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Preview - World of WarCraft : World of WarCraft

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Weiter geht es mit den Skills, diese müsst ihr bei einem Trainer erwerben, wobei die Erstbeschaffung Skillpunkte kostet – Sekundärskills können übrigens auch wieder deaktiviert werden, wofür ihr die ausgegebenen Skillpunkte wiederbekommt. Zu den Skills gehören sowohl klassenspezifische Skills, als auch Crafting Skills (mehr zum Crafting später). Diese Skills verbessern sich mit der Zeit durch ihre Anwendung. Basierend auf den Skills wiederum könnt ihr Abililities erwerben, welches die Fähigkeiten sind, die ihr per Aktionsleiste oder Hotkey aktiv benutzen könnt. Die Abilities bekommt ihr ebenfalls bei Trainern, wobei diese aber keine Punkte mehr kosten, sondern lediglich sauer verdientes Geld. Die primären Abilities sind dabei klassenabhängig, wie beispielsweise Magie- oder Kampffähigkeiten. Eine gewisse Spezialisierung ist notwendig, um im Spiel überlebensfähig zu sein, so dass die reine Vielzahl an Skills und Fähigkeiten Raum lässt, für unterschiedlichste Charaktere.

Eine dicke Besonderheit stellt das komplexe Crafting-System dar, mit dem ihr selbst unzählige Gegenstände herstellen könnt. Diese Crafting-Skills stehen jedem offen und bieten einiges, wobei zu beachten ist, dass für die Herstellung von Gegenständen auch Ressourcen erforderlich sind. An Crafting-Skills gibt es beispielsweise Kochen, Lederarbeiten, Schmieden, Alchemie, Erste Hilfe, Nähen und Tischlern. Hinzu kommen Skills für die Ressourcen-Beschaffung wie Erz abbauen, Holz fällen, Kräuter sammeln, Fischen, Häuten und einiges mehr. Zusätzlich benötigt ihr Werkzeuge und Tools, die ihr bei Händlern erwerben könnt und viele Objekte erfordern mehrere Komponenten, was einen Raum für reges Handeln zwischen den Spielern öffnet, denn nicht alles könnt ihr bei NPCs erwerben.

Nachdem ihr den Grundskill erlernt habt, stehen euch mit wachsender Anwendung immer weitere Rezepturen für Gegenstände offen, die ihr erwerben oder mit etwas Glück auch mal einem Gegner abnehmen könnt. Ein Beispiel: ihr erlernt den Erzabbau und kauft euch einen Pickel. Nun könnt ihr Erzadern in der Spielwelt suchen und dort das Erz abbauen, zunächst nur Kupfer und Stein, ab einem gewissen Zeitpunkt dann auch wertvollere Erze. Diese wiederum könnt ihr an einem Ort, wo es einen Schmelzofen gibt, zu Barren verarbeiten. Diese könnt ihr nun an einen Schmied verscherbeln, oder aber selber nutzen. Wenn ihr nun Schmieden lernt, braucht ihr einen Schmiedehammer und einen Ort, wo ein Amboss steht. Zu Beginn könnt ihr nur Kleinkram wie Schleifsteine herstellen, später könnt ihr dann immer bessere Rezepturen lernen und euch Waffen oder Rüstungsteile bauen mit wachsender Qualität. Das Crafting- und Ressourcen-System ist dabei angenehm unkompliziert und logisch gehalten und bei weitem nicht so zeitaufwändig, wie bei anderen Spielen.

Steuerung und Interface
Kommen wir zur eigentlichen Steuerung und den Interface-Elementen. Gesteuert wird aus der Third-Person-Perspektive mittels WASD-Tasten, wobei ihr mit dem Mausrad die Entfernung der Kamera verändern könnt bis hin zum First-Person-View. Außerdem könnt ihr den Kamera-Winkel verändern. Mit der Maus klickt ihr Gegner und Objekte an, mit der rechten Taste wird Interaktion gestartet, z.B. NPC ansprechen, Objekte einsammeln oder Kampfstatus aktivieren. In einer mehrstufigen Leiste könnt ihr nach Belieben Skills und Fähigkeiten per Drag&Drop anordnen und diese per Mausklick oder Hotkey aktivieren. Weiterhin vorhanden sind mehrere Slots für Beutel, die ihr im Laufe der Zeit erwerben könnt und die als Inventare dienen. Sowohl Handel als auch Charakterausrüstung könnt ihr wunderbar einfach per Drag&Drop und Rechtsklick absolvieren. Gilden- und Gruppenfunktionen sind ebenfalls vorhanden, sowie Buddy- und Ignore-Listen.

