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Test - Die Simpsons: Das Spiel : Die Handhelds werden gelb.

  • PSP
  • DS(i)
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Die PSP-Umsetzung hat letztlich nur einen großen Makel, nämlich die Kamera. Mochte uns diese schon bei den anderen Versionen nicht vollends überzeugen, so müsst ihr auf dem Sony-Handheld die Ansicht stets nachjustieren, wobei dieses Manöver etwas umständlich ausgefallen ist. An manchen Stellen erlaubt das Spiel erst gar keine manuelle Bewegung der Kamera, so dass ihr schon mal einen Sprung ins Ungewisse wagen müsst. Ansonsten hinterlassen die Simpsons auf der PSP aber einen guten Eindruck, selbst technisch steht die Umsetzung der PS2-Version kaum nach.

Dreidimensional war gestern

Aus dem launigen Action-Adventure ist bei der DS-Fassung ein annehmbarer Plattformhüpfer geworden. Statt in 3D bewegt ihr euch von links nach rechts oder von oben nach unten durch die 2D-Levels und seid viel mit Springen beschäftigt. Die Superkräfte der Helden stehen euch in etwas vereinfachter Form aber auch zur Verfügung, so kann Bart als Bartman weite Abgründe überfliegen oder Homer in seiner Rolle als Homerball mehrere Feinde überrollen. Der Wechsel der Spielfiguren geschieht auf dem DS automatisch, meist müsst ihr mit einem Charakter einen Hebel erreichen, damit sich der Weg für das andere Familienmitglied öffnet.

Trotz der 2D-Levels bleibt der klasse Humor der Vorlage weitestgehend erhalten, die Atmosphäre ist alleine schon deshalb hervorragend, da auf dem DS sogar eine deutsche Sprachausgabe vorhanden ist, was bei dem Nintendo-Handheld nun wahrlich eher eine seltene Ausnahme ist. Auch wenn die DS-Umsetzung im Großen und Ganzen dieselbe Story erzählt und die Missionen thematisch den Vorbildern entsprechen, bekommt ihr auf dem Handheld ein paar zusätzliche Zwischensequenzen zu sehen, müsst aber auf andere auch verzichten.

Der Look der TV-Folgen wurde für die technischen Möglichkeiten hervorragend auf den DS-Handheld transportiert, die Grafik ist schön bunt und liebevoll detailliert. Als kleinen Ausgleich für den fehlenden Stadtspaziergang durch Springfield, bietet die DS-Version einen kleinen Bonus. So dürft ihr Homer auf seiner Fernsehcouch mit verschiedenen Nahrungsmitteln füttern und wiederbeleben, falls er zu viel gegessen hat. Das witzige Minispiel erinnert nicht ohne Grund an Tamagotchis. Exclusiv auf dem DS gibt es auch noch vier verschiedene Mehrspielermodi, die ihr mit bis zu drei Freunden bestreiten dürft. Beim "Goldenen Donut" streiten sich vier Homers dann etwa um ihre Lieblingsspeise, im "Bart-Match" bekämpft ihr euch mit der Schleuder.

Fazit

von Jan Höllger
Ob auf NextGen-Konsole oder Handheld, das neue Simpsons-Spiel ist überall eine gelungene Persiflage auf die Videospielindustrie und eine der besten Lizenzversoftungen der letzten Jahre. Während die PSP-Version mit Kameraproblemen zu kämpfen hat, inhaltlich ansonsten aber der PS2-Version entspricht, hat uns die eigenständige DS-Umsetzung überraschend gut gefallen, auch wenn die Plattformlevels auf Dauer etwas langweilig werden. Doch da das Leveldesign hier komplett anders ausfällt, ist die DS-Version sogar für Kenner der NextGen-Fassungen interessant.

Überblick

Pro

  • abwechslungsreiches Leveldesign
  • klasse Humor
  • sehr gute deutsche Synchronisation (selbst auf dem DS)

Contra

  • Kamera sorgt für viele Probleme (PSP)
  • kein freies Erkunden von Springfield
  • schwache Kampfanimationen (DS)
  • Levels auf dem DS stark vereinfacht

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