Test - Patrizier II : Patrizier II

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Es ist spät in der Nacht. Nebel liegt über der Stadt Reval, die der Hanse angehört, jenem Zusammenschluss wagemutiger Kaufleute im 13. Jahrhundert. Ihr sitzt in eurem Kontor und fragt euch, wann endlich die Kogge mit der Ladung Wein an Bord im Bestimmungshafen ankommt, damit ihr nach dem Erfüllen des Auftrags von dem erhaltenen Geld die Gläubiger befriedigen könnt, die euch im Nacken sitzen.

Die Geschichte
Einige Schiffe sind bei dem letzten Unwetter stark beschädigt worden, sie müssen unbedingt repariert werden, bevor sie erneut auslaufen können. Die Steuer ist ebenfalls fällig. Das vor Wochen bei den Bürgern eurer Heimatstadt angekündigte und sehnsüchtig erwartete Fest muss ausgerichtet werden, doch die Waren, die ihr dafür dringend benötigt, sind auf einem Kraier untergebracht, der sich aufgrund eines Sturmes verspätet.

Er fährt langsamer dadurch und wäre ein leichtes Opfer für die in letzter Zeit immer häufiger gesichteten Piraten, die sich einen Spass daraus machen, beladene Schiffe abzufangen und sie zu entern. Wenn ihr erst genug Geld habt, werdet ihr darüber nachdenken, einen Auslieger zur Verfügung zu stellen, der die Stadt bewacht und vor solchem Gesindel schützt.

Es ist mehr als ungewiss, ob der Kraier noch pünktlich beziehungsweise, ob er überhaupt eintreffen wird. Nicht auszudenken, wenn wegen schlechter Bewirtung der Ruf leiden würde und aufgrund dessen eine heiratswillige, reiche Frau abspringt, die euch eine schöne Mitgift bringen könnte, abgesehen vom möglichen Verlust des Schiffes und der gesamten Ladung. Gerade jetzt, wo ihr das Geld so dringend benötigt!

Patrizier II
Im Intro wird die Geschichte eines alten Händlers erzählt.

Ihr entschliesst euch, ins Bett zu gehen. Morgen ist auch noch ein Tag, heute könnt ihr ohnehin nichts mehr machen ausser beten. Stimmt - ihr geht noch einen Moment in die Kirche, um für das rechtzeitige Eintreffen des Schiffes zu beten. Eine Spende wäre sicher auch nicht schlecht, aber angesichts der finanziellen Notlage ist diese Ausgabe im Moment nicht drin. Die Kirche wird sich gedulden müssen. Das bezieht sich auch auf den geplanten Ausbau des Gotteshauses, den ihr im Moment einfach nicht mitfinanzieren könnt.

Hoffentlich hat das Beten etwas genutzt, damit bald wieder bessere Zeiten kommen. Wenigstens wird eure Heimatstadt im Moment nicht belagert - andererseits kann man in diesen Zeiten besonders viel Geld und Ansehen erlangen. Doch genug der Gedanken, es ist wirklich Zeit, schlafen zu gehen. Morgen wird wieder ein anstrengender Tag.

Patrizier II
Natürlich müssen genügend Matrosen an Bord eines neuen Schiffes sein.

Die Sonne scheint durchs Fenster, ihr erhebt euch schwerfällig unter der Last der Sorgen. Doch plötzlich ist alle Not vergessen, das lang ersehnten Schiff ist über Nacht eingetroffen, die Ware wurde vertragsgemäss in der Kneipe der Stadt dem Händler übergeben, der euch das Geld gutgeschrieben hat. Auch der Kraier ist endlich angekommen. Zwar beschädigt, die Reparatur wird nicht billig werden und einige Zeit in Anspruch nehmen, in der das Schiff in der Werft brach liegt, aber er ist angekommen und nur das zählt im Moment. Er war tatsächlich von einem Piratenschiff angegriffen worden, aber eurem ausgezeichneten Kapitän gelang es mitsamt der tapferen Mannschaft, das Piratenschiff zu entern und mitsamt den Waren an Bord in euren Besitz zu bringen. Eine hübsche Summe werdet ihr einnehmen, wenn ihr sie verkauft.

 

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