Test - Nintendo Labo: Toy-Con 04: VR-Set : Das bisher zugänglichste VR-Erlebnis?

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    Greift zu, wenn...

    ... ihr einen spielerischen und preiswerten Einstieg in die VR-Welt sucht.

    Spart es euch, wenn...

    ... VR für euch gleichbedeutend mit immersiv wirkender Grafik ist.

    Fazit

    Mathias Windhager - Portraitvon Mathias Windhager
    Simples VR, aber mit dem gewissen Nintendo-Faktor

    Das Labo-VR-Kit ist sicher kein High-End-Virtual-Reality-Erlebnis. Das versucht es auch gar nicht zu sein. Durch die Kombination der Pappmodelle mit ein bisschen Nintendo-Feenstaub ist daraus ein etwas anderer, cleverer und vor allem erschwinglicher Einstieg in die virtuelle Realität entstanden. Bei einem Preis von 80 Euro für das Komplettset sehe ich darin eine gute Alternative zu dem starren Singleplayer-Erlebnis, das man von VR-Headsets normalerweise kennt.

    Sehr großes Potenzial sehe ich in der Toy-Con VR Werkstatt. Damit lassen sich einige richtig abgefahrene Dinge anstellen, wenn man sich auf die Einarbeitungszeit einlässt, die auch schon die herkömmliche Toy-Con Werkstatt einforderte. Nur warum lässt mich Nintendo meine Kreationen nicht teilen? So wird eine Menge Potenzial verschwendet, durch das Labo eine kreative und langlebige Community wie der Super Mario Maker aufbauen könnte. Auch die seltsam anmutende Begrenzung an möglichen Programmierknoten, die sich aus Knoten, Verknüpfungen und Kosten zusammensetzt, bereitet mir etwas Sorgen.

    Großartig sind die Neuerungen in beiden Werkstätten. Nachdem ich in der Vergangenheit sehr viel Zeit in diesen Modus gesteckt habe, kann ich gar nicht genug betonen, was für eine Erleichterung es ist, endlich sehen zu können, wie viele Programmierknoten noch platziert werden können und vor allem, dass ich nun nicht mehr ausschließlich auf den kleinen Switch-Bildschirm per Touch-Steuerung angewiesen bin.

    Meiner Meinung nach ist das Labo VR-Set das bisher interessanteste Paket aus Nintendos eigenwilligem Pappexperiment. Es bietet die größte Abwechslung, die unterhaltsamsten Spiele, einen großen Umfang und die bisher beste Toy-Con Werkstatt. Während andere VR-Geräte dicke Hardware-Bullen in den Ring schicken, macht Nintendo wieder mal sein eigenes kreatives Ding. Wer ein verspieltes Virtual-Reality-Erlebnis sucht, macht bei dem vergleichsweise geringen Preis kaum etwas verkehrt.

    Ich bin gespannt, ob und inwieweit das am 26. April erhältliche Update für Breath of the Wild und Super Mario Odyssey den Werdegang von Labo beeinflussen wird. Dann nämlich können beide Spiele ganz beziehungsweise teilweise mit VR-Brille gespielt werden.

    >> Das erwartet uns in diesem Jahr: Die Switch-Highlights 2019

    Überblick

    Pro

    • erschwingliches VR-Erlebnis
    • abwechslungsreiche Spiele
    • 64 VR-Demos
    • VR-Werkstatt mit vielen Möglichkeiten
    • Multiplayer-Modi
    • intuitive, präzise Bedienung
    • Knotenlimit in der Werkstatt nun sichtbar
    • Werkstatt nun auch am Fernseher nutzbar

    Contra

    • grobe Auflösung
    • Toy-Con-Kamera langweilig
    • die meisten Spiele verlieren sehr schnell an Reiz
    • Programmierlimitierungen in der Werkstatt

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