News - Xbox One : Deswegen nimmt ein Händler die Konsole aus dem Sortiment

  • One
Von Kommentieren

Weil Microsoft den Xbox Game Pass ausgeweitet hat, nehmen die ersten Händler die Konsole aus dem Sortiment. Die Xbox wäre Aussagen zufolge "null Verdienst" und "nur Aufwand".

Anfang der Woche hat Microsoft bekannt gegeben, dass der Xbox Game Pass künftig auch Spiele aus eigenem Haus zum Launch beinhalten wird. Sprich: Für einen geringen Abo-Beitrag im Monat müssen sich Besitzer der Konsole im Grunde kein Spiel mehr extra kaufen. Sie bekommen die neuesten Titel immer ohne Extrakosten. Im Konkreten wird das in absehbarer Zukunft Sea of Thieves, State of Decay 2 und Crackdown 3 betreffen. Für den Handel bedeutet dies natürlich, dass Einbrüche beim Verkauf von Xbox-Spielen drohen. Dass die Geschäfte nicht besonders erfreut über das neue System sind, macht sich nun in ersten Maßnahmen bemerkbar.

Gegenüber GamesMarkt erwähnte die Gameware KG, die das Portal gameware.at betreibt, dass sämtliche Microsoft-Konsolen ausgelistet wurden. Das Unternehmen sieht künftig nicht mehr ein, warum es weiterhin Xbox-One-Konsolen verkaufen solle, "die null Verdienst bringen und nur Aufwand bedeuten, wenn Microsoft anschließend am Vertrieb der Software nur noch selbst verdienen will.[...] Wer das Geschäft allein machen will, soll auch die Arbeit allein machen."

In aller Regel wird im Konsolengeschäft Hardware mit Verlust vermarktet. Selbst dem Handel bleibt kaum etwas vom Verkauf einer Konsole. Die Gewinne werden zu großen Teilen aus der Software erwirtschaftet. First-Party-Titel, die konsolenexklusiv, damit meist überproportional häufig verkauft und jetzt in einem Abo-Modell zum Download angeboten werden, nehmen dem Handel also ein wichtiges Geschäft weg. Bereitet sich Microsoft möglicherweise auf einen Ausstieg aus dem stationären Konsolengeschäft vor und will zum Netflix für Videospiele werden?

Gameswelt News - Sendung vom 24.01.2018
Gameswelt News vom 24.01.18: Ghost Recon: Wildlands, Xbox Game Pass, Overwatch und World of Tanks VR.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel