Preview - Shift 2: Unleashed : Laut, brachial, authentisch

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Need for Speed: Shift war schon eine kleine Überraschung. Statt im eigenen Studio einen weiteren Arcade-Racer rauszukloppen, gab man die Aufgabe an die GTR-Macher von Slightly Mad Studios. Heraus kam ein semirealistisches und ungemein intensives Rennspiel, das zwar ein paar Schwächen hatte (man erinnere sich an das elende Gerutsche in den Kurven), aber viele Spieler überzeugen konnte. Mit dem zweiten Teil will man den Konkurrenten Forza 3 und GT 5 mächtig einheizen und schreibt nun Shift groß und Need for Speed ganz klein.

Der erste Eindruck beim EA Showcase in München lässt auf einiges hoffen. Gleich vom Start weg erleben wir die erste Neuerung, nämlich die Helmkamera. Schon im ersten Teil versuchten die Entwickler sehr erfolgreich, Tempo und Fliehkräfte speziell in der Cockpit-Perspektive glaubwürdig und realitätsnah umzusetzen. Das gelang auch nahezu perfekt, denn zumindest visuell punktete das Spiel mit hohem Tempogefühl und enorm brachialen Chrashs.

Intensität pur

Die Helmkamera treibt das Spielchen nun noch weiter, denn ihr habt nur den begrenzten Blick durch euer Visier, auf HUD-Elemente wird komplett verzichtet und euch stehen nur die Armaturen im Auto zur Verfügung. Zusätzlich wird dabei die Kopfbewegung, basierend auf den einwirkenden Kräften, simuliert. Der Blick geht in die Kurve, der Kopf neigt sich vor und zurück oder zu den Seiten beim Bremsen, Beschleunigen und in den Kurven. Das funktioniert gut und intensiviert die Erfahrung noch mal um ein Vielfaches, zumal erneut mit Blur-Effekten und Farbveränderungen die Auswirkungen von hohem Tempo oder Kollisionen gut umgesetzt werden. Krass.

Natürlich sind die bisherigen Perspektiven - von der Stoßstangen- bis zur Draufsicht - wieder vorhanden. Aber die mag man gar nicht mehr anfassen, wenn man einmal Helm- oder Cockpit-Ansicht ausprobiert hat. Unterstützt wird die Intensität vor allem durch den Sound. Wer einmal mit einer dicken Corvette an der Startlinie Vollgas gibt, ist sofort verliebt in die Geräuschkulisse. Es gibt wohl derzeit kein einziges Rennspiel, das auch nur ansatzweise mit dem wuchtigen und brachialen Motoren-Sound der Shift-2-Boliden mithalten kann. Auch hier erste Sahne.

Shift 2: Unleashed - Video Interview mit Marcus Nilsson
EA gibt Vollgas!

Da bekommt man im Grunde gar nicht mehr richtig mit, dass sich an den Strecken nicht so viel geändert hat und die Grafik insgesamt nur wenige Schritte vorwärts macht. Insgesamt wurde die Engine aber augenscheinlich optimiert, denn die PS3-Version, die wir angespielt haben, bietet zwar keine 60 FPS, wirkt aber sehr flüssig. Einige etwas lasche Umgebungstexturen und hässliches Kantenflimmern fielen aber dennoch ins Auge. Dafür geht es jetzt nicht mehr nur am Tage zu Werke, endlich gibt es auch Nachtfahrten, und die haben es richtig in sich. Der Blick durch das schmale Visier auf die Strecke, die quasi nur von den eigenen Scheinwerfern und denen der Konkurrenten beleuchtet wird, hat in Kombination mit dem irren Tempogefühl fast schon etwas Beängstigendes.

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