Test - ZOTAC GeForce RTX 2060 Super Mini : Wirklich super oder doch nur mittelgut?

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NVIDIA und AMD batteln sich derzeit ganz ordentlich. Kaum kündigt AMD die neue Radeon-5700-Reihe an, kontert NVIDIA mit dem RTX Super genannten Refresh der erst im Herbst erschienenen Grafikkarten RTX 2060 und 2070, in Kürze gefolgt von der RTX 2080. Das ließ AMD nicht auf sich sitzen und reduzierte noch kurz vor dem Launch der Radeon-Karten deren Preise. Puh. Abgesehen davon, dass sich RTX-Erstkäufer derzeit wohl ein wenig in den Hintern beißen, stellt sich nun die Frage, wo sich die neuen Super-Karten in der Hierarchie einordnen, ob sich der Mehrpreis lohnt und ob sie nun wirklich super sind.

Wie ihr aus der Einleitung bereits entnehmen könnt, ist die Situation für Grafikkartenkäufer derzeit nicht gerade einfach. Preislich ist derweil einiges durcheinander, nicht zuletzt dank der Preissenkung seitens AMD bei den 5700er-Modellen, die in direkter Konkurrenz zu den alten Modellen der beiden kleinen RTX-Karten stehen. Hier mal eine kleine Übersicht zu den aktuellen Straßenpreisen, die wir gesichtet haben:

  • GeForce RTX 2060 – ab 309 Euro

  • AMD Radeon 5700 – ab 369 Euro

  • GeForce RTX 2060 Super – ab 409 Euro

  • AMD Radeon 5700 XT – ab 419 Euro

  • GeForce RTX 2070 – ab 439 Euro

  • GeForce RTX 2070 Super – ab 529 Euro

Erschwerend hinzu kommt, dass die Leistungsdichte der Karten nicht so wahnsinnig weit auseinander ist, zumindest wenn es um 1080p oder 1440p Auflösung geht. Zwar kann NVIDIA derzeit noch mit dem Vorsprung dank RTX und DLSS punkten, aber das wird derzeit noch von (zu) wenig Spielen unterstützt, um von Belang zu sein. AMD kontert dies wiederum mit speziellen Treiberfeatures zur Bildverbesserung. Uff. Sei es drum, widmen wir uns nun dem Test der RTX 2060 Super, die uns in Form von der handlichen Mini-Variante von ZOTAC erreichte.

Wie bei den Miniversionen üblich, glänzt die Grafikkarte wieder mit kompakten Abmessungen von 209,6 x 119,3 x 41 mm und passt damit auch in ältere oder kleinere Gehäuse. Das offene Design soll für eine gute Belüftung sorgen, auf eine schicke Backplate hat der Hersteller aber dennoch nicht verzichtet. Bei den Anschlüssen sind die üblichen drei DisplayPorts nebst einem HDMI-Port im Aufgebot. Für die Stromversorgung reicht ein 8-Pin-Anschluss.

Im Inneren der Karte werkelt der TU106-4120-Chip im leicht gedrosselten Referenztakt ohne herstellerseitige Übertaktung mit einer Boost.-Frequenz von 1.650 Hz. Gegenüber der normalen RTX 2060 wurde bei Kernen und Speicher aufgestockt. Der Speicher wurde von 6 GB GDDR6 auf 8 GB erhöht, das Speicherinterface wurde von 192- auf 256-Bit aufpoliert bei gleichgebliebener Taktrate. Bei den Kernen werden nun 2.176 CUDA-Cores, 272 Tensor Cores und 34 RT Cores geboten, entsprechend der von NVIDIA angekündigten Aufrüstung. Der Stromverbrauch ist mit 175W TDP angegeben, erneut weniger als bei der AMD-Konkurrenz.

Gekühlt wird das Innenleben der ZOTAC-Karte von zwei 90-mm-Lüftern mit dem üblichen IceStorm 2.0 Cooling-System. Das leistet insgesamt gute Arbeit und hält die GPU auf Temperaturen von maximal 80 bis 81 Grad. Die Lüfter sind erfreulich leise und auch in offenen Gehäusen kaum zu hören. Einziger Haken, wie immer bei ZOTAC: Im Idle-Betrieb schalten die Lüfter wieder mal nicht ab.

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