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Preview - Dead Island : Sightseeing in Banoi

  • X360
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Zum Dank gibt es Erfahrungspunkte. Ähnlich wie in einem typischen Rollenspiel levelt ihr euren Charakter nach und nach auf. Er kann bessere Waffen nutzen, die anfangs noch nicht einsetzbar sind. Wichtiger ist aber, dass sich mit den Erfahrungspunkten Fähigkeiten ausbauen lassen. Es gibt vier spielbare Charaktere, deren Fähigkeitsbaum jeweils in drei Bereiche unterteilt ist: Raserei, Kampf und Überleben. Raserei steht dabei für Spezialmanöver, die eure Spielfigur in bestimmten Situationen ausführen kann. So könnt ihr mehrere Gegner auf einmal plattmachen. Später reicht sogar ein Schlag aus, um die Zombies unschädlich zu machen. In der Kategorie Kampf erhöht ihr durch den Ausbau der Fähigkeiten zum Beispiel die Schlagkraft von stumpfen Waffen. Auch das Aufleveln im Bereich Überleben macht Sinn: So könnt ihr später Schlösser von Metallkisten per Dietrich knacken oder beim Handel von Gegenständen mit anderen Überlebenden einen höheren Verkaufspreis erzielen.

Augen auf im Straßenverkehr

Nachdem wir das Mädchen mit Wasser versorgt haben, machen wir uns weiter auf den Weg. Oberhalb der riesigen Poolanlage stoßen wir auf eine Straße, auf der sich brennende PKW, verunglückte Reisebusse und jede Menge verstreutes Gepäck befinden. Verunfallte Urlauber wurden schon abgenagt, Leichen pflastern unseren Weg. Dazwischen immer wieder Zombies, die sich an den Leichen zu schaffen machen. Wir gehen den schmatzenden Unholden aus dem Weg und laufen auf der breiten Straße relativ problemlos an den Gruppen vorbei. Allerdings solltet ihr auf eurem Streifzug nicht trödeln, sonst holen euch die Verfolger ein und attackieren euch hinterrücks. Das bedrohliche Knurren ist ein guter Indikator, wie weit die Untoten noch entfernt sind. Moment mal! Da, zwischen den ganzen Autowracks, ist ein Pick-Up in gutem Zustand.

Durch Drücken der Aktionstaste klemmen wir uns hinters Steuer, mit der rechten Schultertaste geben wir Gas. Schon bald torkelt der erste Zombie vor den Wagen und wir halten drauf. Die Kreatur knallt gegen die Stoßstange und fliegt gegen die Frontscheibe, die daraufhin zersplittert. Wir schlagen die Überreste aus dem Rahmen und fahren weiter. Nach einigen Kollisionen mit mordenden Fußgängern und Hindernissen qualmt es aus dem Motorraum. Genau wie Gegenstände zeigen also auch Fahrzeuge Gebrauchsspuren und sind nicht unendlich nutzbar. Wir fahren die malerische Küste entlang, bis wir einen riesigen bunkerartigen Komplex erreichen. Was es damit auf sich hat, konnten wir in der Preview-Fassung, die auf eine Stunde Spielzeit begrenzt war, nicht aufdecken. Auf jeden Fall aber ist klar: Das Spielareal ist riesig, Banoi als Schauplatz hat die Bezeichnung „offene Spielwelt“ wirklich verdient. Tankstellen, Tunnelanlagen, verstreute Gebäudekomplexe - allein an der Straße gibt es sehr viel zu entdecken. Ganz Wagemutige können sogar zurück zum Hotelkomplex, um dort nach Überlebenden, Gegenständen und Hinweisen nach dem Ursprung der Katastrophe zu suchen.

Ruhe tanken im Basislager

Nach unserer ausgiebigen Entdeckungstour kehren wir zurück zu unserer eigentlichen Hauptmission, nämlich dem Aufspüren der Rettungsschwimmerbasis am Strand. Nachdem wir mit einer Chipkarte das elektronische Tor geöffnet haben, erwartet uns der erste größere Bossgegner. Der Riesenzombie kann verdammt viel einstecken, ist aber zum Glück sehr träge, so dass wir ihn mit gezielten Würfen und Schlägen solange traktieren können, bis er besiegt ist. Zum Werfen eignen sich besonders Messer oder andere Schneidwerkzeuge, die allerdings im untoten Fleisch stecken bleiben. Da braucht es dann schon mehrere Gegenstände aus dem Inventar, um dem Koloss endgültig ins Jenseits zu schicken. Anfangs könnt ihr nur zwei Waffen gleichzeitig tragen, durch ein Fähigkeiten-Upgrade habt ihr im späteren Spielverlauf Zugriff auf mehr Gegenstände, ohne erst ins Inventar wechseln zu müssen.

Schnell nach dem Riesenunhold noch die normale untote Laufkundschaft mit Spaten oder Rohrzange erledigen, und schon kann die Meute der anderen Überlebenden nachrücken. Über das Funkgerät in der Station erreicht uns aus dem Nichts der Notruf eines Piloten. Kurz darauf donnert ein Passagierflugzeug dicht über das Dach des Basislagers. Was es mit dessen Absturz auf sich hat und wo das Flugzeugwrack zu finden ist, erfahren wir spätestens in der Testversion von Dead Island. Diese eingestreuten Ereignisse verdichten die ohnehin starke Atmosphäre des Überlebenskampfes zusätzlich. Nachdem wir uns in der Basis eingerichtet haben, geht es an die Drecksarbeit. In einer der Nebenmissionen bittet uns einer unserer Kameraden darum, ihm bei Verbrennen der fauligen Zombiekörper zur Hand zu gehen. Eure Aufgabe: Fahrt mit einem Auto zur Tankstelle und bringt volle Benzinkanister mit. Das Auto ist allerdings erst fahrbereit, nachdem ihr Ersatzteile aus den Fahrzeugwracks der Umgebung besorgt habt. Ihr seht schon, es gibt genug zu tun auf Banoi.

Fazit

von Jens Quentin
Nachdem ich nun einige Stunden allein auf Banoi zugebracht habe, ist meine Zuversicht zurückgekehrt: Dead Island hat das Zeug, das stimmungsvolle Action-RPG zu werden, das sich viele nach den ersten Informationen erhofft hatten. Aus der hektischen Item-Sammelei und dem stumpfen, pausenlosen Metzeln von Zombiehorden des Mehrspielermodus wird dann im Einzelspielermodus ein atmosphärisch packender Erkundungstrip in einer riesigen offenen Spielwelt voller Geheimnisse und Überraschungen, auch wenn Technik und Präsentation sicherlich nicht oberstes Topniveau erreichen. Wenn man nicht ständig hektisch auf der Suche nach zu zerschmetternden Zombieköpfen durch die Gegend rennt, sondern den Entdeckungsaspekt in den Vordergrund stellt, das Spieltempo drosselt und die superbe Atmosphäre auf sich wirken lässt, wird Dead Island zu einem Titel mit riesigem Potential. Dann verkommt der Titel nämlich nicht zu dem sinnfreien Arcade-Gemetzel, für das zum Beispiel die meiner Meinung nach überschätzte Left-4-Dead-Serie steht. So kann aus Dead Island ein besonderes Spiel werden.

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