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Test - ZOTAC GeForce RTX 4070 Super Trinity Black Edition : Test: Mehr Leistungs- als Preiszuwachs?

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Wer bereits eine der neuen RTX-40-Grafikkarten gekauft hat, dürfte eher weniger glücklich sein, dass es nun die stärkeren Super-Modelle gibt. Aber sei es drum, sei sind nun mal da und lösen zumindest zum Teil ihre normalen Vorgänger ab. Los ging es mit der RTX 4070 Super, die je nach Modell ab circa 620 Euro zu bekommen ist. Für unseren Test hat uns ZOTAC freundlicherweise eine (etwas teurere) GeForce RTX 4070 Super Trinity Black Edition zur Verfügung gestellt und wir waren gespannt, ob und wie viel mehr die Super unter der Haube hat.

Die ZOTAC GeForce RTX 4070 Super Trinity Black Edition ist eines der nicht übertakteten Modelle der RTX 4070, die aber mit eigener Kühlung ausgestattet ist. Die 306,8 x 119,4 x 58,5 mm große Karte verfügt über drei Lüfter mit Schwingungsdämpfern, wobei die äußeren beiden Lüfter gruppiert sind und der mittlere gegenläufig agiert, um möglichst viel Luft aus dem offen gestalteten Gehäuse zu befördern.

Die IceStorm 2.0 Kühlung von ZOTAC leistet hervorragende Arbeit. Bei Volllast blieb die GPU-Temperatur bei maximal 66,6 Grad mit starken 77 Grad maximal am Hotspot. Superb und vor allem auch noch extrem leise. Über die kostenlose Software von ZOTAC kann sogar noch an der Lüftersteuerung geschraubt werden.

Die Ausstattung liefert wenig Überraschungen. Drei DisplayPort 1.4 Anschlüsse nebst einem HDMI 2.1 Port finden wir bei quasi jeder neueren NVIDIA-Karte. Die Stromversorgung läuft über einen 12-Pin-Anschluss, ein entsprechender 2x 8-pin-to-12VHPWR Adapter liegt bei. Außerdem im Paket: ein Support Bracket für die Karte, also eine verstellbare Stütze, damit das Gewicht der Karte keinen Schaden am PCIe-Port verursachen kann. Wobei dieses RTX-4070-Modell ohnehin nicht zu den schweren Brocken gehört.

Was hat sich beim Innenleben gegenüber der normalen RTX 4070 getan? Nun, die Super hat vor allem eins: deutlich mehr Kerne. So wurde die Zahl der CUDA Cores von 5.888 auf 7.168 erhöht. Bei den RT Cores fürs Raytracing hat NVIDIA von 46 auf 76 Kerne aufgestockt und auch bei den Tensor Cores für die KI-Features werkeln nun 224 statt 184 Kerne auf der Platine. Etwas gestiegen ist damit auch der Stromverbrauch, und zwar von 200 auf 220W TDP.

Ansonsten gibt es tatsächlich keine Unterschiede. Auf beiden Modellen werkelt die AD104-CPU mit 1.980 bzw. 2.475 MHz Taktung. Ihr zur Seite stehen 12 GB GDDR6X Arbeitsspeicher mit 192-Bit Interface. Keine Unterschiede also abseits der Kerne, was natürlich die spannende Frage aufwirft, wie viel mehr an Leistung die etwa 10 Prozent teurere Karte gegenüber ihrer älteren Schwester stemmen kann. Wir erinnern uns: die RTX 4070 ist um 600 Euro zu haben, die RTX 4070 Super aktuell um 650 Euro. Oder ist die RTX 4070 Super gar eine Alternative zur RTX 4070 Ti?

Wie die Benchmarks zeigen, legt die RTX 4070 Super gewaltig zu. Je nach Spiel und Benchmark beträgt der Leistungszuwachs gegenüber dem normalen Modell der 4070 zwischen zehn und zwanzig Prozent, sowohl bei der normalen Rechenleistung als auch beim Raytracing. NVIDIA hat augenscheinlich aufgepasst, den Ausbau der Kerne ausgewogen vorzunehmen, um quasi einen linearen Leistungsschub in allen Bereichen zu ermöglichen.

Damit schiebt sich die RTX 4070 Super auch am direkten Konkurrenten AMD Radeon RX 7800 XT vorbei, der es dem alten NVIDIA-Modell ordentlich schwer machen konnte. Problem ist aber weiterhin, dass die AMD-Karte deutlich preiswerter ist und bereits um 500 Euro zu bekommen ist. Der Vorteil von NVIDIA besteht aber weiterhin bei der stärkeren Raytracing-Leistung und der höheren Verbreitung von DLSS 3/3.5 gegenüber AMDs FSR3, das derzeit nur sehr schleppend voran kommt und nur in sehr wenige Spiele integriert wurde. NVIDIA hat es aber auch nicht übertrieben, der Abstand zur RTX 4070 Ti (bzw. deren Super-Ausführung) bleibt groß genug, um sie nicht zu entwerten.

Erwartungsgemäß positioniert sich die RTX 4070 Super als kompetente und zukunftssichere Grafikkarte für 1440p-Auflösungen, die auch sporadische Ausflüge in den 4K-Bereich zulässt, sofern man nicht alles auf volle Pulle dreht. Stabile 60 fps bei 2.560 x 1.440 Pixeln Auflösung konnten bei allen getesteten Spielen erreicht, bzw. deutlich übertroffen werden. Selbst im RT-Overdrive-Modus mit vollem Pathtracing sieht es bei 1440p dank DLSS und Frame Generation mit 56 Bildern pro Sekunden gut aus.

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