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Test - ASUS ROG Xbox Ally X : Test: Handheld-Power mit vielen Verbesserungen

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Mit dem ROG Xbox Ally X schickt ASUS den Nachfolger eines der spannendsten Handheld-Experimente der letzten Jahre ins Rennen. Das erste Ally war schnell, flexibel und angenehm kompakt, aber es kämpfte mit einer Achillesferse, die viele von euch bestens kennen: der viel zu kurzen Akkulaufzeit. Das neue Modell geht nun genau dieses Problem an, packt einen deutlich größeren Energiespeicher ein, verbessert die Kühlung, überarbeitet das gesamte Innenleben und erweitert die Konnektivität. Auf dem Papier klingt das nach einem Handheld, der die Fehler des Vorgängers abstellt, ohne die Stärken anzutasten. Ob das Xbox Ally X diesem Anspruch gerecht wird, klären wir im Test.

Schon beim ersten Auspacken zeigt der Ally X, dass ASUS hier keine Mini-Revision, sondern eine echte Weiterentwicklung im Sinn hatte. Das Gehäuse wirkt vertraut, bleibt im Kern dem Design des Vorgängers treu, wirkt aber erwachsener. Die neue Farbgebung, die leicht veränderte Materialstruktur und ein insgesamt stabilerer Rahmen sorgen dafür, dass der Handheld hochwertiger in der Hand liegt. Die Form bleibt ergonomisch genug, um auch lange Sessions problemlos wegzustecken, und die Tastenanordnung wurde minimal optimiert, ohne das gewohnte Layout über den Haufen zu werfen. Das Gewicht von 715 Gramm ist auf Dauer nicht so ganz wenig, aber noch gut zu handhaben.

Der vielleicht wichtigste Punkt steckt aber unsichtbar im Inneren: ein deutlich größerer Akku, der im Vergleich zum ursprünglichen Ally eine enorme Verbesserung darstellt. ASUS hat hier mit 80 statt 40 Wh nicht nur einfach mehr Kapazität verbaut, sondern die komplette interne Architektur neu sortiert, um Platz zu schaffen und gleichzeitig eine effizientere Wärmeabfuhr zu ermöglichen. Die überarbeitete Kühlung arbeitet entsprechend ruhiger, verhindert unnötiges Hochdrehen der Lüfter und hält die Performance im Alltag stabiler. Kombiniert mit dem bekannten Ryzen-Z2-Chip entsteht ein gutes Verhältnis aus Leistung und Energiehunger, genug für moderne Spiele in angenehmen Settings, ohne sofort fieberhaft nach dem Netzteil suchen zu müssen.

Der Ally X wird von einem AMD Ryzen AI Z2 Extreme-Prozessor befeuert, einer 8-Kern / 16-Thread-APU mit integrierter Radeon-GPU und zusätzlicher Neural Processing Unit für KI-Funktionen. Dazu kommen 24 GB LPDDR5X-8000 RAM und eine 1 TB M.2 NVMe-SSD, was genug Reserven für moderne Spiele und Streaming-Setups bietet. Dank der Kombination aus Ryzen AI-Chip, schnellem RAM und flotter SSD lädt der Ally X Spiele zügig und läuft auch bei anspruchsvollen Titeln in hoher Grafikqualität überraschend flüssig. Moderne DirectX- oder Vulkan-Spiele profitieren von der Leistung, während die 120 Hz im Display für butterweiches Gameplay sorgen, besonders bei Shootern oder schnellen Actionspielen.

Das 1080p-Display bleibt, auch wenn es kein OLED ist, eines der Highlights. Der 7-Zoll-Touchscreen zeigt sich hell, farbstark und knackig, und die hohe Bildwiederholrate von 120 Hz mit FreeSync sorgt weiterhin für ein butterweiches Interface. Gerade Games, die von flotten Reaktionen profitieren, wirken hier extrem sauber. Auch an den Bedienelementen wurde sinnvoll gefeilt: Die Sticks und Trigger fühlen sich straffer und präziser an, das Digikreuz wirkt genauer, und die Buttons haben einen etwas definierteren Anschlag. Es sind Feinarbeiten, aber sie zahlen sich aus, wenn man regelmäßig mit Handhelds spielt.

