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Preview - Final Fantasy XV : Über vier Stunden angezockt

  • PS4
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Kluge Spieler schlagen daher an so genannten „Refugien“ ihre Zelte auf. Der Vorteil: am Lagerfeuer werden erbeutete Erfahrungspunkte in Fähigkeitenpunkte umgemünzt. Darüber hinaus kocht Ignis ganz ausgezeichnet und verstärkt dadurch die Eigenschaften seiner Freunde für 24 (Spiel-)Stunden. Die dafür notwendigen Zutaten kauft ihr entweder oder erbeutet sie in Kämpfen.

Mit Fähigkeitenpunkten wiederum schaltet ihr neue Eigenschaften frei – etwa zusätzliche Accessoire-Slots, neue Waffenfertigkeiten oder Verbesserungen von Magie- oder Lebenspunkten. Als Star der Truppe greift Noctis zu gleich vier Waffen, die ihr auch während einer laufenden Kombo mithilfe des Digitalkreuzes wechseln könnt. Ignis, Prompto und Gladio sind dagegen an ihre Lieblingsprügel gebunden: Gladio schwingt also den Zweihänder, Ignis piekst Gegner mit Dolchen und Prompto ballert mit Handfeuerwaffen.

Mit Accessoires wie Ringen oder Amuletten wertet ihr die Eigenschaften auf. Elementarmagie könnt ihr zusätzlich benutzen, um Attacken etwa zusätzlichen Eis- oder Feuerschaden zu verpassen. Schade: Rüstungen oder andere weiterführende Gegenstände gibt es leider nicht. Das Mikromanagement entfällt also.

Chaos, Camping und Ruhepausen

In den Kämpfen kontrolliert ihr ausschließlich Noctis direkt. Mit der Standard-Attacke entfesselt ihr problemlos Kombos. In bestimmten Situationen interagiert die Spielfigur halbautomatisch mit den Freunden und zeigt Team-Aktionen. Nützliches Werkzeug ist zudem der so genannte „Warp“. Mit ihm katapultiert ihr euch direkt zum Feind oder in Sicherheit. Letzteres ist gerade in Bosskämpfen von entscheidender Wichtigkeit. Denn mit dem Warp verschafft ihr euch Verschnaufpausen, in denen ihr Magie- und Lebenspunkte regenerieren könnt.

Magiepunkte gebt ihr im Verlauf des Spiels vor allem für den Gebrauch der 13 Königswaffen aus. Sie richten besonders viel Schaden an, zehren Noctis aber auch aus. Gehen ihm die Magiepunkte aus, kollabiert er und kraucht nur noch langsam über das Schlachtfeld. In diesen Momenten warpt ihr euch am besten an einen der „zufällig“ postierten Aussichtspunkte. Je weiter weg ihr vom Geschehen seid, desto schneller bauen sich Magiepunkte wieder auf.

Leider entpuppen sich die Kämpfe mit kleineren Monsterhorden als extrem chaotisch. Bei vier Helden und unzähligen Biestern auf dem Schirm fällt es schwer, die Übersicht zu behalten. Dazu ragten in unserer Anspielsitzung immer wieder Objekte unschön ins Bild, was die Navigation erschwerte. Überhaupt benötigte es nur bei Endgegnern so etwas wie Taktik. Im Gefecht mit Riesenrobotern oder gigantischen Bestien wie dem Bluthorn solltet ihr Noctis und seine Freunde klug einsetzen.

Final Fantasy XV - World of Wonder feat. Florence + the Machine Music Trailer
In Final Fantasy XV werdet ihr unter anderem Musik von Florcene + the Machine hören können.

Zu diesem Zweck greift ihr auf Team-Kommandos zurück. Sobald sich der grüne Balken am linken Bildschirmrand aufgefüllt hat, könnt ihr eure Kollegen befehligen. Gladio schleudert beispielsweise Widersacher mit einem Rundumschlag zu Boden, Ignis markiert seine Ziele und Prompto ballert aus der Distanz mit dem „Durchschuss“. Doof: Bei jedem Team-Move zoomt die Kamera kurz raus und entreißt euch die Kontrolle über Noctis, ehe die Aktion mit einem Reaktionstest abschließt.

Überhaupt fallen die leicht antiquierten Quick-Time-Events negativ auf. Egal, ob bei Paraden oder im Clinch mit Feinden – immer wieder ist Button-Mashing gefragt. Der ebenfalls angekündigte Pausenmodus war in der Vorschaufassung noch nicht implementiert. Hier müssen wir abwarten, ob dieser sich positiv auf den Anspruch auswirkt.

Fazit

Olaf Bleich - Portraitvon Olaf Bleich
Spazierfahrt ins Abenteuer

Ich möchte wissen, wie es in Final Fantasy XV weitergeht. Das ist die gute Nachricht. Die ersten Stunden und Kapitel haben mich neugierig gemacht. Speziell der kurze Ausblick in „Chapter 0“ deutet für mich auf eine spannende Entwicklung der vier skurrilen Hauptdarsteller hin. Ich hoffe, dass die Burschen ihrem Teenie-Dasein entwachsen und zu ernsthaften Helden heranreifen.

Spielerisch hat mich Final Fantasy XV noch nicht vollends überzeugt. Das Kampfsystem spielt sich zwar vergleichsweise handlich, artet aber zu schnell in blankem Chaos aus. Nur in den Bosskämpfen brauchte ich Taktik und das „Abhängen“ zum Aufladen der Magiepunkte beeindruckt mich nicht wirklich. Auch die offene Spielwelt hat noch ihre Macken – wie etwa die merkwürdigen Verkehrsregeln. Final Fantasy XV bringt definitiv das Zeug mit, um mich für viele Stunden an die Konsole zu locken. Doch für vollkommene Glückseligkeit muss Square Enix hier und da noch nachbessern.

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