeleuchtet sind, stufenloses Zoomen inklusive. Leider sieht es im Bereich Steuerung und Übersicht nicht ganz so günstig aus. Zum einen ist die Angelegenheit teilweise etwas unübersichtlich, da der Kamera-Winkel zu steil wirkt. Zum anderen ist die Steuerung etwas gewöhnungsbedürftig, wenn auch frei konfigurierbar, wobei die Konfiguration in der Beta-Version nicht einwandfrei funktioniert. Mit etwas Übung flutscht die Sache aber recht gut. An der Soundkulisse hingegen gibt es nichts auszusetzen. Treibende Musik und gute Sprachausgabe - für Cain konnte der Rapper Ice-T als Sprecher gewonnen werden - lassen keine Wünsche offen.

Sanity: Aiken's Artifact
Talentkarten bringen neue psionische Fähigkeiten.

Natürlich hat Monolith auch an einen Mehrspieler-Modus gedacht. Hier können sich bis zu acht Spieler via LAN oder Internet in 13 Maps miteinander messen. Acht unterschiedliche Multiplayer-Charaktere sollen für Abwechslung sorgen. Drei Deathmatch-Modi stehen zur Verfügung, die sich durch verschiedene Begrenzungen der Talent-Karten voneinander unterscheiden. Über das Internet sollen als Add-ons Talentkartensätze verkauft werden, so dass die Spieler teilweise über völlig verschiedene Kartensätze verfügen, was die Kämpfe um einiges interessanter machen soll. Interessant wird sicherlich die Frage, ob der Preis der Karten-Sets nicht zu hoch angesetzt ist, um ausreichend Spieler anzusprechen.

 

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
'Sanity: Aiken Artifact' verfügt über eine recht interessante Story, die, wie die gesamte Atmosphäre des Spiels, ein wenig an 'Deus Ex' erinnert, ohne jedoch dessen unglaubliche Tiefe und Handlungsfreiheit zu erreichen. Die Idee mit den psionischen Fähigkeiten bringt einen Faktor hinein, den man sonst eigentlich nur aus der Magie von Fantasy-Spielen kennt. Leider machen die zum Teil unübersichtliche Kamera-Positionierung und die etwas gewöhnungsbedürftige Steuerung viele gute Aspekte des Spieles, wie das Talentkarten-System, zunichte. Auch grafisch kann das Spiel trotz LithTech-Engine nicht völlig überzeugen, zumal die Animationen sehr behäbig wirken. Ein Kandidat für das obere Mittelfeld.

Kommentarezum Artikel