Das Chat-System bietet neben mehreren Channels auch Möglichkeiten für Party- oder Gildenchats, natürlich könnt ihr bestimmten Mitspielern auch direkt Nachrichten schicken. Das Chat-System an sich kann derzeit allerdings noch nicht zufrieden stellen, da alle Nachrichten hintereinander mit recht großem Font untereinander ablaufen, einzelne Chat-Fenster sind offenbar bisher nicht integriert. Blizzard hat sich aber auch da einiges vorgenommen, mittels XML soll es möglich sein, das Interface selbst zu gestalten.

Rollenspiel mit eigenem Flair
Kommen wir zum Abschluss noch zur visuellen Umsetzung. Wie schon eingangs erwähnt, sind sowohl Charaktere, als auch Regionen und Gegner sehr abwechslungsreich in Szene gesetzt. Am Grafikstil an sich könnten sich etwas die Geister scheiden, denn ähnlich wie in 'WarCraft III' ist der ganze Look etwas comichaft, die Objekte sind streckenweise recht kantig und die Texturen logischerweise nicht realistisch, sondern eher farbenfroh und oftmals wie mit dem Pinsel gemalt. Das Ganze hat jedoch auch eine Menge Charme und eine gewisse Putzigkeit, beispielsweise, wenn man sich die kleinen Gnome mit ihren freundlichen Gesichtern und den Kulleraugen anschaut, und bietet eine wohltuende Abwechslung zum üblichen RPG-Einheitsbrei. Für Lebendigkeit sorgen Ambient-Lebewesen wie Hasen oder Kühe, die durch die Landschaft trapsen oder Patrouillen auf den Wegen. Auf Details wurde nicht verzichtet, das merkt man spätestens, wenn man eines der voll ausgestatteten Häuser betritt. Auch wirkt alles sehr gut zusammen passend, nicht ein Gebiet wirkt so, als wäre es aus einer anderen Welt.

Ansonsten wirken die Umgebungen allerdings streckenweise etwas zu statisch, was aber im Hinblick auf die Performance wiederum von Vorteil ist. Dort sind natürlich noch einige Optimierungen fällig, speziell das Betreten von Städten artet derzeit noch zur Diashow aus – aber wir sind ja noch etliche Monate vom Release entfernt. Die Soundkulisse gibt sich relativ bescheiden. Neben Monstergegrunze und Ambient-Sounds sorgt ein recht zurückhaltender Soundtrack mit eher atmosphärischen Melodien für die passende Untermalung.

 

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
OK, über die Grafik von 'WoW' kann man sich sicherlich streiten – nicht jeder mag den comichaften Look mit den teils recht kantigen Objekten und den ungewöhnlichen Texturen. Wenig zu streiten gibt es allerdings über das Gameplay, denn Blizzard macht vieles richtig, was andere Entwickler gnadenlos vergeigt haben. Endlich gibt es vernünftige und umfangreiche Quests mit Story-Faktor und die sich für den Spieler auch wirklich lohnen, endlich gibt es ein brauchbares Crafting-System und wie es scheint, schafft Blizzard auch den Spagat aus Spieltiefe und Einsteigerfreundlichkeit. Wenn Blizzard es nun noch schafft, das Finetuning hinzubekommen, die Orientierung in den Städten zu verbessern und das Chat-System zu optimieren, dann könnten die Kalifornier sich auch in diesem Genre an die Spitze setzen. Bis dahin werde ich weiterhin meiner Beta-Sucht frönen und hoffen, dass endlich die Rassen der Horde ins Spiel kommen.

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