Spannend ist außerdem, wie viel Mühe ASUS in die Konnektivität gesteckt hat. An Anschlüssen gibt es einen USB4/Thunderbolt-4-kompatiblen Type-C-Port mit DisplayPort 2.1 und Power Delivery, einen weiteren USB-C 3.2 Gen 2 Port ebenfalls mit DisplayPort und Ladefunktion, einen microSD-Slot (UHS-II) und eine klassische 3,5-mm-Klinke für Headsets. Netzwerkseitig stehen Wi-Fi 6E und Bluetooth zur Verfügung.

Eine echte Verbesserung ist die neue Xbox Fullscreen Experience. ASUS integriert hier gemeinsam mit Microsoft eine Oberflächenlösung, die das Windows-Gefummel für reine Spieler spürbar entschärft. Mit einem Knopfdruck wechselt das Ally X in eine übersichtliche, Controller-freundliche Startoberfläche, die wie eine kompakte Version der Xbox-Konsole wirkt. Game Pass, Store, zuletzt gespielte Titel, Einstellungen – alles liegt sauber sortiert im Vollbild vor euch und ihr könnt es somit über die Oberfläche bedienen.

Keine Windows-Fenster, keine Mausakrobatik, keine „wo zum Henker ist der Launcher“-Momente. Gerade unterwegs oder beim schnellen Wechsel zwischen PC- und Konsolen-Feeling wirkt das wie ein kleines Komfortwunder, das sofort zeigt, wie viel Potenzial ein hybrider Handheld eigentlich haben kann. Die Performance profitiert dabei spürbar von der klaren Prozessverwaltung hinter der Oberfläche. Spiele starten schneller, Hintergrunddienste werden entschlackt und die Lastverteilung auf CPU und GPU fällt stabiler aus, da die Experience im Prinzip wie ein optimierter Frontend-Layer arbeitet.

Im Spielealltag zeigt der Ally X dann seine größte Stärke: Er hält einfach länger durch. Wo der alte Ally oft schon nach kurzer Zeit schwächelte, stemmt der neue Akku deutlich mehr Zeit mit sauberer Leistungsabgabe. Performance-Spiele laufen stabil, Indie-Titel sind überhaupt kein Problem, und Streaming über Game Pass oder GeForce Now geht mit langer Reichweite. Klar, ein Handheld dieser Art ist nach wie vor ein Kompromiss aus Performance und Mobilität, aber ASUS hat genau an der richtigen Stelle geschraubt.

Beim Klang liefert der Ally X solides Mittelmaß. Die Lautsprecher sind verbessert, aber nicht spektakulär. Für unterwegs reicht es locker, für Filme oder Story-Games mit Atmosphäre greift man aber lieber auf Kopfhörer zurück. Immerhin: Die Audio-Latenz via Bluetooth wurde spürbar reduziert, was für mobile Gaming-Sessions eine echte Wohltat ist. Am Ende bleibt ein Handheld, der viel von dem korrigiert, was den ursprünglichen Ally ausgebremst hat. Der Ally X fühlt sich runder an, durchdachter und schlichtweg alltagstauglicher. Er ist kein radikal neues Gerät, aber er ist das, was der erste Ally schon hätte sein sollen.

Greift zu, wenn...

… ihr einen leistungsstarken Windows-Handheld wollt, der endlich eine brauchbare Akkulaufzeit bietet.

Spart es euch, wenn...

… euch ein Steam Deck oder Switch 2 als Handheld völlig reicht.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Der Handheld, den wir uns von Anfang an gewünscht haben

Der ROG Xbox Ally X ist keine Revolution, aber eine längst überfällige Evolution des ursprünglichen Konzepts. ASUS holt alles nach, was der erste Ally zu knapp kalkuliert hat: mehr Akku, bessere Kühlung, stabilere Hardware und ein Handheld-Feeling, das tatsächliche Mobilität zulässt. Die Performance ist stark, das Display überzeugt weiterhin, und die Controller-Elemente gehören zu den besten im Windows-Handheld-Segment. Kleinere Schwächen gibt es natürlich immer noch. Der Klang ist nicht ganz auf Premium-Niveau und der Preis bleibt spürbar im Obergeschoss. Doch unterm Strich liefert der ROG Xbox Ally X das rundeste, reifste ASUS-Handheld bisher und ein Gerät, das man endlich ohne Bauchschmerzen empfehlen kann.

Überblick

Pro

  • längere Akkulaufzeit
  • verbesserte Kühlung
  • hochwertigeres Gehäuse
  • starke Bedienelemente
  • gutes Display
  • gute Konnektivität

Contra

  • Lautsprecher nur solide
  • Preis ambitioniert
  • kein OLED-Display

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