Special - World of WarCraft : Zehn Jahre in Azeroth

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Blizzard schmiedete mit World of WarCraft das erfolgreichste Massive-Multiplayer-Online-Roleplaying-Game aller Zeiten. Es hält mit aktuell rund 7,4 Millionen Abonnenten noch immer den Rekord für die meisten aktiven Spieler eines Videospiels im Guinness Buch der Rekorde. Mit Warlords of Draenor erscheint nun die fünfte Erweiterung, der Erfolg von WoW begann jedoch viel früher. Wir schauen zurück.

World of WarCraft - Video-History
Wir blicken auf die Geschichte des erfolgreichsten MMOs aller Zeiten - World of WarCraft.

Das erste Lebenszeichen von World of WarCraft findet man im Jahre 2001. Auf der European Computer Trade Show in London präsentierte Blizzard zum ersten Mal seine Pläne für ein Online-Rollenspiel im WarCraft-Universum. Zu diesem Zeitpunkt war WarCraft nicht neu: Das Strategiespiel WarCraft III befand sich ein Jahr vor der Veröffentlichung und sollte das Echtzeitstrategie-Genre für die kommenden Jahre dominieren, WarCraft II war seit 1995 ein Dauerbrenner und neben Command & Conquer einer der ganz großen Strategietitel.

Die ersten Bilder des Rollenspiels waren beeindruckend. Die Grafik wirkte imposant, gerade im Vergleich zu anderen damaligen MMORPGs wie EverQuest oder LineAge. Die finale Fassung erschien im Jahre 2004. Die Entwicklungszeit betrug laut Blizzard rund viereinhalb Jahre, inklusive einiger Betatests. Gerade diese verhalfen dem Spiel zu einem großen Hype, da bereits viele WoW vor dem offiziellen Erscheinen kostenlos ausprobieren konnten und erfahren durften, wie sich dieses Rollenspiel anfühlt. Durch den großen Erfolg von WarCraft III waren selbst Strategiespieler auf den Geschmack gekommen, die sonst keinen Zugang zu MMORPGs fanden, aber trotzdem vom Universum begeistert waren. Blizzards guter Ruf durch den Erfolg von Diablo holte weitere Fans an Bord.

Als World of WarCraft am 23. November 2004 offiziell in Amerika und Neuseeland startete, war es um viele Spieler geschehen. Durch die Einsteigerfreundlichkeit und das liebevoll ausgearbeitete Szenario wurden enorm viele Spieler in die komplexe Welt der Online-Rollenspiele eingeführt. Das Inventar und die Zauberfähigkeiten waren übersichtlich und durch den großen Ansturm fand man leicht Anschluss. In Europa musste man sich bis Februar 2005 gedulden, als die Server offiziell online gingen.

Kurz nach dem europäischen Start zählte das WarCraft-Rollenspiel bereits 1,5 Millionen Abonnenten weltweit. Die Maximalstufe war zu Beginn Level 60. Die sehr anspruchsvollen 40-Spieler-Raids wie der Geschmolzene Kern oder Onyxias Hort forderten großen Gruppen genaue Koordination ab. Diese Herausforderung nahmen aber auch viel Zeit in Anspruch, was zu Vorurteilen führte. Bis heute bezeichnen vor allem Nichtspieler World of WarCraft gern als Hobby, das keinen Raum für andere Aktivitäten lässt.

Die erste neue Welt

Mit The Burning Crusade erschien am 15. Januar 2007 die erste Erweiterung im WoW-Universum. Damit konnten Figuren auf die Stufe 70 gelevelt werden und die Scherbenwelt war zum ersten Mal betretbar. Aufseiten der Horde kamen die Blutelfen als neue Rasse dazu, das Gegenstück bei der Allianz waren die Draenei. Zum ersten Mal war es möglich, aufseiten der Allianz Schamanen zu spielen und für die Horde als Paladin zu agieren.

Eine weitere große Neuerung waren fliegende Reittiere. Die konnten zwar nur in der Scherbenwelt genutzt werden, legten aber den Grundstein für die Fortbewegung in den kommenden Erweiterungen. Zudem wurde ein neues PvP-Arenasystem eingeführt, in dem Spieler zu zweit, zu dritt oder zu fünft im Team gegeneinander spielen konnten. Das war der erste Schritt von World of WarCraft in den kompetitiven E-Sport.

Der Weg des Eises

Nur eineinhalb Jahre später, am 13. November 2008, erschien mit Wrath of the Lich King die nächste Erweiterung im World-of-WarCraft-Universum. Zum ersten Mal startete eine Erweiterung gleichzeitig in Nordamerika und Europa. Nur Australien musste einen Tag länger auf das neue Gebiet Nordend warten. Mit 2,8 Millionen verkauften Einheiten am Erscheinungstag brach das Add-on sogar den Rekord von Burning Crusade, das am ersten Tag rund 2,4 Millionen Einheiten umgesetzt hatte.

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