Special - PC-Bau: Streaming-Monster : Threadripper-Multitasking-Maschine

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Das schlagende Herz der Maschine ist ein AMD Ryzen Threadripper 2950X. Das um die 900 Euro teure Monster wurde im 12-nm-Verfahren gefertigt und verfügt über 16 Kerne und 32 Threads sowie 64 PCIe-Lanes, ist damit also wie geschaffen für leistungshungrige Anwendungen und Multitasking. Getaktet ist die CPU mit 3,5 GHz, die im Boost bis auf 4,4 GHz klettern und sogar noch einigen Raum zum Übertakten bieten. Das haben wir allerdings nicht gemacht. Für unseren Regie-PC reicht die Performance, zudem brauchen wir ein absolut stabiles System.

Sehr gespannt waren wir auf die Performance der CPU, zumal dank SenseMI-Technologie und Zen-Architektur diverse Lern- und Adaptionsfunktionen implementiert wurden, die für eine intelligente Leistungsverteilung auf die 16 Kerne sorgen sollen. In der Tat entpuppt sich der 2950X als echtes Performancemonster, das über die Anforderungen, bei denen unser alter 8-Kerner bereits zu zittern begann, nur müde lächelt. Unser Ziel, eine hochwertige High-End-CPU einzusetzen, die auch in den kommenden Jahren noch genug Leistung bringt, ist auf jeden Fall erfüllt. Gut so, denn die Stromrechnung für den Verbrauch von satten 180 Watt erlaubt vorerst keine Neuanschaffungen.

Ein solches Monster braucht natürlich ein passendes Mainboard und da stellt der Schnuffi schon ordentliche Anforderungen. TR4-Mainboards mit X399-Chipsatz sind nicht gerade billig – unter 300 Euro geht da wenig. Wir haben uns für das etwa 360 Euro teure MSI X399 Gaming Pro Carbon AC entschieden, das recht luxuriös ausgestattet ist und hinsichtlich der näheren Zukunft reichlich Optionen bietet.

Neben dem überaus praktischen Einbaurahmen für die CPU bietet es Platz für bis zu acht DDR4-Riegel bis zu einer Speicherfrequenz von 3.600 MHz. Zudem können bis zu drei M.2-SSDs unter schützenden Abdeckungen verbaut werden und es ist Multi-GPU-fähig bis hin zu 4x SLI oder Crossfire. Zwei der vier PCIe-Slots werden sogar mit 16 Lanes befeuert. Massig USB-3.1-Type-A- und -Type-C-Ports sorgen für reichlich Anschlussmöglichkeiten. Das BIOS ist bedienerfreundlich und liefert eine Reihe von Übertaktungshilfen. Dank 10+3 Power-Phases und zusätzlicher Stromanschlüsse steht auch gepflegtem Übertakten nichts im Wege.

Wer möchte, kann das Board übrigens mit 17 RGB-Effekten aus MSIs Mystic-Light-System beleuchten und sogar die einzelnen austauschbaren Abdeckungen mittels 3-D-Druck selbst gestalten. Haben wir aber weggelassen, trotz Rauchglastüren. Wie gesagt, Arbeitstier statt Supermodel. Alles in allem ein sehr schönes Layout mit sinnvollem Design und guter Erreichbarkeit der Anschlüsse.

Kommen wir zur Kühlung. Wir erhielten den Threadripper mit einem Wraith-Kühler, haben uns aber schlussendlich für eine AIO-Wasserkühlung entschieden, um in der doch etwas beengten Regiekabine auf Nummer sicher zu gehen. Corsair hat uns hierfür eine H150i Pro 360 mm AIO zur Verfügung gestellt, eine etwa 150 Euro teure Kühlung mit 360-mm-Radiator mit drei Lüftern, den wir in die Front des Gehäuses eingebaut haben. Der Einbau war kein Problem dank des eingangs erwähnten Montagerahmens, auch der Anschluss an die CPU lief dank picobello passender Adapter und Verschraubungen problemlos.

Zur Luftabfuhr haben wir das Gehäuse oben und hinten mit insgesamt drei ML-20-Pro-Gehäuselüftern bestückt, die wir mit der Controller-Unit verbunden haben, sodass das gesamte Kühlsystem über die Corsair-Link-Software gesteuert werden kann. Die Lüfter verfügen über Vibrationsdämpfer sowie Magnetschwebetechnik und sind vergleichsweise leise, bei dem doch recht offenen 500D-Gehäuse aber dennoch hörbar. Das ist jedoch nicht die Schuld der Lüfter, sondern unseres Verzichts auf ein schallgedämmtes Gehäuse zugunsten besserer Belüftung. Im einstellbaren Quiet-Modus reicht die Kühlung der AIO und der Lüfter aber locker aus, sodass sich der Radau in Grenzen hält.

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