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Preview - Tomb Raider : Lara zum Anfassen

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Es ist die Neuauflage einer etablierten Spielfigur und der Versuch, an alte Erfolge anzuknüpfen. Tomb Raider brauchte eine Veränderung und so wird aus der einst unverwüstlichen Lara Croft eine durch viel Schmerz geformte „Badass-Action-Heldin“. Wir konnten diese Verwandlung diesmal nicht nur beobachten, sondern auch selbst anspielen.

„Die Gamer-Kultur hat sich verändert, also musste Lara sich auch verändern“, erklärt uns Karl Stewart, Global Brand Director von Entwickler Crystal Dynamics. Der Konsum von Videospielen komme heutzutage dem von Serien gleich. Man schaut es sich an und geht weiter zum nächsten. Es sei schwieriger geworden, Spieler länger an einen Titel zu binden. „Videospiele funktionieren mittlerweile anders. Sie sind viel aufwendiger inszeniert und in ihrer Machart mit Filmen gleichzusetzen“, so Stewart weiter. Das neue Tomb Raider ist in der Tat von seiner Inszenierung mit keinem seiner Vorgänger zu vergleichen. Protagonistin ist natürlich noch Lara Croft, aber auch sie ist nicht mehr die unverwüstliche Action-Queen.

Ein schmerzhafter Neuanfang

Generell muss man es vielleicht schon als Erfolg betrachten, dass ein weiblicher Videospielcharakter überhaupt so lange eine Spielserie tragen konnte. Schließlich gehört Lara eher zur Minderheit in der Videospielwelt. Miss Croft ist einzigartig, und das soll sie auch bleiben. Um das zu erreichen, lässt Entwickler Crystal Dynamics die Abenteurerin mächtig leiden und hat auch kein Problem damit, dies aus allen möglichen Kameraperspektiven zu zeigen. Schon in unserer letzten E3-Preview haben wir die schmerzhafte Entwicklung von Lara thematisiert, und dieser Eindruck verstärkt sich, sobald man selbst Hand an den Controller legt. Es ist eine große Herausforderung für jeden Entwickler, den Spieler mit seinen Helden mitleiden zu lassen. Empathie ist das Schlüsselwort, das über dem neuen Tomb-Raider-Abenteuer kreist.

Chronologisch ist das Spiel noch vor allen anderen Titeln angesetzt. Lara weiß nicht, wohin es sie in ihrem Leben führt und was sie leisten kann. Nur in kurzen Momenten blitzt das auf, was Lara Croft später zur Action-Heldin macht. Als sie durch ein Schiffsunglück auf einer mysteriösen Insel strandet, werden ihre noch nicht ausgeprägten Fähigkeiten vollends gefordert. Schließlich muss sie nicht nur einen Ausweg, sondern auch andere Schiffbrüchige finden. Wilde Tiere, das Misstrauen in die eigenen Fähigkeiten und einige ziemlich üble Gestalten machen Lara das Leben jedoch ziemlich schwer. Schwer fällt auch der anfängliche Umgang mit Pfeil und Bogen, Laras erster richtiger Waffe.

Tomb Raider - E3 2012 Crossroads Trailer
Nach langer Zeit gibt es endlich wieder neues Material zum neuen Tomb Raider. Im Trailer seht ihr allerhand neue Szenen, inkl. Gameplay-Material.

Eingebunden in ein kleines Tutorial muss man erst ein Reh erlegen. Besonders bei beweglichen Zielen ist die Trefferquote allerdings gering und es erfordert Übung, punktgenaue Treffer zu landen. Im schlimmsten Fall lässt sich aber auch die Empfindlichkeit der Steuerung regulieren. Allerdings kann man bei dieser Aufgabe noch so genau zielen, das Reh wird nie beim ersten Mal sterben. Es ist die erste Erfahrung, die Lara zusammen mit dem Spieler macht. Während das Reh seine letzten Atemzüge haucht, verliert Lara fast schon symbolisch einen Teil ihrer Unschuld. Die Erkenntnis, Leben nehmen zu müssen, um selbst zu überleben, ist Laras erster Schritt zu ihrer späteren Entwicklung.

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