Test - Fluch der Karibik : Fluch der Karibik

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Vor knapp drei Jahren erschien mit 'Sea Dogs' eine Homage an den alten Sid Meier-Klassiker 'Pirates' von 1987. Epische Schlachten zur See, gepaart mit Handel, sorgten für viele Stunden in tropischen Gefilden. Nun, drei Jahre später dürft ihr mit 'Fluch der Karibik' wieder die Segel hissen und in See stechen. Gott sei Dank ohne Johnny Depp und Orlando Bloom.

Fluch der Karibik
Euer Schiff ist bereit zum Auslaufen.

Von Seebären, Handel und Piraten
Obwohl 'Fluch der Karibik' fast zeitgleich mit dem Kinofilm in die Läden gekommen ist, haben beide außer dem Titel kaum etwas gemeinsam. Wer nämlich glaubt, dass er in der Konsolenversoftung hübsche Frauen vor fiesen Seeräubern retten oder spukende, untote Piraten bekämpfen muss, der irrt. Vielmehr schlüpft ihr in die Rolle von Nathaniel Hawk, einem jungen und temperamentvollen spanischen Kapitän, der am Anfang einer ruhmreichen Laufbahn steht. Wie diese Karriere aussehen wird, bestimmt ihr durch euer Spielverhalten größtenteils einfach selbst. Wenn ihr ein neues Spiel beginnt, seid ihr direkt mitten im Geschehen, besser gesagt in einem kleinen Zimmer eures Schiffes mitten in der Karibik. Der erste Gefährte auf eurem langen Weg ist euer Bootsmann Malcolm Hatcher. Dieser führt euch in einem in die Story eingebundenen Tutorial in die Steuerung und in die Grundlagen der Fecht-, und Schießkunst ein. Außerdem bekommt ihr den einen oder anderen nützlichen Hinweis, der bei eurer Reise wichtig ist. Zu guter Letzt dient Hatcher als treuer Weggefährte und Reisebegleiter. Da ihr gerade erst angekommen seid, kann er euch mit den Lokalitäten des nahen Inselstädtchens bekannt machen. Bis zu diesem Zeitpunkt wird euer Schicksal noch vorbestimmt. Sobald ihr jedoch euren Bootsmann verlasst, beginnt euer eigentliches Abenteuer. Nun könnt ihr nach Lust und Laune weiterspielen. Die Händler unter euch dürfen feilschen, was das Herz begehrt und mit ihren Waren von A nach B schippern, um den größtmöglichen Gewinn zu erzielen. Haudegen können nahezu jeden Einwohner des Archipels angreifen und somit beweisen, wer der Herr der Insel ist. Aber auch die Freibeuter unter euch werden ausreichend bedient. Von eurem Privatvermögen könnt ihr euch ein Schiff mit Kanonen bestücken und zur See Händler und Piratenschiffe entern. Des Weiteren gibt es natürlich auch Hauptmissionen, welche die Story vorantreiben, aber auch Nebenjobs, deren Absolvieren euren Geldbeutel füllt.

Fluch der Karibik
Guter Handel ist das A und O.

Ähnlich wie bei 'The Elder Scrolls III: Morrowind' wirken sich im Verlauf ausgeführte Aktionen unterschiedlich auf euren Charakter aus. Entsprechend eurer Siege oder erfolgreich abgeschlossenen Handelsverträge bekommt ihr Skillpunkte, die ihr nach eigenem Interesse auf insgesamt zehn Charakterattribute wie Nahkampf, Handel oder Glück verteilen könnt. Klar, dass Händler sich eher auf ihr Geschick konzentrieren, während Kämpfernaturen lieber die Präzision ihrer Kanonen oder Entermöglichkeiten verbessern. Was auch immer ihr vorhabt, es bedarf einer gewissen Zeit, ganz wie im realen Leben, bis ihr eure Talente aufgebaut habt. Leider startet Nathaniel zunächst auf der untersten Skillstufe. Das hat zur Folge, dass ihr anfangs sehr schnell in einem Gefecht den Kürzeren zieht, beim Handeln übers Ohr gehauen werdet oder auch beim Glücksspiel schneller verliert. Daher solltet ihr euch zunächst auf die für euch lebensnotwendigsten Attribute konzentrieren, ohne die Übrigen aus den Augen zu verlieren. Geld spielt natürlich mit die größte Rolle. Nur wer genügend Einkommen besitzt, kann genug Matrosen in der örtlichen Taverne anheuern, das Schiff in der Werft reparieren lassen, Waffen kaufen und das monatliche Sold eurer Crew bezahlen.

Fluch der Karibik
Ich muss weg!

Der sich 'nen Wolf läuft
So viel zum theoretischen Teil. Doch wie spielt sich 'Fluch der Karibik' nun in der Praxis? Zunächst fällt auf, dass es zwei verschiedene Steuermodi gibt. Der erste Modus ist der 'klassische', in dem ihr zu Fuß mit Nathaniel durch die Botanik zieht und verschiedene Quests annehmt, die ihr von den NPCs bekommt, oder eure eigenen Interessen verfolgt. Die Steuerung eures Kapitäns ist anfangs recht kompliziert und leider auch nicht immer präzise ausgefallen. Da die Kamera nicht um euren Helden herumfährt, müsst ihr über das Steuerkreuz oftmals nachjustieren, was beim Laufen hinderlich, in Kampfhandlungen sogar zu weilen lebensbedrohlich sein kann. Und auch das umständliche Aufnehmen und Ablegen von Gegenständen hätte vereinfacht werden können. Ebenfalls etwas umständlich wirkt das komplexe Spielmenü, in dem ihr unter anderem eure Charakterwerte und Habseligkeiten verwaltet.

 

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