Special - 10 Spiele, die eine Verfilmung verdienen : Auf die Leinwand, fertig, los!

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Ob Street Fighter, Doom, Wing Commander oder jüngst Prince of Persia: Videospiel-Fans bekommen fast ausschließlich mittelmäßige bis absolut grausame Umsetzungen ihrer Lieblingsspiele im Kino zu sehen. Und wer selbst diese Machwerke noch akzeptabel findet, dem verpasst spätestens Uwe Boll den Gnadenstoß. Wenige positive Ausnahmen, wie das dennoch nicht unumstrittene Silent Hill, zeigen, dass es auch anders geht. Wir nennen euch zehn Spiele, die sich sogar noch besser auf der Leinwand machen würden - vorausgesetzt, die Lizenzen landen in den richtigen Händen ...

Es gibt kaum eine große Spielreihe, die nicht bereits zumindest gerüchteweise verfilmt werden sollte. Manche Projekte, wie der WarCraft-Blockbuster, scheinen schon so sehr in trockenen Tüchern zu stecken, dass wir hier kein Wort mehr für deren Kinoumsetzung einlegen müssen. Sie werden auch ohne jede weitere Hilfe vonseiten der Spielergemeinde ihren Weg auf die Leinwand finden.

Andere hingegen kommen überhaupt nicht in die Gänge und benötigen offensichtlich noch mehr Fürsprecher, bevor die Filmemacher dieser Welt endlich bemerken, wie viel Potenzial da verschenkt wird. Mit solch einem unterschätzten Kandidaten beginnen wir auch direkt:

BioShock

Auch wenn die Entwickler ein paar Details bei Jean-Pierre Jeunets Fantasy-Film „Die Stadt der verlorenen Kinder" abgeschaut haben, ist die BioShock-Welt dennoch so eigenständig und faszinierend, dass wir uns eine Verfilmung sehnlichst wünschen. Charismatische Figuren und eine gute Portion Grusel ergeben zusammen mit dem Art-Déco-Stil eine stimmige Mischung, die auch im Kino funktionieren würde. Das dachte sich einst auch Gore Verbinski. Doch im August 2009 verabschiedete sich der „Fluch-der-Karibik"-Regisseur wieder aus dem Projekt und seitdem ist der BioShock-Film tot.

Wahrscheinlichkeit einer Umsetzung: Hoch, da das Projekt immer mal wieder in Hollywood herumgeistert.

Dead Space

Es gibt bereits Filme, die in die richtige Richtung gehen („Pandorum") oder an denen sich Dead Space offensichtlich orientierte („Event Horizon"). Ebenso existiert das Horrorspiel in animierter Form. Was fehlt, ist ein kinoreifer, abendfüllender Dead-Space-Realfilm. Die Geschichte ist verstörend, grausam und bietet mehr Tiefe und Diskussionsstoff als die meisten existierenden Space-Horrorstreifen. Auch hier zeigte die amerikanische Filmmetropole bereits Interesse: Das Branchenblatt Variety verbreitete im Juli 2009 die Information, dass D. J. Caruso die Regie übernehme. Zuvor hatte er unter anderem „Eagle Eye" mit „Transformers"-Star Shia LaBeouf gedreht. Und wo ist das Projekt jetzt? In den Tiefen des Alls verschwunden.

Wahrscheinlichkeit einer Umsetzung: Gering. Nur Gerüchte, nichts Handfestes. Für die meisten Geldgeber in Hollywood dürfte eine adäquate Umsetzung zudem zu brutal sein.

God of War

Vin Diesel als Kratos? Der muskulöse Hüne mit der tiefen Stimme würde sicherlich einen beeindruckenden Götterschlächter mimen. Viel Tiefgang erwarten wir uns von einem God-of-War-Streifen ohnehin nicht. Nur jede Menge Göttergroll, gigantische Kontrahenten und so dermaßen bombastische Kampfszenen, dass man die Schläge schon fast selbst spürt. Eben all das, was das enttäuschende „Kampf der Titanen" nicht war. Das ganze Spektakel noch in gutem(!) 3-D und jeder Zuschauer wird nach dem Ende völlig geplättet aus dem Kinosaal taumeln. Was meint die Traumfabrik dazu? Einer lange zurückliegenden Ankündigung des „X-Men-3"-Regisseurs Brett Ratner folgten leider keine Taten.

Wahrscheinlichkeit einer Umsetzung: Gering. Wieder nur ein Regisseur, der kurz Interesse anmeldete und das Thema dann nie wieder erwähnte.

American McGee's Alice

Wie, noch ein „Alice-im-Wunderland"-Film? Unbedingt! Gerade, weil Tim Burtons Werk nicht ansatzweise die kreative Explosion eines American McGee erreicht. Wir wollen die dunkle Seite des Märchens in all seiner kranken Schönheit! Vor langer, langer Zeit war mal Sarah Michelle Gellar für die Hauptrolle im Gespräch. Das stellte sich jedoch schon bald als hohles Gerücht heraus. Die „Buffy"-Darstellerin wäre ohnehin eine eher ″suboptimale″ Wahl für diese düstere Rolle gewesen.

Wahrscheinlichkeit einer Umsetzung: Sehr gering, da das Spiel nicht bekannt genug ist und die wichtigen Filmproduzenten das Alice-Thema mit Burtons Werk vorerst abgehakt haben.

F.E.A.R.

Bevor jetzt ein großer Aufschrei folgt: Ja, F.E.A.R. hat sich bei asiatischen Horrorfilmen bedient. Eine Verfilmung des Spiels könnte jedoch eine Richtung einschlagen, die mit diesen Vorbildern nur noch wenig gemein hätte. Ein solches Gemisch aus brachialer Action und dem speziellen Asia-Horror-Touch gab es bislang noch nicht im Kino zu sehen. Die Spiele bieten genug interessante Wendungen, um mehr als einen Film zu füllen. Alma könnte endgültig zur Kultfigur mutieren und sogar ihre Vorbilder überholen.

Wahrscheinlichkeit einer Umsetzung: Gering. 2007 geisterte das Gerücht herum, dass der Film bereits gedreht werde. Gezeigt wurde jedoch nie etwas, weshalb wir davon ausgehen, dass das Projekt tot ist.

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