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Special - Benehmen im Internet : Maul, du Troll

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    tech.de

    Social Media Bild 1Frage: Wer bist du und um welche Facebook-/Twitter-Auftritte kümmerst du dich?

    Antwort: Ich bin Redakteurin bei TECH.DE und kümmere mich um unsere entsprechenden Auftritte bei Facebook und Twitter. Da wir mit der Seite erst in der Beta sind, stecken die aber zur Zeit noch in den Kinderschuhen. Sehr viel mehr Aktion wird auf dem Facebook-Account unserer Schwesternseite maclife.de geboten, auf der wir uns gelegentlich austoben.

    Frage: Inwieweit sind negative Kommentare auf Facebook und Co. Teil deiner Arbeit?

    Antwort: Negatives Feedback gehört dazu und ist auch wichtig. Wir sind schließlich auch nur Menschen und machen demzufolge Fehler – über die uns die Leser ja auch gerne aufklären. Natürlich kann man als Redakteur auch Trollen schlecht aus dem Weg gehen, daran gewöhnt man sich aber und nimmt es gelassen.

    Frage: Was tust du, wenn negative Kommentare auftauchen? A) bei nachvollziehbaren Kommentaren, B) bei Kommentaren, die lediglich beleidigend oder faktisch falsch sind.

    Antwort: An sich ist der Dialog mit dem Leser ja eine schöne Sache. Nachvollziehbare Kommentare sind toll, weil wir daraus gelegentlich einen Inspirationsschub bekommen und natürlich auch gerne dazulernen. Reines Getrolle ist natürlich eine andere Sache – da ist entscheidend, wie weit es geht. Generell lasse ich negatives Feedback stehen, wenn möglich, antworte ich auch. Das muss sich natürlich in Grenzen halten, im Zweifelsfall haben aufgebrachte Leser meist mehr Zeit als ich. Wenn die Diskussion allerdings entgleist und ins Beleidigende für uns oder andere abgleitet, mach ich natürlich auch mal von meinem „Hausrecht“ auf unseren Seiten Gebrauch. Das kommt allerdings nicht häufig vor – meist, wenn der Leser einem anderen den Tod wünscht, weil er über ein Produkt anders denkt, rassistisch oder frauenfeindlich wird. Solche Leute sind aber selten und können dann auch gerne abwandern ...

    Frage: Glaubst du, dass Menschen vergessen, dass hinter den Firmen-Accounts auch Menschen sitzen? Oder ist es ihnen schlichtweg egal?

    Antwort: Das kommt stark auf die Seite selbst an. Als Journalist, der Interessen mit seinen Lesern teilt, sich mit ihnen aufregt, freut, lacht und weint, tritt man ja gerne persönlicher auf – in dem Fall wird auch der Leser nicht vergessen, dass dahinter Menschen stehen. Bei reinen Unternehmens-Accounts, die einfach Fakten oder Eigenwerbung bei Facebook und Twitter rausballern, sieht das sicher anders aus.

    Frage: Inwieweit beeinflusst die Kommentarkultur deinen Alltag fernab der Arbeit?

    Antwort: Ich kommentiere selten bis nie auf anderen Seiten. Einen Post von Freunden gerne mal, aber das ist dann auch rein privat.

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