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Special - PC vs. Konsolen - Grafikvergleich : Ein ungleicher Kampf

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F1 2011

Jetzt steigen wir in die Rennflitzer. Obwohl die Bilder schneller als üblich an euch vorbeizischen, fallen trotzdem einige Unterschiede immer wieder auf. In erster Linie, wieder einmal, die Kantenglättung. Selbst bei vierfachem Antialiasing werden die Kanten auf dem PC deutlich besser als auf den beiden Konsolen geglättet. Bei 16-fachem Antialiasing liegen zwischen den Plattformen Welten, allerdings nur bei genauem Hinschauen. Im Spielfluss verpuffen die Differenzen zwischen 4- und 16-fachem Antialiasing größtenteils.

Zusätzlich dazu spiegeln Objekte, vor allem die Fahrzeuge an sich, die Umgebung effektvoller auf dem PC wider. Bei den Texturen werden mittelweit entfernte ein bisschen schärfer dargestellt als auf der X360 oder PS3. Das gilt auch für die Schatten, die im Wesentlichen zwar auf allen Plattformen nahezu identisch sind, auf den Konsolen an den Kanten aber zum Ausfransen neigen.

F1 2011 - Head 2 Head: PC vs. Xbox 360
PC vs. Konsole. In unsere Spezial-Videoreihe, vergleichen wir Spiele aus 2011, direkt miteinander. Welche Plattform schneidet wie gut ab. In diesem Video bei F1 2011.

Jeder gegen jeden

Was sich vor ein bis zwei Jahren bereits abzeichnete, schlägt nun voll durch. Die aktuelle Spielegeneration galoppiert den Konsolen davon. Möglich ist das aufgrund der weiten Verbreitung von DirectX 11 und des damit verbundenen Performance-Anstiegs sowie der starken Grafikkarten, die selbst in der Mittelklasse oft hohe Details, wie im Fall von Battlefield 3, darstellen können. In Multiplattformspielen setzt sich der PC in erster Linie über die Kantenglättung ab, aber auch die Weitsicht, detailliertere Texturen (vor allem auf mittlerer Distanz) und die Schatten berechnet der heimische Rechner mit halbwegs moderner Mittelklasse-Hardware wesentlich besser.

Hin und wieder gibt es auch PhysX-Effekte als Sahnehäubchen obendrauf, die zwar nur Geforce-Karten vorbehalten bleiben, mit ihren Partikeln dann aber für eine nochmals lebendigere Umgebung sorgen - wie bei Batman: Arkham City oder Mafia II. Die grundsätzlich höhere Auflösung auf dem PC gibt den Konsolen den Rest. Oft gleich sind dagegen die Wasser- und Raucheffekte, selbst bei PC-Vorzeigetiteln wie Battlefield 3.

Doch was bleibt davon im Alltag übrig, wenn wir die neuesten PC-Musterknaben ausklammern? In den meisten Spielen verzichten Publisher auf PC-spezifische DirectX-11-Effekte oder PhysX, da sie schlicht zusätzliche Entwicklungskosten verursachen. Abgesehen von der Kantenglättung und den im Schnitt satteren Farben auf dem PC unterscheiden sich viele Spiele dann kaum, obwohl deutlich mehr möglich wäre.

Auffällig ist auch der Kannibalismus unter den Konsolen. In fast allen Vergleichen, auch in hier nicht aufgeführten Spielen, schneidet die Xbox 360 besser ab als die PlayStation 3, sei es durch die bessere Kantenglättung, die leicht höhere Weitsicht oder die Farbgebung.

Welche Erkenntnis gewinnen wir daraus? Grafikliebhaber sollten zum PC greifen. Das gilt umso mehr, je länger eine neue Konsolengeneration auf sich warten lässt. Durch die leistungsstarken Mittelklasse-Grafikkarten und günstigen Prozessoren können hohe Details auch ohne eine Highend-Kanone abgerufen werden, sofern ihr euch mit der Kantenglättung hin und wieder etwas zurückhaltet. Spielerisch fällt der Plattformkampf weniger eindeutig aus, denn die Grafik allein kann natürlich den Spielspaß nicht ersetzen.

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