Preview - Super Mario Maker : Kreationen mit Klempner

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Wer von euch in der NES- oder SNES-Ära groß geworden ist, wird sicherlich so manches Mal davon geträumt haben, einmal selbst bei Nintendo zu arbeiten und das nächste Mario-Spiel mitzugestalten. Was einst nur ein Traum war, ist schon sehr bald möglich. Mit dem Super Mario Maker liefert Nintendo Jump-'n'-Run-Fans ein ebenso umfangreiches wie unkompliziertes Tool, um fortan eigene Welten für das nimmermüde Maskottchen zu erstellen.

In einem zur E3 veröffentlichten Video verrät Miyamoto ein paar Geheimnisse zur Entstehung von Super Mario Bros. aus dem Jahre 1985. Alle Level wurden auf Millimeterpapier vorgezeichnet, der erste Spielabschnitt dient als sehr subtiles Tutorial, in dem der Spieler unbewusst die verschiedensten Elemente und Muster des Spiels gezeigt bekommt. Dieses kurze Lehrstück über Videospiel-Design erfährt umso mehr Bedeutung, je länger man sich mit dem Super Mario Maker beschäftigt.

Bauherr

Ein simples Level mit ein paar Blöcken hier und ein paar Röhren da zu erstellen, ist in wenigen Minuten gemacht, doch Nintendos Editor hat selbst in der Preview-Version so viel zu bieten, dass sogar Baukastenprofis auf ihre Kosten kommen werden. Egal, wie komplex die Kreation auch sein mag – Spaß macht das Erstellen auf jeden Fall. Mit dem Stylus zieht ihr per Drag and Drop alle verfügbaren Elemente in das Fenster auf dem Wii-U-Gamepad. Neben verschiedenen Arten von Plattformen, Fragezeichenkästen und weiteren Objekten gehören dazu auch Power-ups und Gegner. Zieht ihr zum Beispiel einen Pilz in einen Fragezeichenblock, wird dieses Item bei Berührung dort erscheinen.

  • Super Mario Maker - Screenshots - Bild 1
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  • Super Mario Maker - Screenshots - Bild 17
  • Super Mario Maker - Screenshots - Bild 18

Bekannte Widersacher wie Gumbas, Koopas und Whoomps folgen ihren typischen Bewegungsmustern, sobald ihr sie in eurem Level platziert. Ihr könnt Bauteile auch auf clevere und ungeahnte Weisen miteinander kombinieren. Ein Pilz plus Gumba ergibt einen Riesen-Gumba. Das Geniale am Super Mario Maker sind aber die verschiedenen Grafik-Templates, die euch zur Verfügung stehen. Vier Phasen der Mario-Geschichte samt ihrem jeweiligen Stil stehen euch zur Wahl: Super Mario Bros, Super Mario Bros 3, Super Mario World und New Super Mario Bros. Hinzu kommen noch die unterschiedlichen Hintergründe wie Oberwelt, Wasser, Luftschiff oder Schloss.

Ein Spiel, vier Formen

Während ihr euer Level kreiert, könnt ihr jederzeit zwischen den verschiedenen Stilen wechseln. Damit ändert sich nicht nur das Aussehen von Mario, auch alle anderen Objekte werden an die gewählte Epoche angepasst. Wir verbrachten viel Zeit alleine damit, unsere Machwerke in allen möglichen Formen zu begutachten. Das macht nicht nur Spaß, sondern zeigt auch, dass sich Mario in den all den Jahren im Grunde treu geblieben ist. Warum auch nicht – gutes Design ist einfach zeitlos.

Super Mario Maker - E3 2015 Trailer
Auch Super Mario Maker wurde natürlich im Zuge des Digital-Events von Nintendo präsentiert.

Wer nicht selbst als Baulöwe tätig sein will oder einfach nur eine Abwechslung vom Editor braucht, kann auf unzählige Level zurückgreifen, die von anderen Spielern erstellt wurden. Selbst in unserer Preview-Version gab es bereits eine enorme Auswahl, die in unterschiedliche Schwierigkeitskategorien unterteilt war. Vom fast barrierefreien Von-links-nach-rechts-Laufen bis hin zu knüppelharten Kreationen ist für jeden Geschmack was dabei. Sobald das Spiel im Handel steht, werden sicherlich noch bessere, abgedrehtere und verblüffendere Werke von Fans aus aller Welt gebaut werden.

Eines der erstellten Level, die wir bei unserem Besuch des Nintendo-Stands anspielen konnten, erinnerte vom Aussehen her an The Legend of Zelda: The Adventure of Link. Mit einem besonderen Power-Pilz könnt ihr Mario in andere Nintendo-Charaktere wie Link (oder beispielsweise auch die Wii-Fit-Trainerin) verwandeln und dann mit neuem Aussehen, aber gleichen Fähigkeiten eure Hüpffähigkeiten auf die Probe stellen.

Fazit

Tim Hopmann - Portraitvon Tim Hopmann
Intuitiv und dennoch komplex

Wenn sich Nintendo da mal kein Eigentor schießt: Bei all den genialen Levelkreationen, die ab September aus aller Welt eintrudeln werden, braucht man eigentlich kein anderes 2-D-Mario-Spiel mehr. Andererseits könnte Big N den Super Mario Maker natürlich auch prima als Rekrutierungs-Tools verwenden. Vielleicht wird ja sogar der legitime Nachfolger von Shigeru Miyamoto auf diese Weise entdeckt. Doch selbst wenn es bei euch dafür nicht reicht: Spaß hat man mit dem Editor auf jeden Fall.

Dank der intuitiven Bedienung und vertrauten Elemente geht die Gestaltung leicht von der Hand. Besonders gut fand ich die Möglichkeit, jederzeit zwischen den verschiedensten Stilen wechseln zu können und zu sehen, wie und in welcher Form sich die eigene Kreation dem anpasst. Der Super Mario Maker zeigt, dass der Klempner auch im Jahr seines 30-jährigen Jubiläums noch immer für Qualität steht.

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